Kann ich leider bestätigen. Seit mein bester Trainingskumpel sein neues Canyon Aeroad hat (das er sehr liebt), muss ich in den Abfahrten auf ihn warten. Ich will das aber nicht verallgemeinern, n=1.
Was spricht dann dagegen, das Vorderrad zu tauschen gegen etwas beherrschbareres?
Optik? Preis?
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Es wird allmählich absurd wie neue Räder schlecht geredet werden.
Allerdings scheinen integrierte Lenker die Fahrstabilität und Beherrschbarkeit nicht zu beeinflussen.
Immerhin.
Ohne Frage. Das sehe ich sogar als Hauptpunkt. Und ich spreche niemandem sein Material ab.
Daher sehe ich das Argument "Sieht geil aus und macht mir Spass!" stichhaltiger als "Ich kaufe es mir, da ich schneller mit einem Aeroboliden von A nach B komme."
Ich hatte es schon geschrieben. Es gibt einen Test im Tour Magazin. hier und hier
"Die wesentlichen Unterschiede liegen in Sitzposition und Ausstattung, die auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sind. Die Idee dahinter sei es, die schleppenden Verkäufe der Endurance-Kategorie wieder etwas anzukurbeln, verrät Jonas Tenbrock: „Wir haben gemerkt, dass viele Kunden lieber das Xlite kauften, obwohl das Reveal besser zu ihren Ansprüchen gepasst hätte. Für sie sah das sportliche Rad einfach besser aus. Dem wollen wir mit dem Konzept des Shave nun Rechnung tragen.“"
Das spricht dafür, dass für viele Hobbyfahrer die Optik den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Sie wollen ein Bike im Profistyle.
Die Rahmen selbst unterscheiden sich oft nur um wenige Watt im Windkanal. Um einen Tour-Test zu gewinnen, braucht es nicht selten tiefe Aerowheels, die dann den eigentlichen Unterschied machen.
Das sieht optisch stark aus, was ja auch XS1CHT zu recht betont. Es hat aber auch Nachteile im Fahrverhalten, derer man sich bewusst sein sollte.
Ich dachte, die Tour testet alle Rahmen mit den gleichen Referenz-Laufrädern. Mag mich da aber irren.
Was ich leider feststellen musste: schmale Felgen sehen an modernen, glossflächigen Rahmen einfach doof aus. Das passt optisch nicht. (Falls jemand einen Satz fast ungebrauchte DT Swiss 1400er Dicut Alu-Laufräder sucht, bitte melden).
Ob es dann wirklich 60mm sein müssen, kann man diskutieren. Ich bin mit 45ern glücklich.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Es wird allmählich absurd wie neue Räder schlecht geredet werden.
Tiefe Aerowheels sind für mich nichts neues. Wir reden hier ständig darüber, insbesondere über deren Verhalten bei Seitenwind.
Zitat:
Zitat von sabine-g
Allerdings scheinen integrierte Lenker die Fahrstabilität und Beherrschbarkeit nicht zu beeinflussen. Immerhin.
Die Integration selbst hat aus meiner Sicht keine negativen Auswirkungen auf das Fahrverhalten.
Jedoch würde es mich interessieren, ob bei meinem Trainingskumpel das Fahrverhalten im Wind von einem etwas längeren Vorbau profitieren würde. Wenn ich hinter ihm fahre und sein Rad beobachte, sieht das komisch wackelig aus. Klar, das Vorderrad bewegt sich etwas im Wind, aber die Bereitwilligkeit, mit der das ganze Bike diese Bewegungen mitmacht, ist aus meiner Sicht seltsam.
Das ist das, was ich mit meinen eigenen Augen sehe. Wenn es ausschließlich als innere Verweigerung bestimmter Räder rüber kommt, tut es mir leid. Falls es hilft: Ich fahre selber ein Canyon mit Aerowheels und tue das weiß Gott bei schweren äußeren Bedingungen. Ich weiß, wovon ich rede.
Der Spaß ist mir etwas abhanden gekommen, seit es unzuverlässige Bremsscheiben und elektr. Schaltungen und komplizierte Cockpits gibt.
Am liebsten fahre ich deshalb mein Radon Spire aus 2015.
Einfach draufsetzen und los ... das macht Spaß.