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Merkst also, wo das eigentlich Problem liegt? Das ist nicht der CEO und auch nicht die 44 Mio. Das Problem ist die Gier der Aktionäre und die Tatsache, dass denen völlig egal ist, wo die Kohle in dem Laden her kommt. Darren Woods kannst du vorwerfen, dass er in der falschen Branche arbeitet und das er das falsche Wertesystem hat. Das er nen schlechten Job gemacht hätte, kannst du ihm jedoch nicht vorwerfen. Im Gegenteil.
Er ist Angestellter und macht, wofür er angestellt ist: Geld vermehren. Das ist sein Job.
Wir haben letztendlich ein Systemproblem. Ein System, von dem wir alle recht gut profitieren.
Ich höre gerade, falls sich Trump Grönland aneignet, will er jegliche Klimaforschung dort beenden. Und er wird es bekommen. Und viele werden jubeln $$$$$$$$$$$$$$$$$$$
Ziemlich offtopic, und Eigentlich war es nur exemplarisch und halt ein besonders heftiges Missverhältnis.
Aber gut, Dann geben wir doch gerne jedem, der seinen Job gut bzw sehr gut macht paar millioenchen, der intensivschwester genau so wie dem Altenpfleger.
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Ziemlich offtopic, und Eigentlich war es nur exemplarisch und halt ein besonders heftiges Missverhältnis.
Aber gut, Dann geben wir doch gerne jedem, der seinen Job gut bzw sehr gut macht paar millioenchen, der intensivschwester genau so wie dem Altenpfleger.
Um Gottes Willen - die zwei sind doch keine Key Risk Takers, die kann man doch einfach ersetzen, am besten glecih durch Pflegeroboter, die motzen wenigstens nicht rum, wenn sie am Wochenende oder Weihnachten arbeiten müssen.
So ein Spitzenmanager ist nicht so leicht zu finden, da muss man schon mit guten Gehältern locken, für popelige 20 Mille im Jahr würde der den Job sicher nicht machen, tut mir leid, das sind leider die Marktpreise und überhaupt, der shareholder value!
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Wenn Versicherungen für Unternehmen und insbesondere für Jedermann teurer oder in manchen Gegenden sogar unmöglich sind? Sollen dann Versicherungen gezwungen werden, Policen anzubieten? Oder Schäden per Steuerzahler auf alle Schultern umverteilen? Oder Pech gehabt?
Kleine Ergänzung: Immobilien, die nicht mehr versicherbar sind, fallen als Sicherheit für Darlehen weg.
Baut man ein Haus mit einem Kredit von der Bank, oder kauft ein Haus mit Kredit von der Bank, dann stellt das Haus selbst die Sicherheit für die Bank dar. Eine Voraussetzung dafür ist, dass das Haus versichert ist. Für ein nichtversicherbares Haus bekommt man keinen Kredit.
Dadurch kommt eine Kaskade in Gang. Was zunächst als alleiniges Problem der Versicherer erscheint, wird auch für die Finanzbranche und die Baubranche zum Problem. Es folgen eine Verknappung des Wohnraums und steigende Mieten. Und so weiter.
Nach erster Recherche hat der Laden den Eigentümern einen Vermögenszuwachs von 20% (Marktkapitalisierung) und 8% Cash Rendite gebracht. […] Das Darren Woods nen schlechten Job gemacht hätte, kannst du ihm jedoch nicht vorwerfen. Im Gegenteil.
ExxonMobil hat 72.000 Mitarbeitende und ist wirtschaftlich erfolgreich. Wie folgerst Du daraus, die Einzelperson Darren Woods habe einen guten Job gemacht?
Die beschriebene Problematik bei den Hausversicherungen lässt sich ausgerechnet in den USA und exemplarisch ausgerechnet in Florida studieren, denn gewisse Versicherung für beliehene usw Häuser sind in den USA meines Wissens Pflicht und die Beiträge steigen und steigen, jede Menge Artikel dazu
Kosten des Klimawandels an einem Fokusbeispiel, kann man sich gern wegerklären oder anders erklären
m.,
Für mich irgendwie eindringlicher war ein NY Times Artikel über die Probleme des Weinanbaus im Napa Valley durch Klimawandel, aber das könnte als zynische Anlage Empfehlung für Opus One gedeutet werde.
ExxonMobil hat 72.000 Mitarbeitende und ist wirtschaftlich erfolgreich. Wie folgerst Du daraus, die Einzelperson Darren Woods habe einen guten Job gemacht?
Ich finde schon, dass man das folgern darf, auch wenn das eine echt komplexe Fragestellung ist. Als CEO hat er aber erstmal die formale Gesamtverantwortung und entscheidet über zentrale Punkte wie Strategie, Personal an Schlüsselstellen, unternehmerisch Risikoentscheidungen bzw. verantwortet sie auf jeden Fall.
