Vielleicht China? Ich habe gehört, China wäre einer der Hauptabnehmer venezolanischen Öls gewesen. Vielleicht kann Genussläufer etwas dazu beitragen?
Ja, das waren sie. Mit dem Einbruch 2020 haben die Chinesen die Abnahme aber deutlich zurückgefahren. Venezuelanisches Öl ist auch schwierig im Handling, logistisch anspruchsvoll und nicht so flexibel in der Verwendung. China ist hier sehr gut diversifiziert. Aktuell hat man hier kaum noch etwas abgenommen. Eigentlich brauchten die Chinesen das auch nicht. Es war eine Form der Bezahlung. China hat sehr viel in Venezuela investiert und hat sich mit Öl bezahlen lassen. Das Risiko für China sehe ich eher in einem Schuldenschnitt bzw. in einer Entwertung der Assets. Ich habe aber keine Phantasie wie China damit umgehen wird.
Auf jeden Fall kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich vor der Amerikanischen Haustür mit den Amerikanern anlegen wird. Vielleicht ist man dann nicht mehr so zimperlich vor der eigenen Haustür. Das ist aber reine Spekulation.
Dass hier kein strategischer Schaden für China entstanden ist, würde ich aber guten Gewissens in den Raum stellen. Finanziell kann es unschön, aber nicht nicht bedrohlich werden.
Hätten die (oder sonstwer) ein Interesse, die Destabilisierung durch die Spaltung, die der Trumpel durch sein Volk treibt, aufzuhalten? Wüsste nicht, wieso.
Die freuen sich imho sicher, wenn er auf seinen eigenen Schauplätzen wütet und damit beschäftigt ist.
Ich glaube nicht, dass sein Vorgehen die USA langfristig wirklich great again macht.
Eher zerfleischen die sich gegenseitig und ich denke, dieses Mass an Selbstherrlichkeit, das wir hier erleben, hat noch nie gutgetan.
Grönland? Ich würd schon mal alles verminen und einen deftigen Empfang à la Vietnam vorbereiten...
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Gewalt gutzuheißen, wenn man sich auf der Seite der Profiteure sieht, ist schwierig. Deinen relativierenden Nachsatz finde ich daher wichtig. Gerade wenn man das Verhalten der Amerikaner aus der Sicht der Menschen von Hiroshima oder Nagasaki sieht.
Nee, ich heiße Gewalt überhaupt nicht gut. Ich wollte damit andeuten, dass ich das Eingreifen relativ leicht akzeptieren kann, wenn ich von der Gewalt nicht betroffen war aber letztlich profitiert habe.
Aber ich fürchte, dass ohne das Eingreifen der Alliierten in Deutschland wir u.U. heute noch unter einem NS-Nachfolgeregime leben würden. Aber das ist reine Spekulation und ohne Gewalt wäre es mir auch lieber gewesen.
Das war mein Punkt: Es ging den Amerikanern schon in Deutschland und natürllch auch in Japan nur um eigene Interessen, nicht um irgendeinen Segen für die Bevölkerung. Und den anderen Alliierten auch. Insofern findet in Venezuela heute auch nichts anderes statt.
Es ging den Amerikanern schon in Deutschland und natürllch auch in Japan nur um eigene Interessen, nicht um irgendeinen Segen für die Bevölkerung. Und den anderen Alliierten auch.
Das ist falsch. Es ging ihnen darum, ihre Länder von der Nazi-Herrschaft zu befreien, ohne deren gemeinsames Eingreifen hätten die Nazis ganz Europa "regiert".
Das kann man kaum mit Venezuela vergleichen.
Auch ein Vergleich mit dem Ukraine Krieg fällt mir schwer.
Dort hat Putin inzwischen mehr als 1Mio Menschen auf dem Gewissen.
Wenn Trump es beim Status Quo belässt ist das zwar immer noch schlimm genug aber nicht zu vergleichen.
Natürlich ist beides nicht legitimiert durch irgendwas.
(Ausnahme: Der russischen Angriff wird durch QBZ legitimiert )
Hätten die (oder sonstwer) ein Interesse, die Destabilisierung durch die Spaltung, die der Trumpel durch sein Volk treibt, aufzuhalten? Wüsste nicht, wieso.
In Bezug auf Sicherheitspolitik wirst Du gar keine große Spaltung bei den Amerikanern sehen. Es gibt ein paar Dinge, wo man sich immer noch einig ist. Das Feindbild China existiert bei den Demokraten wie bei den Republikanern. Bei Venezuela ist es mit Abstrichen ähnlich.