Zitat:
Zitat von Genussläufer
"So reduziert sich bei Wiederaufarbeitung bzw. Teil-Recycling des abgebrannten Brennstoffs („Mono-Recycle“) die Zeit, bis die Radiotoxizität des Endlagerinventars wieder in die Größenordnung von Natururan fällt, auf etwa 10.000 Jahre, während sie im offenen Brennstoffkreislauf hunderttausende Jahre beträgt."
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Hier ist der Prozess der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen gemeint.
Dabei wird das Plutonium nicht weggeworfen (endgelagert), sondern nach einem Recycling erneut in die Brennkammer des Atomkraftwerks eingeschleust. Das Plutonium wird dabei gespalten. Es entstehen aus dem Plutonium andere strahlende Elemente, die eine kürzere Halbwertszeit haben. Dadurch reduziert sich die Halbwertszeit des Atommülls deutlich.
Jedoch brauchen wir dafür Wiederaufbereitungsanlagen, die politisch hoch umstritten sind. In Deutschland haben wir keine. Daher die Castor-Transporte, die das extrem giftige Plutonium durch Deutschland nach Nordfrankreich transportieren. Das Zehntausendstel eines Gramms Plutonium führt beim Einatmen zum Tod eines Menschen.
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10.000 Jahre Endlagerung:
Niemand kann auch nur für 500 Jahre für die Sicherheit eines Endlagers garantieren. Wie viele Kriege werden in dieser Zeit über es hinwegziehen? Werden die Endlager zu Angriffszielen von Militär oder Terrorismus? Werden dort in fünfhundert Jahren Menschen leben, die sich um das Endlager kümmern können? Oder gab es zwischenzeitlich einen atomaren Unfall, der die Gegend für viele Generationen unbewohnbar machte? Haben die Menschen das Endlager nach 1000 Jahren vergessen und graben dort aus irgend einem Grund die Erde auf? Wir wissen es nicht.
Es ist aus meiner Sicht ein Fall menschlicher Selbstüberschätzung, wenn unsere Generation glaubt, sie könnte die Verantwortung für eine solche Giftgrube über Zehntausende von Jahren übernehmen.