Insofern verantwortet er, bei begrenztem Einfluss, dennoch zentral Erfolg und Misserfolg des Unternehmens. Erfolg ist dann Managementverantwortung, Misserfolg ist Managementversagen. Das ist Teil des Deals, Du bekommst Macht und Geld für Verantwortung. Wenn Exxon jetzt pleite wäre, wäre ja auch nicht richtig zu sagen, der CEO kann nicht wesentlich dafür verantwortlich gemacht werden, weil er nur einer von 72.000 MitarbeiterInnen ist. Erfolg zu kollektivieren und Misserfolg zu indiviualisieren ist ja nicht wirklich fair. Wenn Du in so eine Position gehst, verantwortest Du halt Dinge auf die Du nur sehr begrenzt Einfluss hast, das ist Segen und Risiko zugleich.
Aber der Erfolg entsteht natürlich durch tausend Entscheidungen, viele Kompetenzen, lokale Intelligenz, ohne funktionierende Teams nützt die beste Strategie nichts. Wie will man das nun fair einordnen ?
Ich hätte da vielleicht das Bild eines hochklassigen Orchesters, das natürlich die Musik produziert, aber letztlich trägt der Dirigient eine zentrale Verantwortung für die Aufführung. Alle bringen da an dem Abend eine individuelle Höchstleistung. Am Ende wird man in einer positiven Konzertkritik dennoch den Dirigenten herausheben und nicht die Streicher. Und in einem Konzertveriss wird der Dirigent auf jeden Fall eine zentrale Verantwortung bekommen. Jedenfalls habe ich noch keine Kritik gelesen, in dem stand, dass der Dirigent ja nach Kräften bemüht habe, mit diesem Haufen aber ja nichts anzufangen gewesen sei. Und das ist wahrscheinlich auch in den meisten Fällen stimmig, weil wenn der Dirigent einen miesen Tag hat, wird das Ganze wahrscheinlich nicht wirklich gut, egal wie sich die anderen anstrengen. Indispositionen einzelner Musiker hingegen sind kompensierbar. Erfolg ist aber nur als Kollektiv möglich,
Also insofern vielleicht nicht Ehre, wem Ehre gebührt, aber Verantwortung wer sie halt qua Amt inne hat. Und deshalb auch Anrecht auf einen exponierten Teil des Erfolges.
Das ist ja schon off topic und beim Gehalt wirds noch schlimmer. Ich würde den exxon Job jedenfalls nicht machen wollen, auch nicht für 80 Mille. Und nicht nur, weil ich es nicht könnte.
ExxonMobil hat 72.000 Mitarbeitende und ist wirtschaftlich erfolgreich. Wie folgerst Du daraus, die Einzelperson Darren Woods habe einen guten Job gemacht?
Garnicht, weil ich nicht auf die Idee kommen würde das in die selbe Kategorie zu stecken. Aus meiner Sicht arbeiten nur wenige, insbesondere das C-Level am Unternehmen, während der allergrößte Teil im Unternehmen arbeitet.
Die Qualität der Arbeit von Woods & Co wird deshalb auch von den Aktionären bewertet. Wenn du so möchtest sind Woods & Co eigentlich in der Finanzbrache tätig.
Das schlägt sich auch in der Struktur der 44 Mio wieder. Das Grundgehalt sind ca. 1,9 Mio. 4,8 Mio sind so Kurzfristsachen wie z.B. Cashflow Ziele.Der größte Batzen sind RSU (Restricted Stock Units) ca. 31,8 Mio. Also Aktien, die er erst nach 5 Jahren bzw. 10 Jahren oder erst im Ruhestand verkaufen darf. Dann kommen noch n paar Sachleistungen und Pensionsansprüxhe dazu. Insgesamt ist der Cash Anteil also gering im Vergleich zum bin Cash Anteil.
Aber der Punkt ist doch ein anderer: Anstatt Personen wie Woods zu unterstellen, sie hätten irgendwas nicht verdient, würden mich Vorschläge interessieren, wie man die Finanzmärkte dazu bringen könnte, Nachhaltigkeitsbestrebungen zu honorieren.
Die EU macht das schon was, z.B. Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung in den Bilanzen (CSRD und Lieferkettengesetze CSDDD). Für Exxon EU gilt das bereits ab 2025 für jede EU Tochter. Für den Gesamtkonzern gilt das in der EU auf der Eben der Töchter dann in Form der Konzernberichterstattung.
Das wird m.E. sehr wohl Einfluss auf den Unternehmenswert haben. Es stehen Strafen bis 5% des Gesamtumsatzes im Raum, Bewertungsabschläge, erhöhte Kapitalkosten oder Verlust von Wachstum im EU Raum für chemische Produkte.