Ansonsten geht es heute wieder los mit der Rennerei. Mitte Mai ist Rennsteiglauf. Wenn ich bis Ende März stabile 40 Wochenkilometer hinbekomme, sollten bis Ende April auch 55 km gehen. Dann gehen auch 72 km.
Das klingt für mich nach 72km aua. Ausserdem ist der doch jetzt offiziell 74km lang
Aber wenn Du den mit so wenig Wochenkilometern einigermassen sauber durchläufst, bin ich schwer beeindruckt.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
2 Kilometer mehr oder weniger ist doch wumpe. Und wer hat was von sauber laufen gesagt?
Die Rechnung ist einfach: 30 km bis zum großen Beerberg. Das läuft sich so weg. Geht eh nur bergauf und die Gegend kenne ich aus den efeff.
Dann Fokus auf die nächsten 20 Kilometer. Oder besser 2 x 10. Hört sich besser an. Dann ist man schon bei 50. Unterwegs viel Haferschleim und wenig Regen.
Bleibt noch ein guter Halbmarathon. Das geht immer.
Im Ernst: Mehr als 60 Wochenkilometer bekomme ich nicht regelmäßig hin, wenn ich auch noch schwümmen und radeln will, d.h. 1x30 1x20 und 1x10.
Ich war vor einigen Jahren beim Rennsteig-Non-Stop am Start. Das war böse. Start war abends und die Nacht hindurch ging es viel über schwerst verwurzelte Wege und böse Stellen, die nur mit Stirnlampe bewaffnet doppelt anstrengend sind. Die Nacht habe ich einigermaßen gewuppt und bei Halbzeit auf der "ich mache weiter"-Hälfte im Verpflegungszelt gesessen.
Das ging halbwegs gut bis zum Rondell. Ich hätte den Aufstieg zur Schmücke davor gehen und nicht laufen sollen und war unglaublich langsam. Bis zum Grenzadler hat sich das dann ewig gezogen und der Gedanke and weitere 50-60 Kilometer war gruselig. Ich wollte diese nicht wandern und habe das Rennen dann aufgegeben. Bei 100 km war damals für mich das Maximum an Spaß erreicht. Damals habe ich mir auch jeden Schei** zugetraut. Heute bin ich älter.
2...Im Ernst: Mehr als 60 Wochenkilometer bekomme ich nicht regelmäßig hin, wenn ich auch noch schwümmen und radeln will, d.h. 1x30 1x20 und 1x10.
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Naja, 30/20/10 klint schon mal wie ein guter Plan bei nur drei möglichen Einheiten. Da hast Du zwei längere Läufe drin - wenn die geschmeidig im Training gehen, und das mit Höhenmetern, kommst Du sicher bis km 50 gut hin. Gibt ja wohl auch in der Ultrläuferszene einige, die nur kurze Einheiten machen und vielleicht ein wenig Kraft dazu.
Ich wünsch Dir gutes Gelingen.
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Noch ist das nur ein vager Plan. Mein Herz hängt aber schon an solchen Aktionen und letztes Jahr bin ich die ersten 10 km mit dem Hauptfeld mit und konnte mich nur schweren Herzens auf den Rückweg nach Hause machen.
Immerhin konnte ich so Anett, die auch mal den Flair des Rennsteig-Ultras kosten wollte, die Hangsteine zeigen.
Diese sind möglicherweise das unbekannteste geologische Highlight in der Gegend. Entdeckt habe ich diese von einem offiziellen Aussichtspunkt auf der anderen Seite des Tals. Der Zugang ist aber nicht markiert, da hier Greifvögel brüten und auch das Klettern in dieser Zeit verboten ist. Der Wald rund um die Wartburg und einige andere heutige Forstgebiete ist noch nicht so irre alt und früher gab es hier etliche Kletterfelsen, die heute wegen Baumschatten und Moosbildung nicht mehr bestiegen werden. Die Hangsteine sind meines Wissens die zweithöchsten Kletterfelsen des Freistaats und sehr beeindruckend, wenn man oben steht. Ein Bank gibt es da auch und sicher auch ein paar Sicherungspunkte. Eine Route heißt "Quark Sahne", zu Ehren des Konditors Brühheim, der, so schlussfolgere ich mal, auch Kletterer sein muss. Auch, weil er, genau wie ich damals, ein Tandem besaß oder noch besitzt. Dieses ist deutlich schnittiger als das meinige und zudem mit einer Rohloff-Nabe ausgerüstet. Leider wollte er mir dieses für SiS ("Schlaflos im Sattel". Kennt das jemand???) nicht leihen und so musste ich wohl oder übel an meinem Gefährt alles choppen, was nicht mit Waldwegen kompatibel ist. Schutzbleche. Gepäckträger. Klingel.
