Nochmal, weil ihr mich alle wohl falsch verstehen wollt. Ich bin dafür, dass ein Trainer schnell die Technik sauber fixiert, aber es bringt nix, wenn ich nicht sinnvoll unter Wasser ausatmen und über Wasser einatmen kann. Bis diese Basics sitzen, braucht ein Athlet auch nicht am hohen Ellenbogen arbeiten, weil er sich bei der Übung dazu 3 mal verschluckt, weil er die Atmung nicht hinbekommen hat.
Die junge Sportlerin wird die Basics Atemrhytmus und einigermaßen angestimmten Arm- und Beinschlag können, wenn sie bereits früher mal geschwommen ist. Somit hätte sie sich ihre Technik auch nicht vermurkst, weil sie eine längere Strecke in absolut lockeren Tempo bereits jetzt schwimmen kann. Damit ist auch JETZT der richtige Zeitpunkt für eine ordentliches, gezielt angeleitetes Techniktraining.
Geilt euch doch bitte nicht an den 1000m so auf. Das können auch 500m sein, aber bitte nicht: Ich kann 2 Bahnen Kraul schwimmen, weil ich nur 5 mal dabei atme, jetzt hol ich mir nen Trainer, der mir den richtigen Catch, Push und Pull erklärt. Da ist der Anfänger-Gruppenkurs die bessere Investition.
Im Grunde haben wir auch keinen Widerspruch, drücken uns nur anders aus. Natürlich sollte man erst mal ein paar Bahnen hin und her schwimmen können. Ich hatte auch schon Schwimmer, die konnten nur Brust und ich habe ihnen das Kraulen gelernt. Andere waren nach 50 m Kraul blau und am Ende, weil sie beim Luftholen quasi alles falsch machen. Ich habe auch schon mehrmals Hand angelegt an den Schwimmer oder die Schwimmerin. Also den fremden Arm in die Hand genommen und im Trockenen den Armzug "hingebogen" oder den Kopf richtig "hingedreht".
Das ist alles sehr individuell. Manche bekommen das ohne direkte Anleitung von außen einfach nicht hin. Selbst einfache Dinge nicht. Die checken das alleine im Wasser einfach erst mal nicht. Da bist du dann kein klassischer Trainer, sondern eher ein Anleiter oder Vorturner.
Erst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.
Es ist so, das ich aufgrund von Job, Familie und den anderen Sportarten nur einmal pro Woche Schwimmen fix unterbekomme. Manchmal sind auch zwei Einheiten möglich.
Bisher bin ich meine "Einheiten" eben nur planlos geschwommen. Sprich 45 - 60 Minuten Kraul durch. Nun möchte ich der wenigen Wasserzeit die mir zu Verfügung steht, einfach mehr System geben. Daher meine Frage.
Kontakt zu einem Trainer habe ich bereits aufgenommen.
Viele Grüße
Oliver
Da bin ich bei Keko. (Würde auch nie wagen zu widersprechen ;-) )
Versuche nach dem Aufwärmen Intervalle zu Schwimmen, aber hier nur solche Strecken, die Du schneller als die "1:50/min" schwimmen kannst. Damit Deine Technik möglichst nicht leidet. Also vielleicht auch nur 25er.
Bring Abwechslung rein und das mit möglichst viel Spass. Quälen kann Dich dann der Trainer ...
Was Du auch versuchen könntest, wäre EINEN Schwerpunkt pro Training zu legen. Beine, Streckung, Zugphasen, Atmung, Wasserlage, Züge pro Atmung usw.
Have Fun! Dein zukünftiger Trainer hat vermutlich Spass mit Dir, denn es gibt schlechtere Voraussetzungen als 1:50
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Ein Stück Kuchen nicht zu essen, ist auch nicht die Lösung!
Ich lese hier im wesentlichen Wunschdenken zum Thema "Besser Schwimmen mit 1x Training pro Woche". Der eine behauptet dies, ein anderer mit gleicher Überzeugung das Gegenteil.
Manche hier können gut schwimmen und haben viele konstruktive Vorschläge. Jedoch ist keiner von ihnen mit 1x 45 Minuten schwimmen pro Woche gut geworden. Sondern in der Regel mit der zigfachen Portion.
Mir scheint, dass sollte man Sportsfreund Oli auch so sagen.
Ich lese hier im wesentlichen Wunschdenken zum Thema "Besser Schwimmen mit 1x Training pro Woche". Der eine behauptet dies, ein anderer mit gleicher Überzeugung das Gegenteil.
