500W für 3x1min ist bei 86kg nix besonderes. Man muss das halt mal ausprobieren, was so geht und auch mutig sein und das wollen. Ich unterstelle mal, dass viele nicht wissen, wie sehr man sich am Rad weh tun kann.
Es ist ja auch nicht so, wie im Eingangspost beschrieben, dass man im Winter nur und ausschließlich so Intervallschweinekram fährt.
Aber ich halte es einfach für sehr sehr sehr sinnvoll in einer Phase, wo noch keine große Ermüdung durch hohe Umfänge oder wettkampfnahe Schwellenintervalle passiert, den Körper mit für ihn relativ unbekannten Reizen zu fordern, um auch in dieser Phase Adaption zu provozieren.
Ich erinnere an die Trainingsprinzipien (nach Weineck) der Belastungsvariation und des wirksamen Belastungsreizes.
Natürlich kann man auch den ganzen Winter lang einfach 200W fahren. Aber das ist dann kein "Training" sondern irgend was anderes wie zB Beschäftigungstherapie, Erholung vom Alltagsstress, Gewissensberuhigung, Psychohygiene oder einfach Kalorienverbrennung. Auch ok, kein Urteil. Jeder wie er will.
Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
Ich kapier ja immer noch nicht ganz, warum Du jahraus/jahrein immer nur dieses GA-Zeug fährst. Zumindest ist das mein Eindruck, von dem, was Du so schilderst.
Bei der Einheit kann es nicht sein, bin ich noch nie gefahren und gab es bisher nicht in meinem Programm. Habe ich mir nur ausgesucht da ich mir vorstellen konnte das es auf der Rolle kurzweilig ist, war es auch.
Es liegt wohl daran dass ich um eine Vergleichbarkeit zu schaffen immer von ähnlichen Trainingseinheiten erzähle/berichte und/oder die sich alle paar Wochen auch bei mir zur Vergleichbarkeit wiederholen. Ich will hier ja auch nicht mein Trainingstagebuch führen oder alle langweilen mir "heute die Welle um die Kirche und dann bla bla bla ....".
Ich habe mir diesen Winter auch vorgenommen im Schnitt einmal die Woche ein Intervallprogramm zu fahren. Je nach Wetterlage manchmal 2 x die Woche Intervalle, manchmal gar keine Intervalle.
Ich bin heute dein erstes Programm ein wenig abgeändert nachgefahren. Habe ein paar Intervalle rausgenommen, da ich mich bis Februar hin noch ein wenig steigern will. Dafür waren am Anfang noch Technikanteile dabei.
Weil gewünscht Gewicht: 75kg
10min locker einfahren 100upm, 180-200 watt
5 x 30/30 (je rechts/links einbeinig, den ruhenden Fuß kann man super hinten auf den Trainer abstellen), 1min locker 100upm dazwischen
7min Frequenzpyramide (von 90 bis 125 alle 30sec um 5upm höhrer bzw. niedrigere Frequenz, 230 watt bis 350 watt)
10min sehr locker 180 watt
3 x 2min 330 watt, 2min sehr locker 160watt
3 x 1 min 440 watt, 1min sehr locker 160 watt
10min aus
Die 3 x 2min gehen relatv locker, aber die 3 x 1 min finde ich richtig hart. Da besteht noch Übungsbedarf. Bei den kurzen harten Sachen habe ich einfach Probleme. Daran wird im Winter jetzt gearbeitet.
Super! Danke für den Input Faser. Einbeinig und Frequenztraining kostet mich immer Überwindung.
Und aims, da hast du recht! Ich muss mich da aber erst umgewöhnen, weil wenn ich da zu Hause draufsitz und trete, da denk ich nicht: So jetzt schalt ich hoch auf 3,4569874 W/kg. Da wird einfach irgendeine runde absolute Zahl eingestellt und durchgedrückt. Es sind ja auch unter den Lesern eher die absoluten Zahlen verankert und wenn man ehrlich ist, hat man auf den ersten Blick mit den W pro kg wenig angefangen.
Aber so kann jeder mehr damit anfang darum nehmen wir uns das hier vor!
DANKE!
Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
So, vorm Weggehen ebenfalls noch schnell auf der Rolle gewesen und hab mich gerade gefragt: November? Intervalle? Fährt denn hier gar niemand mehr Grundlage auf der Rolle? Den Schlecks kann man schon ne Weile in Luxemburg durch die Weinberge hinterherfahren...
So, vorm Weggehen ebenfalls noch schnell auf der Rolle gewesen und hab mich gerade gefragt: November? Intervalle? Fährt denn hier gar niemand mehr Grundlage auf der Rolle? Den Schlecks kann man schon ne Weile in Luxemburg durch die Weinberge hinterherfahren...
Intervalle können auch Grundlage sein! Zur Erinnerung: die GRUNDlegenden Fähigkeiten sind Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer! Grundlagentraining sollte alle 3 Faktoren ansprechen.
Und keine Sorge. Von >5 Rolleneinheiten/Woche sind 1x Intervalle dabei. Der Rest ist lockeres Rollieren im Bereich der Grundlagenausdauer (GA). So gibt's auch Kraft für die Beine. Die IVs sollten halt noch richtig kurz sein und die Erholung dazwischen ziemlich vollständig.
Beim Schwimmen ist das ja auch selbstverständlicher Teil der GA-Arbeit, beim Laufen ebenso.
Natürlich könnte man auch Squats und Lunges machen, so wie die Schlecks ;-)
Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:27 Uhr.
Heute 19 Uhr live!
Halbmarathon Trainingsplan
Trainingspläne für den Halbmarathon. Alle mal anschnallen: In diesem Beitrag erläutere ich einen Trainingsplan für eine Zielzeit von 1:10 Stunden, den ich für den Halbmarathon-Landesmeister Finian Götz entwickelt habe. Gezeigt werden die Trainingsumfänge sowie die Schlüsseleinheiten beim Tempotraining. Anschließend setzen wir das Konzept für Zielzeiten von 1:15, 1:20, 1:30, 1:40, 1:50 und 2:00 Stunden um. Von Arne Dyck
Durchbruch: Was wirklich schneller macht
Persönliche Tipps aus dem Training der Triathlon-Langstreckler Peter Weiss und Arne DyckWettkampfpacing Rad