Das sehe ich auch so. Frage mich aber immer, hat dieser Wandel nur funktioniert, weil die Alliierten das ganze Land in Schutt und Asche gelegt haben? Ich persönlich befürchte, nur mit dieser drastischen Maßnahme war es möglich relativ nachhaltig die Bevölkerung zu überzeugen, dass das bisherige System nicht funktioniert hat. Mit anderen Worten, sie haben uns (zumindest für eine gewisse Zeit) den Faschismus aus den Hirnen gebombt. Langsam scheinen die Schrecken des 2. WK zu verblassen und die hässliche Fratze des Faschismus wird auch in Deutschland wieder sichtbar.
Bedeutet aber leider auch, ein wirklicher Systemwechsel funktioniert von außen vermutlich nur mit richtig viel Gewalt. Will man das?
Das sehe ich auch so. Frage mich aber immer, hat dieser Wandel nur funktioniert, weil die Alliierten das ganze Land in Schutt und Asche gelegt haben? Ich persönlich befürchte, nur mit dieser drastischen Maßnahme war es möglich relativ nachhaltig die Bevölkerung zu überzeugen, dass das bisherige System nicht funktioniert hat. Mit anderen Worten, sie haben uns (zumindest für eine gewisse Zeit) den Faschismus aus den Hirnen gebombt. Langsam scheinen die Schrecken des 2. WK zu verblassen und die hässliche Fratze des Faschismus wird auch in Deutschland wieder sichtbar.
Bedeutet aber leider auch, ein wirklicher Systemwechsel funktioniert von außen vermutlich nur mit richtig viel Gewalt. Will man das?
DE war vorher ein Land von Einstein, Heisenberg u.a., von hochrangigen Wissenschaftler, Künstlern und Intellektuellen. Was die Alliierten und auch Russland veranstalten war eher eine Regime Re-Change.
Das sehe ich auch so. Frage mich aber immer, hat dieser Wandel nur funktioniert, weil die Alliierten das ganze Land in Schutt und Asche gelegt haben?
Das ist nur ein Teil. Der andere, wesentliche Teil war, daß sie danach blieben, und das Land mitgestaltet bzw. die Bevölkerung mit (um)erzogen haben, und darauf achteten, wer im Land das Sagen hat. Im Westen hat es zu einer erfolgreichen Wirtschaft und Demokratie geführt, im Osten zu einer erneuten Diktatur, wenn auch anderer Färbung.
Das mit "Faschismus aus den Hirnen bomben" klingt nett - funktioniert aber m.M.n. genauso wenig, wie Israel den antisemitischen Vernichtungswillen der Hamas in Gaza nicht durch den Krieg ändert. Man kann solche Gedankenwelten nur einhegen, mit harter Hand unterdrücken und ggf. durch Umfokussierung auf den eigenen Wohlstand und Vorankommen in den Hintergrund rücken.
Zitat:
Zitat von TriBlade
Langsam scheinen die Schrecken des 2. WK zu verblassen und die hässliche Fratze des Faschismus wird auch in Deutschland wieder sichtbar.
Ebenso, wie die häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus und Antikapitalismus wieder sichtbar wird, gerade zur Zeit z.B. in Berlin.
Zitat:
Zitat von TriBlade
Bedeutet aber leider auch, ein wirklicher Systemwechsel funktioniert von außen vermutlich nur mit richtig viel Gewalt. Will man das?
Gewalt ist nötig, um Gewalt einzuheben - aber kein ausreichendes Kriterium. Für einen erfolgreichen Systemwechsel braucht man einen Kulturwandel, was deutlich schwieriger ist, und nur möglich, wenn man es schafft, das Denken vieler Menschen zu ändern (außer das Denken war vorher schon richtig, aber durch den Staat und mit Gewalt unterdrückt, wie es in vielen Diktaturen der Fall ist).
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Ebenso, wie die häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus und Antikapitalismus wieder sichtbar wird, gerade zur Zeit z.B. in Berlin.
Weder der Kommunismus noch der "Antikapitalismus" rufen dazu auf, Stromleitungen durchzuschneiden.
Wir diskutieren hier über ein sehr kapitalistisches Land, das ein anderes Land überfallen und dessen Präsidenten entführt hat. Wir sind aus meiner Sicht näher am Thema, wenn wir über die "häßliche menschenverachtende Fratze" des Kapitalismus sprechen. Es geht bei dieser Entführung nicht um eine anzustrebende gesellschaftliche Utopie, sondern um finanzielle Interessen, die mit Gewalt durchgesetzt werden.
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Ebenso, wie die häßliche menschenverachtende Fratze des Kommunismus und Antikapitalismus wieder sichtbar wird, gerade zur Zeit z.B. in Berlin.
Gewalt ist nötig, um Gewalt einzuheben - aber kein ausreichendes Kriterium. Für einen erfolgreichen Systemwechsel braucht man einen Kulturwandel, was deutlich schwieriger ist, und nur möglich, wenn man es schafft, das Denken vieler Menschen zu ändern (außer das Denken war vorher schon richtig, aber durch den Staat und mit Gewalt unterdrückt, wie es in vielen Diktaturen der Fall ist).
In diesem aktuellen Fall, was also die Trump-Administration veranstaltet, wäre ich schon mal zufrieden, wenn unser BK klar benennt, was es ist. In einem weiteren Schritt könnten das geschlossen die EU-Oberen tun. Stattdessen treten sie halbgar auf, das wird Trump gefallen, wenn nicht gar ermutigen.
Weder der Kommunismus noch der "Antikapitalismus" rufen dazu auf, Stromleitungen durchzuschneiden.
Doch, solche Anschläge wenden sich sehr wohl gegen das System "Kapitalismus"; im aktuellen Bekennerschreiben steht was von Kampf gegen die "imperiale Lebensweise", was für mich ganz nahe am kommunistischen Kampf gegen den Imperialismus ist.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Wir diskutieren hier über ein sehr kapitalistisches Land, das ein anderes Land überfallen und dessen Präsidenten entführt hat. Wir sind aus meiner Sicht näher am Thema, wenn wir über die "häßliche menschenverachtende Fratze" des Kapitalismus sprechen.
Der Angriff hat nichts mit einer unterstellten (und m.M.n. falsch unterstellten) "häßlichen Fratze des Kapitalismus" zu tun, sondern mit Macht. Die USA tut dies aus reinem Eigeninteresse und weil sie es kann, nicht um den Kapitalismus oder sonst eine Ideologie durchzusetzen. Sieht man auch daran, daß erst mal Maduros Vize weiter regieren kann. Das ist ein großer Unterschied zu den Illusionen im Irak-Krieg, dort die Demokratie voranzubringen. Soll natürlich nicht heißen, daß es eher gerechtfertigt oder richtig ist, nur ehrlicher, wie keko es schrieb.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Es geht bei dieser Entführung nicht um eine anzustrebende gesellschaftliche Utopie, sondern um finanzielle Interessen, die mit Gewalt durchgesetzt werden.
Richtig, da stimme ich zu, finanzielle und politische Interessen. Ich bin auch sicher, daß z.B. die Drogen-Argumentation kaum zu beweisen sein wird, sondern die über die Jahre immer extremer antiamerikanische Politik von Chavez und Maduro den eigentlichen Grund darstellen, obwohl davor lange Jahre beste Harmonie herrschte. Die USA möchte keinen so verbissenen Feind im Hinterhof haben, wenn sie sich zunehmend um China kümmern müssen. Kuba reicht ihnen schon.
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