Weder der Kommunismus noch der "Antikapitalismus" rufen dazu auf, Stromleitungen durchzuschneiden.
Wir diskutieren hier über ein sehr kapitalistisches Land, das ein anderes Land überfallen und dessen Präsidenten entführt hat. Wir sind aus meiner Sicht näher am Thema, wenn wir über die "häßliche menschenverachtende Fratze" des Kapitalismus sprechen. Es geht bei dieser Entführung nicht um eine anzustrebende gesellschaftliche Utopie, sondern um finanzielle Interessen, die mit Gewalt durchgesetzt werden.
"DER Kommunismus" ruft zu gar nichts auf, aber in diesem Falle scheint es ja offenbar eine Terrogruppe zu sein, die linksextrem ausgerichtet ist, also um einen "häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus".
Es ging auch den Alliierten 1945 um handfeste Eigeninteressen, die sie mit Gewalt durchgesetzt haben, wofür zwar ich (1969 im Westen geboren) sehr dankbar bin, da ich von den Folgen profitiert haben, die Opfer der Bombenangriffe und ihre Nachfahren sehen das sicherlich etwas differenzierter. Insofern vertritt Trump hier auch keine andere Politik als ein Roosevelt, Churchill oder Stalin - was seine Politik nicht besser macht.
In diesem aktuellen Fall, was also die Trump-Administration veranstaltet, wäre ich schon mal zufrieden, wenn unser BK klar benennt, was es ist. In einem weiteren Schritt könnten das geschlossen die EU-Oberen tun. Stattdessen treten sie halbgar auf, das wird Trump gefallen, wenn nicht gar ermutigen.
Ja. in einer idealen Roman-Welt wäre es so. Aber: Diplomatie ist nicht die Kunst der ehrlichen stolzen Haltung, sondern zuallererst der Schutz der Interessen des Landes, besonders gegen solchen viel stärkeren Mächten, die dem Land massiv schaden könnten. Und aktuell dürfte es besser sein, halbgar zu bleiben und abzuwarten. Völkerrecht ist ein schönes Ideal, das aber völlig wertlos ist, solange es keine neutrale Macht gibt, die es mit militärischer Gewalt gegen jeden durchsetzen kann.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Das sehe ich auch so. Frage mich aber immer, hat dieser Wandel nur funktioniert, weil die Alliierten das ganze Land in Schutt und Asche gelegt haben? Ich persönlich befürchte, nur mit dieser drastischen Maßnahme war es möglich relativ nachhaltig die Bevölkerung zu überzeugen, dass das bisherige System nicht funktioniert hat.
Was funktioniert bestimmen im Übrigen die US-Amerikaner, s. z.b. Chile, auch Vietnam.
Es geht gar nicht um funktioniert oder nicht, es geht darum passt es der US Regierung oder nicht (zumindest dann halt ab 45).
"DER Kommunismus" ruft zu gar nichts auf, aber in diesem Falle scheint es ja offenbar eine Terrogruppe zu sein, die linksextrem ausgerichtet ist, also um einen "häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus".
Nein.
Ich kann Dir einen Sack voll christlicher Spinner präsentieren, die hunderte Menschen umgebracht haben. Allein der fromme Quatschkopf Paul Mackenzie hat 400 Menschen auf dem Gewissen. Würdest Du akzeptieren, dass er für "das Christentum" steht und dessen "hässliche menschenverachtende Fratze" belegt?
Es ging auch den Alliierten 1945 um handfeste Eigeninteressen, die sie mit Gewalt durchgesetzt haben, wofür zwar ich (1969 im Westen geboren) sehr dankbar bin, da ich von den Folgen profitiert haben, die Opfer der Bombenangriffe und ihre Nachfahren sehen das sicherlich etwas differenzierter.
Gewalt gutzuheißen, wenn man sich auf der Seite der Profiteure sieht, ist schwierig. Deinen relativierenden Nachsatz finde ich daher wichtig. Gerade wenn man das Verhalten der Amerikaner aus der Sicht der Menschen von Hiroshima oder Nagasaki sieht.
Ja. in einer idealen Roman-Welt wäre es so. Aber: Diplomatie ist nicht die Kunst der ehrlichen stolzen Haltung, sondern zuallererst der Schutz der Interessen des Landes, besonders gegen solchen viel stärkeren Mächten, die dem Land massiv schaden könnten. Und aktuell dürfte es besser sein, halbgar zu bleiben und abzuwarten. Völkerrecht ist ein schönes Ideal, das aber völlig wertlos ist, solange es keine neutrale Macht gibt, die es mit militärischer Gewalt gegen jeden durchsetzen kann.
Bekomme ich dann demnächst erklärt, warum es für Grönland besser ist, wenn es von den USA übernommen wird? Von einem guten Deal, einem Kompromiss, der für alle Beteiligten das Beste darstellt? Höre ich staunend, dass es jetzt erst mal das Wichtigste ist, dass die Bevölkerung eine sichere Zukunft hat?
Was mich am meisten ärgert, dass offensichtlich niemand die Eier hat, diesen orangenen Hitler auszubremsen.
Wer sollte das auch und wieso?
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Um ihm seine Grenzen aufzuzeigen. Wenn erstmal US Soldaten in Grönland landen, dann ist es zu spät, oder meinst du wir sollten dann einen Krieg gegen die USA führen?