Sie merken es halt einfach nicht, ob sie richtig auf dem Rad sitzen...
Das habe ich so nicht gesagt, sondern das sind Deine Worte.
Ich sagte, dass die spätere Anpassbarkeit des Rades an den Fahrer oder die Fahrerin keine Rolle zu spielen scheint. Dabei ging es um feste Lenker-Vorbau-Kombinationen und um Sattelstützen mit proprietären Rohrformen, wie sie heute ab der Mittelklasse üblich sind.
Warum muss man sich davon getriggert fühlen? Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass sich diese Lenker nach dem Kauf nicht mehr verstellen lassen. Offenbar spielt dieser Aspekt beim Kauf nur eine untergeordnete Rolle und ich überschätze das Bedürfnis der Radler, beispielsweise die Vorbaulänge zu verändern oder den Reach des Lenkers.
Stelle Dir das mal bei Triathlonrädern vor: Die ganze Lenker-Vorbau-Einheit wäre nur beim Kauf verstellbar und dann nicht mehr. Im Sitzpositions-Thread diskutieren wir jeden Millimeter an der Sitzposition. "Etwas höher, etwas länger...". Die gleichen Leute, die dort dankenswerterweise und kompetent Ratschläge geben, fühlen sich offenbar ins Herz getroffen, wenn man die Nichtverstellbarkeit von Rennrädern kritisiert.
Das ist für mich schwer nachvollziehbar.
Sicherheitshalber nochmal: Mir sind die Kaufentscheidungen und die Sitzpositionen einzelner Menschen vollkommen egal. Jeder soll fahren worauf und wie er will. Mir geht es ausschließlich um die Entwicklungstrends der Bikebranche insgesamt.
Die Ansprüche an ein Triathlonrad sind bei Profis und Hobbyathleten doch sehr ähnlich.
Genauso sieht es bei Rennrädern aus.
Oder glaubst du , dass die Leute auf ihrem 10.000€ TT besser sitzen als auf ihren RR?
Ne. Die sitzen genauso wie ein lahmer Ackergaul drauf.
Aber beim TT ist es ok, beim RR nicht.
Ich habe ein Rad mit komplett innen verlegten Zügen. Ich habe den Lenker (mit integriertem Vorbau) getauscht und dafür einen Vorbau und einen Lenker gekauft (Lenker schmaler, Vorbau kürzer).
Nein , ich musste nicht zum Händler, ja ich musste entlüften.
Es hat ungefähr 45min gedauert, inkl. neuem Lenkerband.
Ist das zu lange? Nein, weil ich das wahrscheinlich nie wieder machen werde.
Und genau da haben wir des Pudels Kern: Man schraubt am Cockpit vermutlich 1x. Maximal 2x.
Der Fahrer macht ca. 90% aus, von den 10% Fahrrad macht der Rahmen wiederum 10% aus, im Gesamtpaket also immerhin ein ganzes Prozent.
Zumindest dann, wenn das komplette Fuhrwerk mit Aufsasse optimiert wurde.
Ums mit den Worten einer persifliierten Werbung aus den 80ern zu sagen: der Tiger im Tank nutzt nix, wenn ein Esel am Steuer sitzt.
Die Absurdität, dass genau diese Optimierung, um einen geschmeidigen Vorteil zu erhalten, ausbleibt, oder zumindest nur im Idealfall ne Sitzposition eingestellt wird, wird natürlich ebenso verschwiegen wie seinerzeit der Umstand, dass die reine Betrachtung des StW-Werts eines Fahrrades wertlos bis kontraproduktiv ist.
Also zusammengefasst und auf den Themenbogen bezogen, kann Canyon so aerodynamische Bikes bauen wie sie wolen, es wird ihnen den Arsch nicht retten.
ich würde mir eh gerne mal ne Statistik ziehen, wie die (Bio-)Bike-Verkäufe sich auf die einzelnen Genres beziehen. ich mein, n bissl werden die schon den Überblick haben, aber aerodanamisch an nem toten Pferd rumzuoptimieren und -entwickeln, dass in den Verkaufszahlen gegenüber zB. vernünftigen Alltagsrädern keine Rolle spielt, iss ja eh ziemlich nicht schlau und da hilfts imho auch wenig, zwecks Imagesteigerung weitere Millionen in irgendwelche Rennteams zu stecken.
