Klar gibts noch andere Baustellen, aber wenns mit Pullboey 15s / 100m schneller geht, dann muss es ja doch irgendwie an der Wasserlage liegen..
Spricht erstmal tatsächlich für die fehlende Wasserlage. Ob man die Baustelle allerdings mit Beinschlag hinbekommt, stelle ich mal in Frage.
Trotzdem muss das Beinschlagtraining nicht per se schlecht sein. Wie schon öfter angemerkt, bin ich ein Fan von abwechslungsreichem Training. Vor allem in der aktuellen Trainingsphase kann man auch mal was anderes machen, um das Wassergefühl zu verbessern. Ich würde es aber nicht in jedes Training einbauen.
Zitat:
Zitat von jojo84
Das mit dem Schwimmtrainer habe ich auf dem Plan für 2026. Ich hatte hier im Schwimmverein angefangen, da ist es aber eher so, dass jeder sein Ding macht, man teilt sich die Bahn, quatscht ein bisschen, aber ist eher freies Schwimmen. Nur wenn man in die WK-Mannschaften geht, ist es strukturierter. Aber es gibt hier Sportstudenten, die persönliches Training anbieten, das wäre eine Option.
Nichts gegen Sportstudenten , aber suche dir einen, der schon länger schwimmt als er studiert
Zitat:
Zitat von jojo84
Aufgrund einer Erkältung musste ich zwei Wochen mit Schwimmen pausieren. Heute wieder eingestiegen. Für den Kopf hat die Pause wohl gut getan. Keinerlei Atemprobleme heute. So sah mein Programm aus mit Equipment:
- 200m einschwimmen 2:00
- 4x50 Technik (catch-up, einarmig)
- 4x50 1:40
- 2x100 Pull-Buoy 1:45
- 2x100 1:50
- 1x100 Schnorchel 1:55
- 4x50 1:40
- 2x100 Pull-Buoy 1:45
- 200m ausschwimmen 2:00
Den Schnorchel habe ich heute zum ersten mal probiert. Die Idee war, dadurch besser am Catch zu arbeiten und zu kontrollieren, ob ich den Arm richtig anstelle, anstatt mich auf das Atmen zu fokussieren. Der Schnorchel hat mich aber überaschenderweise deutlich langsamer gemacht.
Mit dem Pull-Buoy hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass so sich Schwimmen anfühlen muss. Ich hätte gefühlt ewig weiter meine Bahnen ziehen können - das Atmen war leicht, die Gleitphase hat sich gut angefühlt, die Arme fast ohne Anstrengung.
Ist das ein repräsentatives Training oder nur ein "ich muss wieder ins Training einsteigen"-Training? Da sind ja alle Intervalle munter gemischt. Welches Pausen machst du denn? Schwimmst du die Intervalle rein auf Zeit oder versuchst du, die technisch sauber zu schwimmen?
Tipp 1: Rückenbeine mit Flosse (mit Abschlag in der Luft)
Tipp 2: Beine vari, mit Flossen, sprich Rechte und Linke Seitenlage, mal mit Kraul, mal mit Delfin Beinschlag
Tipp 3: Kraul Paddels OHNE Pullboy (erstmal kurze Strecken wie 20 x 50)
die ganzen onlinetipps bringen halt wenig.
Ideal wäre , Videomaterial zu erstellen, dass Dich unter Wasser zeigt, am besten ohne das Du es bemerkst in Deinem Wettkampftempo, nur eingeschwommen.
Danach kann man analysieren und nach Technikfehlern gruppieren.
Die Fehler dann einem nach dem anderen nach Tempogewinn analysieren.
Dann Volumen auf den Prüfstand, bei zweimal die Woche 2000 meter wird nicht viel passieren.
Was ich für wichtig erachte, ist einmal die Woche im anvisierten Racepace zu schwimmen. Dabei die beste Technik auspacken und solange schwimmen, biss die Technik leidet.