...SiS ("Schlaflos im Sattel". Kennt das jemand?...
Natürlich(?), ich war mindestens einmal gemeldet, konnt dann aber wie so oft kurzfristig nicht.
Das fiel so in die Zeit bis 2007, wo ich mich so gut wie jedes WE irgendwo angemeldet hatte, aber erst freitags sich entschied, ob ich Samstag frei haben kann und entsprechend wirklich teilnehmen.
Allerdings verorte ich die Veranstaltung (jedenfalls die, wo ich in Wien teilnehmen wollt) im Singlespeedbereich, daher ist mir nicht ganz klar, was du mit nem Doesentandem dort ausrichten wolltest.
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Grundsätzlich ist SiS eher ein Festival mit MTBs ohne Zeitmessung und so Gedöhns. Die Location ist im Erdbeertal, ohne Funknetz und nur einer beschränkten Anzahl von Zeltplätzen. Wie früher beim Festival auf der Lott nur ohne Bandprogramm.
Zum telefonieren musste ein paar Hundert Meter das Tal runter zum Teich/Schwimmbad gehen.
Der Start ist kurz vor Sonnenuntergang mit dem Schwur, sich allseits kollegial zu verhalten, um dem Blitz beim Schei**en zu vermeiden. Auf welchen Rad man fährt ist grundsätzlich egal, aber es gibt eine Tandemwertung.
Die Strecke führt halbwegs erträglich immer weiter bergauf und dann auf einem Singetrail im Zickzack downhill in den Campground und die Start/Zieldurchfahrt. Und an den freundlich lächelnden Sanitätern vorbei.
Es gibt einige, die dort runter schieben und auf dem Tandem muss man vorne viel arbeiten und hinten viel Vertrauen in die Fähigkeiten des Captain haben. Zielschluss ist irgendwann bei Sonnenaufgang.
Ich war das erste Mal mit einem Caba-Freund dort. Alex hat trotz eines Belohnungsschlucks Beaujolais nach jeder Runde permanent rumgezickt und ist einige Teilstücke immer nebenher gelaufen. Das Wetter war auch nicht gut zum Material, also haben wir nach ein paar Runden das Zelt aufgesucht.
Ein paar Jahre später erfolgte seine Rache und ich musste auf seinem Paris-Brest-Paris erprobten Tandem den Stoker machen. Berg runter habe ich einfach das Denken ausgeschaltet und stur gerade aus geschaut. Auch hier nach ich paar Runden Feierabend wegen Ermattung des Fahrers. Vielleicht besser so.
Ok, dann meinst du ne andere Veranstaltung. Die in Wien haben sie an unterschiedlichen Locations durchgeführt, ich erinnere mich an einmal im Park und einmal in nem übers Wochenende dafür gesperrten Parkhaus.
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Bei Wien war ich mal beim Wildsau-Dirt-Run am Start. Mannometer. Alle Cabas im Dirndl. Ich auch.
Unglaubliche Topografie. Den einzigen halbwegs ebenen Weg hatten die mit frisch gefällten Bäumchen drapiert. Die "Killing-fields" nach jeder Runde waren da die reinste Erholung. Bis auf die Rampe aus einer sehr großen tritschnassen Siebdruckplatte. Wenn man da nicht mit vollster Konsequenz hoch ist, lag man kurz vor Erreichen des Endes doch wieder auf der Nase und ist runter gerutscht.
Das Lagerfeuer danach war mit großem Abstand der mächtigste Haufen, den ich jemals habe im Wald brennen sehen.