Manche hier können gut schwimmen und haben viele konstruktive Vorschläge. Jedoch ist keiner von ihnen mit 1x 45 Minuten schwimmen pro Woche gut geworden. Sondern in der Regel mit der zigfachen Portion.
Mir scheint, dass sollte man Sportsfreund Oli auch so sagen.
Wie definierst du "gut geworden"? Ab wann kann man sagen, man hat sich verbessert? Sind das nicht sehr individuelle Einschätzungen?
Oli hat gefragt, wie er sich mit der ihm zur Verfügung stehenden Zeit im Vergleich zu seinem bisherigen - seiner eigenen Aussage nach unstrukturierten - Training verbessern kann.
Da sind Hinweise, dass er sich mit dreimal so viel Training verbessern kann, natürlich nicht falsch (hat auch keiner behauptet), aber wenig hilfreich, da diese Hinweise eben nicht die genannten Randbedingungen berücksichtigen.
Andererseits hat auch keiner behauptet, dass man mit einem Training pro Woche der Superschwimmer wird. Wenn man aber das Ausgangsniveau - unstrukturiertes Dauerschwimmen - berücksichtigt, sollte auch schon etwas Struktur im Training dazu führen, dass er schneller als die bisherigen 1:50 schwimmt. Natürlich werden das nicht die riesigen Verbesserungen werden, aber besser als mit Dauerschwimmen wird es auf jeden Fall sein.
Also ja, eine gewisse Verbesserung ist möglich, aber keine Quantensprünge. Wenn das das Ziel ist, muss man dafür dann auch mehr investieren.
M.
Geändert von Matthias75 (28.01.2026 um 21:55 Uhr).
Natürlich werden das nicht die riesigen Verbesserungen werden, aber besser als mit Dauerschwimmen wird es auf jeden Fall sein.
Kann sein oder auch nicht. Wir wissen es nicht. Die eigenen Ratschläge mit "auf jeden Fall besser" zu garnieren – da wäre ich vorsichtig.
Wir wissen nichts über Olis Schwimmtechnik. Folglich ist es Raterei, genau hier den Schlüssel für Verbesserungen zu sehen. Wir wissen außerdem nichts über seine athletischen Fähigkeiten. Folglich sind auch Tipps in diese Richtung ein Schuss ins Blaue. Das gilt natürlich auch für meinen eigenen Ratschlag.
Aus diesem Mangel an Informationen heraus können wir ein paar Anregungen sammeln. Sie können Oli vielleicht inspirieren. Ob sie für ihn etwas taugen, wissen wir nicht.
Ich lese hier im wesentlichen Wunschdenken zum Thema "Besser Schwimmen mit 1x Training pro Woche". Der eine behauptet dies, ein anderer mit gleicher Überzeugung das Gegenteil.
Manche hier können gut schwimmen und haben viele konstruktive Vorschläge. Jedoch ist keiner von ihnen mit 1x 45 Minuten schwimmen pro Woche gut geworden. Sondern in der Regel mit der zigfachen Portion.
Mir scheint, dass sollte man Sportsfreund Oli auch so sagen.
Gäbe es diesen fiktiven Traumplan, er wäre längst öffentlich. Denn die Suche/Frage danach ist so alt wie der Triathlon selbst.
Falls man von einem niedrigen Niveau kommt (planlos, unregelmäßig), dann kann 1x pro Woche konsequent und mit Plan geschwommen schon etwas bringen. Allerdings wird man nach wenigen Wochen eine Stagnation erreichen und einfach öfter schwimmen müssen. Dann bieten sich Blöcke an, z.B. im Februar und März 3x pro Woche. Das Niveau kann man dann eine Zeit lang halten. So haben wir das früher auch schon gemacht. Möglicherweise ergeben sich spontan auch mal Wochen, wo man 2x das Wasser sieht.
Mir ist klar, dass das Volumen sehr gering ist und ich um signifikant besser zu werden, natürlich öfter in das Wasser müsste. Geht aber zeitlich (aktuell) einfach nicht. Ziel war es, der Zeit welche ich aktuell im Wasser verbringen kann, mehr Struktur und Plan zu geben.
Am Sonntag habe ich einen Termin mit einem Trainer, inkl. Videoanalyse.
Mir ist klar, dass das Volumen sehr gering ist und ich um signifikant besser zu werden, natürlich öfter in das Wasser müsste. Geht aber zeitlich (aktuell) einfach nicht. Ziel war es, der Zeit welche ich aktuell im Wasser verbringen kann, mehr Struktur und Plan zu geben.
Am Sonntag habe ich einen Termin mit einem Trainer, inkl. Videoanalyse.