Wenn die nächste, grosse Dopingskandalwelle durchn Radsport walzt, isses sowieso erstmal wieder ne Weile vorbei damit und wer sich dann weiter den Rücken verbiegen will, kann die grüne und cleane Gravelwelle reiten und wer nicht, aerodynamisch zum Einkaufen fahrn.
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Ich finde die Aero- oder- nicht Diskussion auch etwas übertrieben. Objektiv ist es für uns Würste natürlich komplett sinnfrei, im Training so ein Teil zu fahren. Genauso wie teure Reifen oder enganliegende Kleidung.
Fakt ist aber auch: bei Carbon als Material und genügend Rechenpower hat man fast unlimitierte Möglichkeiten, die Rahmen zu formen. Wenn also "Aero" ohne grösseren Aufwand als sekudäres Kriterium ins Design einfliesst, ohne signifikant Mehrkosten zu verursachen, wird es halt mitgenommen. Wenn die Leute es schön finden und kaufen, dann ist es halt so. Brauchen tun es die Wenigsten und wartungsfreundlich ist der ganze Kram sicher auch nicht. Aber die Zeiten, als man Bremszöge wechseln musste, sind ja für diese Räder auch vorbei und die Schaltung mittlerweile sogar drahtlos, wenn man will.
Nur als kuriosen Fakt: ich hab dieses WE nochmal zu meinem 80er-Jahre Pinarello nachgelesen. Das Modell hat den Bremszug im Oberrohr - angeblich war das damals schon ein Grund, warum die Profi-Mechaniker das ablehnten. Trotzdem hat Pedro Delgado dann doch damit die TdF gewonnen... Die Arguemnts waren halt damals schon ähnlich
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Ich habe ein Rad mit komplett innen verlegten Zügen. Ich habe den Lenker (mit integriertem Vorbau) getauscht und dafür einen Vorbau und einen Lenker gekauft (Lenker schmaler, Vorbau kürzer).
Warum hast Du keine feste Lenker-Vorbau-Kombination gekauft, sondern oldschool einen Vorbau plus separatem Lenker?
Das habe ich so nicht gesagt, sondern das sind Deine Worte.
Ich sagte, dass die spätere Anpassbarkeit des Rades an den Fahrer oder die Fahrerin keine Rolle zu spielen scheint. Dabei ging es um feste Lenker-Vorbau-Kombinationen und um Sattelstützen mit proprietären Rohrformen, wie sie heute ab der Mittelklasse üblich sind.
Warum muss man sich davon getriggert fühlen? Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass sich diese Lenker nach dem Kauf nicht mehr verstellen lassen. Offenbar spielt dieser Aspekt beim Kauf nur eine untergeordnete Rolle und ich überschätze das Bedürfnis der Radler, beispielsweise die Vorbaulänge zu verändern oder den Reach des Lenkers.
Stelle Dir das mal bei Triathlonrädern vor: Die ganze Lenker-Vorbau-Einheit wäre nur beim Kauf verstellbar und dann nicht mehr. Im Sitzpositions-Thread diskutieren wir jeden Millimeter an der Sitzposition. "Etwas höher, etwas länger...". Die gleichen Leute, die dort dankenswerterweise und kompetent Ratschläge geben, fühlen sich offenbar ins Herz getroffen, wenn man die Nichtverstellbarkeit von Rennrädern kritisiert.
Das ist für mich schwer nachvollziehbar.
Sicherheitshalber nochmal: Mir sind die Kaufentscheidungen und die Sitzpositionen einzelner Menschen vollkommen egal. Jeder soll fahren worauf und wie er will. Mir geht es ausschließlich um die Entwicklungstrends der Bikebranche insgesamt.
Ja, das mit den Lenker-Vorbau-Einheiten ist schon ziemlich absurd. Tausch kostet jedesmal einen knappen 1000er. Dazu kommt noch, dass man die Leitungen ggf. kürzen oder komplett tauschen muss, wenn man mit dem Lenker hoch oder runter will.
Die Positionsfindung durch probieren wird also richtig aufwändig, da ist getrennte Vorbau-Lenker-Kombi* schon besser. Wobei zB. der Carbon-Vorbau für Cervelo 300 Steine und der Carbon-Lenker auch nochmal 300 Steine Kostet, plus die ganze Arbeit.
Und nicht jeder kann und will am Rad alles selbst schrauben.
* Ist übrigens bei Mittelklasse-Rädern bis 6000 EUR Standard und auch vielleicht nicht schlecht. Da kann die Position finden und sich im letzten Schritt die passende Einheit kaufen.