Dann ausschwimmen und nach Hause....(es bringt nicht, wenn Du dann noch 1000 Meter durchballerst, ohne gescheite Technik, Du etablierst dann einfach nur schlechtes Schwimmen und das erlente saubere Schwimmen zuvor wird sabotiert) Ich würde dann einfach häufiger gehen, damit das Volumen an sauberem schwimmen steigt)
Diese Einheit dann analysieren in TP oder so...Tempo, Zuganzahl usw.
In Kombination mit gezielten Techniktraining nach Analyse der Fehler, sollte hier ein Speed und oder Effiziensgewinn sichtbar sein.
Bei uns im Vereinstraining sind die wenigsten Schwimmer schneller geworden, nach zwei Jahren sind 98 % immer noch in der gleichen Tempigruppe wie zu beginn.
Trainer ist dabei, Flossen wird immer mächtig geschwommen (die meisten Krampfen), immer alles zu schnell, und manchmal 30 min. nur Technik, aber halt tausend Übungen....und keine an die individuelle Schwäche des Athleten angepasst
Arnes Schwimmvideo ist ja hervorragend anzuwenden für das PB 15 Sekunden schneller Problem...ich tippe eher, dass durch das ausschalten des Beinschlags einfach die Anker hinten weggenommen werden. Das dann alles easy ist und locker geschwommen werden kann, wäre ein Indikator für zu starken Beinschlag ohne Vortrieb, der Kraft und Tempo kostet.
Ja, ein guter Schwimmtrainer ist mega wichtig! Und da gibt es eklatante Unterschiede.
Wir haben uns zu dritt ein paar Stunden bei einem Top-Trainer genommen. Er hat uns anfangs die ganzen Stunden im Baby(!)becken Wasserlagen-Übungen "schwimmen" lassen und wir mussten sie so lange machen, bis ALLE es konnten.
Mir sind nach diesen Trainingsstunden die Arme abgefallen. Aber nach 3 Einheiten war es wie eine Offenbarung! Ich wusste danach, was Wasserlage und Wasser-greifen ist. Schwimmen ging dann von selbst.
Das konnten die vielen Trainer vorher nicht im Ansatz hinkriegen.
Ja, ein guter Schwimmtrainer ist mega wichtig! Und da gibt es eklatante Unterschiede.
Wir haben uns zu dritt ein paar Stunden bei einem Top-Trainer genommen. Er hat uns anfangs die ganzen Stunden im Baby(!)becken Wasserlagen-Übungen "schwimmen" lassen und wir mussten sie so lange machen, bis ALLE es konnten.
Mir sind nach diesen Trainingsstunden die Arme abgefallen. Aber nach 3 Einheiten war es wie eine Offenbarung! Ich wusste danach, was Wasserlage und Wasser-greifen ist. Schwimmen ging dann von selbst.
Das konnten die vielen Trainer vorher nicht im Ansatz hinkriegen.
War mega dankbar dafür.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :-)
'Problem ist nur einen guten Trainer zu finden, darf ich fragen welcher Trainer das war?
Was ich für wichtig erachte, ist einmal die Woche im anvisierten Racepace zu schwimmen. Dabei die beste Technik auspacken und solange schwimmen, biss die Technik leidet.
Solange die Technik nicht passt, macht es aus meiner Sicht - für einen Anfänger - wenig Sinn, auf die Racepace zu schauen, vor allem in der aktuellen Trainingsphase. Die mögliche Racepace wird sich (hoffentlich) mit besserer Technik deutlich verbessern, so dass jetzt kaum eine sinnvolle Vorhersage über die im Sommer mögliche Wettkampfgeschwindigkeit möglich ist.
Für erfahrene und/oder gute Schwimmer mag das anders sein, aber für Anfänger, die sich technisch noch deutlich verbessern können, würde ich empfehlen, die Uhr erstmal komplett zur Seite zu legen und mich auf die Basics bzw. die individuellen Schwachstellen zu konzentrieren. Wenn man versucht, technisch und auf Zeit zu schwimmen, geht das bei Anfängern häufig schief.
