[quote=Klugschnacker;1797722]Ich denke, dass wir uns im Radsport mit immer mehr unnützem Kram belasten.
• Glaubt jemand, er fährt mit seinen 400 Euro Radschuhen mit Carbonsohlen (habe ich selber) schneller als mit den 200 Euro Radschuhen, die wir vor 15 Jahren hatten?
Naklar, mental motivierend, mehr Spass mehr Leistung, Placebo
• Hand auf’s Herz: Hat das 1000-Euro-Powermeter an Deinem Rennrad irgend etwas an Deinem Training geändert?
Was für eine Frage...natürlich
• Was bringen aerodynamische Vorbau-Lenker-Kombinationen für 500 Euro bei Sportlern, die keine Rennen fahren?
Verbesserung in der Aerodynamik, wirtschaft wird angekurbelt, mental motivierend, siehe oben
• Wozu das Theater mit innenverlegten Kabeln, Leitungen oder Zügen durch den Lenker und das Steuerrohr (!), um bei 45 km/h ein Watt zu sparen?
Schaut einfach geil aus...bringt ein Watt bei 45 kmh...und ganz wichtig, hält den Bock sauber beim Matschgraveln...super einfach zu reinigen....
• Zu Tubeless schreibe ich jetzt nichts, aber der Krempel ist definitiv nicht zu Ende entwickelt.
• Wenn wir sämtliche Ultegra und Dura Ace Gruppen einschmelzen, und auf die 105er Gruppe "Dura Ace" schreiben würden, wären die Radsportler dieser Welt anschließend gleich schnell wie vorher.
Sehe ich das richtig: Nur 15€ mehr als der Standard-Tubolito-Schlauch und auch nur 6g schwerer? Da haben sich vermutlich nicht wenige schon teurere und schwerere Teile mit zweifelhafterem Nutzen ans Rad geschraubt.
M.
Nee, der normale Tarif ist 1€ pro Gramm Gewichtsreduktion, nicht 2.50€ pro Gramm extra. Das ist doch komplett indiskutabel.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Randnotiz, da es von Arne zur Sprache gebracht wurde. Gravaa, die Firma die das System entwickelt hat, mit dem Team Visma bei Paris-Roubaix den Reifendruck während der Fahrt verändern konnte, hat Insolvenz angemeldet.
Alles kaufen die Leute anscheinend dann doch nicht. Es gibt noch Hoffnung.
Randnotiz, da es von Arne zur Sprache gebracht wurde. Gravaa, die Firma die das System entwickelt hat, mit dem Team Visma bei Paris-Roubaix den Reifendruck während der Fahrt verändern konnte, hat Insolvenz angemeldet.
Alles kaufen die Leute anscheinend dann doch nicht. Es gibt noch Hoffnung.
Weil halt Visma damit nix gerockt hat. Ausser einmal bei Gravel Frauen, glaub ich.
Lustig ist ja, dass man diese Polemik beim Radsport mindestens bis zur ersten Kettenschaltung zurückverfolgen kann. Ich hab das mal aus Interesse recherchiert, weil ich gerade in der dramatischen Zeit der sich ausbreitenden Scheibenbremsen zum Radsport kam und da wenig Meinung hatte, aber von der tiefen Spaltung in der Szene doch fasziniert war.
Wenn irgendwann jemand für wenige Cents Aufpreis den Reifendruck messen kann und ich ne Warnung auf oderkurz vor ner Abfahrt bekomme oder bei nem langsamen Schleicher…wirklich notwendig ist das nicht, aber praktisch kann das schon sein. Und wie gesagt, kaufen musses ja keiner.
Aber Radsport hat ja viel mit Leiden zu tun, da darf schon prinzipiell nix einfacher werden.
Lustig ist ja, dass man diese Polemik beim Radsport mindestens bis zur ersten Kettenschaltung zurückverfolgen kann. Ich hab das mal aus Interesse recherchiert, weil ich gerade in der dramatischen Zeit der sich ausbreitenden Scheibenbremsen zum Radsport kam und da wenig Meinung hatte, aber von der tiefen Spaltung in der Szene doch fasziniert war.
Wenn irgendwann jemand für wenige Cents Aufpreis den Reifendruck messen kann und ich ne Warnung auf oderkurz vor ner Abfahrt bekomme oder bei nem langsamen Schleicher…wirklich notwendig ist das nicht, aber praktisch kann das schon sein. Und wie gesagt, kaufen musses ja keiner.
Aber Radsport hat ja viel mit Leiden zu tun, da darf schon prinzipiell nix einfacher werden.
Wenn irgendwann jemand für wenige Cents Aufpreis den Reifendruck messen kann und ich ne Warnung auf oderkurz vor ner Abfahrt bekomme oder bei nem langsamen Schleicher…wirklich notwendig ist das nicht, aber praktisch kann das schon sein. Und wie gesagt, kaufen musses ja keiner.
Das ist aus meiner Sicht ein gutes Argument. Ich prüfe jedoch den Reifendruck vor einer schnellen Abfahrt,
indem ich ganz kurz das Vorderrad und das Hinterrad anlupfe und dann spüre, wie hart (oder im Falle eines Schleichers: weich) die Wheels wieder auf die Straße fallen.
oder indem ich bewusst über einen Teerflicken rolle und dabei spüre, ob die Reifen genug Luft haben.
Ich weiß nicht, ob das alle so machen. Bei mir ist das in Fleisch und Blut übergegangen, da ich seit meiner Jugend ambitioniert Rad fahre. Aber wie gesagt, eine Warnung vor halb platten Reifen kann schon sinnvoll sein.
Ich weiß nicht, ob das alle so machen. Bei mir ist das in Fleisch und Blut übergegangen, da ich seit meiner Jugend ambitioniert Rad fahre. Aber wie gesagt, eine Warnung vor halb platten Reifen kann schon sinnvoll sein.
Mache ich meist auch so; das Gefühl beim überfahren von Unebenheiten ist ein recht guter Indikator, und viele erfahrene Radsportler dürften es so machen. Wenn ich allerdings die vielen Alltagsradler anschaue, die ihre Räder seltenst nachpumpen, und oft fast auf der Felge rollen ohne zu spüren, wie weich der Reifen ist, wäre das gerade für die "Nicht-Sportler" ein hilfreiches Gadget. Und vielleicht gibt es auch Rennradler mit gering empfindlichen "Popometer"...
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)