Die [Brookfield] suchen sich den Mix, der aus deren Perspektive die möglichen Zukunftsszenarien angemessen bedienen kann. Das bedeutet dort Fokus EE, ergänzt um Kernkraft.
Die Brookfield Corporation ist naturgemäß am Eigennutz orientiert, nicht am Gemeinnutz. Sie ist für die Renditen ihrer Aktionäre verantwortlich, nicht für das Wohlergehen der Gesellschaft.
Also Hosenträger UND Gürtel?!
Kann man natürlich machen. Vielleicht noch einen klettverschluss an die geschnürten Schuhe?
Das wäre nur dann „Hosenträger und Gürtel“, wenn beide Technologien dasselbe Risiko adressieren würden. Tun sie aber nicht. Sie liegen auf unterschiedlichen Zeit- und Risikodimensionen. In der Portfoliotheorie nennt man das Diversifikation, nicht Übervorsorge.
Wer unter Unsicherheit plant, setzt nicht auf eine Lösung, sondern auf Resilienz.
In der Portfoliotheorie sucht man deshalb nicht die beste Einzelzutat, sondern den optimalen Mix.
Die Brookfield Corporation ist naturgemäß am Eigennutz orientiert, nicht am Gemeinnutz. Sie ist für die Renditen ihrer Aktionäre verantwortlich, nicht für das Wohlergehen der Gesellschaft.
Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Brookfield, sondern die Grundannahme einer Marktwirtschaft. Auch der Bäcker handelt eigennützig und erfüllt dennoch eine gesellschaftliche Funktion. Entscheidend ist nicht die Motivation des Akteurs, sondern ob das System die richtigen Anreize setzt.
Für diejenigen, die Marktwirtschaft grundsätzlich ablehnen, ist das natürlich kein Argument. Dann sprechen wir über unterschiedliche Ordnungsvorstellungen, nicht über Brookfield.
Der Unterschied ist m.E. weniger „Atom vs. EE“, sondern wo die Risiken versteckt werden... beim Kraftwerk oder im System.[/b]
Aha.
Der Atomstrom, der sowieso erst in zehn (Haha) bis zwanzig (wenn überhaupt) Jahren käme , würde dann das alte und überlastete Stromnetz weiter nutzen?
Es ist doch unseriös, den sowieso notwendigen und kommenden Netzaus- und -Umbau bei den EE einzupreisen und bei den AKW nicht.
__________________
Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Das wäre nur dann „Hosenträger und Gürtel“, wenn beide Technologien dasselbe Risiko adressieren würden. Tun sie aber nicht. Sie liegen auf unterschiedlichen Zeit- und Risikodimensionen. In der Portfoliotheorie nennt man das Diversifikation, nicht Übervorsorge.
Wer unter Unsicherheit plant, setzt nicht auf eine Lösung, sondern auf Resilienz.
In der Portfoliotheorie sucht man deshalb nicht die beste Einzelzutat, sondern den optimalen Mix.
Ok, Beispiel war vielleicht nicht toll.
Trotzdem zeigt es imho, dass selbst das Großkapital nicht mehr an Atomstrom glaubt.
Wie auch.
__________________
Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Aha.
Der Atomstrom, der sowieso erst in zehn (Haha) bis zwanzig (wenn überhaupt) Jahren käme , würde dann das alte und überlastete Stromnetz weiter nutzen?
Es ist doch unseriös, den sowieso notwendigen und kommenden Netzaus- und -Umbau bei den EE einzupreisen und bei den AKW nicht.
Natürlich benötigen auch AKW Netze. Aber sie treiben keinen strukturellen Umbau bis in die Verteilnetze. Genau dieser Unterschied macht die Systemkosten bei sehr hohen EE-Anteilen aus. Das weisst Du aber viel besser als ich. Von daher verstehe ich den Einwand nicht.
Natürlich benötigen auch AKW Netze. Aber sie treiben keinen strukturellen Umbau bis in die Verteilnetze. Genau dieser Unterschied macht die Systemkosten bei sehr hohen EE-Anteilen aus. Das weisst Du aber viel besser als ich. Von daher verstehe ich den Einwand nicht.
Das stimmt doch einfach hinten und vorne nicht.
Der Netzaus-/Umbau wird doch mindestens zur Hälfte für die Verbraucher (waermepumpen, e-Autos, tbc) erforderlich und nicht für die StromProduktion.
Beispiel nicht von mir, aber imho höchst anschaulich:
Mehr Atomstrom ohne Netzumbau ist wie
eine größere Wasserpumpe einzubauen, obwohl die Hausleitungen zu dünn sind.
Die Pumpe ist nicht das Problem – die Rohre sind es.
__________________
Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Die genannten 40 ct/kWh sind so nicht haltbar. Bei abgeschriebenen, bestehenden AKW liegen die Gestehungskosten typischerweise unter 5 ct/kWh.
Wenn man die Ewigkeitskosten einrechnet, dann liegen die geschätzten Gestehungskosten bei 40ct/kWh. Die Kosten auf zukünftige Generationen zu schieben heisst, sich selbst in die Tasche zu lügen.