Und ja, ich stimme dir zu, die meisten Triathleten bleiben nach 1-3 Jahren auf einem Niveau stehen (in meinem Verein war das Niveau bei +-16min). Verbesserungen wären dann meistens auch noch möglich, erfordern aber natürlich eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Schwimmen. Nicht unbedingt, was den Umfang angeht, aber eben wie die Zeit im Wasser genutzt wird. Da muss man auch mal aus den alten Trainingsgewohnheiten raus und das eine oder andere neue ausprobieren, wenn man sich verbessern will.
Zitat:
Zitat von Adept
Ja, ein guter Schwimmtrainer ist mega wichtig! Und da gibt es eklatante Unterschiede.
Wir haben uns zu dritt ein paar Stunden bei einem Top-Trainer genommen. Er hat uns anfangs die ganzen Stunden im Baby(!)becken Wasserlagen-Übungen "schwimmen" lassen und wir mussten sie so lange machen, bis ALLE es konnten.
Mir sind nach diesen Trainingsstunden die Arme abgefallen. Aber nach 3 Einheiten war es wie eine Offenbarung! Ich wusste danach, was Wasserlage und Wasser-greifen ist. Schwimmen ging dann von selbst.
Meine Rede.
1. Die Basics sind extrem wichtig. Ohne Wasserlage bringt die ganze Kraft nichts. Ich stelle mir gerade vor, wir würden beim Radfahren die Diskussion führen, dass man erstmal die Wettkampfpace trainiert bevor man dann irgendwann mal die Position aerodynamisch optimiert.
2. Auch Techniktraining ist anstrengend und hat einen Trainingseffekt. Vorausgesetzt, es wird richtig ausgeführt. Wird aber häufig unterschätzt, weil man am Ende vielleicht "nur" mit 1500-2000m aus dem Wasser kommt und nicht mit 2500-3000m.
[quote=Matthias75;1796608]Solange die Technik nicht passt, macht es aus meiner Sicht - für einen Anfänger - wenig Sinn, auf die Racepace zu schauen, vor allem in der aktuellen Trainingsphase. Die mögliche Racepace wird sich (hoffentlich) mit besserer Technik deutlich verbessern, so dass jetzt kaum eine sinnvolle Vorhersage über die im Sommer mögliche Wettkampfgeschwindigkeit möglich ist.
Für erfahrene und/oder gute Schwimmer mag das anders sein, aber für Anfänger, die sich technisch noch deutlich verbessern können, würde ich empfehlen, die Uhr erstmal komplett zur Seite zu legen und mich auf die Basics bzw. die individuellen Schwachstellen zu konzentrieren. Wenn man versucht, technisch und auf Zeit zu schwimmen, geht das bei Anfängern häufig schief.
Naja.....das Festlegen einer Benchmark halte ich für sehr hilfreich. Sollte der Athlet auch an Wettkämpfen teilnehmen, halte ich es auch jetzt und auch für Anfänger für essentiell zu erfahren wie schnell und lange er schwimmen kann, ohne auseinander zu fallen.
Wenn das bedeutet, dass er 500 (10 x 50) Meter in 2.20 pro Hundert schwimmt, so what....
Letztlich ist die Bestandsaufnahme das schwierigste, sprich qualitativ hohen Input über die eigene Schwimmtechnik zu erhalten.
PS: Der Vergleich mit dem Radfahren hinkt....bei den meisten ist einzig das grobe schwimmen von 2 km eine Herausforderung, sprich die Racepace ergibt sich aus dem bewältigen der Strecke überhaupt, nur wenige haben pacingmöglichkeiten....auf dem Rad sieht das komplett anders aus, dort kann jeder 90 km easy radeln, die Frage des ankommens stellt sich da nicht