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Alt Gestern, 16:33   #681
schnodo
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Registriert seit: 28.10.2011
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 9.039
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Unsere Programmierer arbeiten nicht mehr mit ChatGPT, sondern mit Anthropic Claude.
Ich bin Abo-Anwender von Grok, Gemini, ChatGPT und Claude. Dabei nutze ich sie aktuell nur selten fürs Coding, sondern für eher allgemeine konzeptionelle Aufgaben und für Sanity Checks meiner eigenen Ideen.

ChatGPT habe ich gerade gekündigt, weil der Output für meine Zwecke immer schlechter wurde (mit 5.1 und dann 5.2), teilweise haarsträubend. Gemini ist besser, steht aber auch ziemlich oft auf dem Schlauch und missachtet sporadisch – gefühlt regelmäßig – klare Vorgaben. Grok ist aktuell komplett unbrauchbar.

Claude hingegen (ich erkenne kaum einen Unterschied zwischen Opus 4.5 und 4.6, außer einer viel besseren Kontextverwaltung) ist sensationell. Was das Verständnis subtiler oder komplexer Zusammenhänge angeht, ist Claude den anderen um Lichtjahre voraus. Der Output ist oft so menschenähnlich und pointiert, dass es erschreckend ist. Wenn ein Satz als Antwort ausreicht, dann kommt auch nur ein Satz, ohne dümmliche Präambeln, Vorschläge und Angebote zur weiteren Bearbeitung wie bei anderen.
__________________
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Alt Gestern, 16:43   #682
keko#
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Benutzerbild von keko#
 
Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 19.840
Zitat:
Zitat von schnodo Beitrag anzeigen
....
Claude hingegen (ich erkenne kaum einen Unterschied zwischen Opus 4.5 und 4.6, außer einer viel besseren Kontextverwaltung) ist sensationell. Was das Verständnis subtiler oder komplexer Zusammenhänge angeht, ist Claude den anderen um Lichtjahre voraus. Der Output ist oft so menschenähnlich und pointiert, dass es erschreckend ist. Wenn ein Satz als Antwort ausreicht, dann kommt auch nur ein Satz, ohne dümmliche Präambeln, Vorschläge und Angebote zur weiteren Bearbeitung wie bei anderen.
Opus 4.6 hat bessere Benchmarks als 4.5. Mir kommt es auch so vor.

Davon abgesehen: Es ist tatsächlich erschreckend. Bei komplexen Aufgaben übertrifft es menschliches Expertenwissen, das man sich über Jahre angeeignet hat, mittlerweile locker.
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 17:10   #683
Helmut S
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Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.798
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Ich bin ja nur ein doofer Mathematiker und kein schlauer Informatiker. Daher die Frage:
Codieren Informatiker denn noch?!
Oh! Das tut mir leid. Da kannst du ja aber nix dafür, also frag ruhig.

In Programmiersprachen m.E. weniger - in Umgangssprache halt. Einer muss es ja hinschreiben. Umso wichtiger ist Sprachkompetenz, denn: Das Problem, die Fachseite zu verstehen bleibt ja. Das war schon immer der größte Teil der Aufgabe, Missverständnisse hier haben schon immer die höchsten Kosten verursacht. Das Programmieren an sich war ja nie ein Problem. Da hat sich nix geändert.

Dafür sind sie nun mehr mit Softwarearchitektur, Engineering, Infrastruktur, Refrakturieren von Code, Debugging, Meetings mit Kollegen aus der Fachabteilung, Coaching von Juniors usw. usw. beschäftigt. Wie groß ein ggf. vorhandener Produktivitätsgewinn ist, muss sich im konkreten Fall zeigen.

Wo sicher ein Produktivitätsgewinn da ist, ist für eher einfache Aufgaben. Mittlerweile machen Modelle wie Claude ja praktisch keine Syntaxfehler mehr und die Probleme mit API Versionen sind auch viel weniger geworden. Das war noch vor nem halben Jahr anders.

Helmut S ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 17:58   #684
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.798
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Du müsstest das eventuell allgemeinverständlicher beschreiben.
Sorry und danke für den Hinweis.

Es geht darum, dass Entwickler spätestens seit den 0er Jahren angefangen haben signifikant „frei verfügbaren“ Code aus dem Internet für eigene Projekte zu laden.

Es entwickelten sich riesige Bibliotheken, die frei verfügbaren Code hosten. Das Laden von Modulen und deren neuen Versionen geschieht mittlerweile automatischen. Es gibt in den Bibliotheken Prozesse, die die Sicherheit und Qualität von freiem Code gewährleisten. Es kommt trotzdem zu Qualitätsproblemen oder gar zu Sicherheitsproblemen. Ein Teil dieser Prozesse ist automatisiert, ein anderer ist organisatorisch.

Aktuell gibt es solche Bibliotheken auch für Module, mit denen Agenten z.B. Zugriff auf den lokalen Rechner oder die Produktivdatenbank erhalten. Diese Module sind entweder von Menschen oder von Agenten bereit gestellt. An der Stelle entstehen neue Sicherheitsrisiken, entweder weil der Code Sicherheitslücken hat oder ein Benutzer/Entwickler die Tragweite seines Tuns nicht erkennt.



Hier braucht es neue Ansätze und Ideen um einerseits von AI generiertem Code zu profitieren, aber andererseits sich nicht Risiken einzuhandeln.
Helmut S ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 18:01   #685
keko#
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Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 19.840
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen
..... Das Programmieren an sich war ja nie ein Problem. Da hat sich nix geändert.
Warum habe ich dann schon 100000 Bugs gesehen, wenn das kein Problem war?
Überschätzten sich die schlauen Informatiker die ganze Zeit? Oder siehst du das zu optimistisch?

Zitat:


Dafür sind sie nun mehr mit Softwarearchitektur, Engineering, Infrastruktur, Refrakturieren von Code, Debugging, Meetings mit Kollegen aus der Fachabteilung, Coaching von Juniors usw. usw. beschäftigt. Wie groß ein ggf. vorhandener Produktivitätsgewinn ist, muss sich im konkreten Fall zeigen.

...
Wie sollen die schlauen Informatiker, die bisher 100000 Bugs programmiert haben, gewinnbringend Refakturieren, debuggen und tolle Architekturen entwerfen, wenn sie nicht mal mehr programmieren müssen? Woher nehmen sie ihr Wissen dafür? Sollte nicht auch gleich eine KI das coachen übernehmen?
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 18:35   #686
Adept
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Registriert seit: 18.03.2010
Beiträge: 3.986
Wenn man euch so zuhört, erstaunlich, wie sich KI im Bereich Programmierung entwickelt hat.

Das passt auch zu den neuerlichen Aussagen, dass die bekannten KI Unternehmen die Programmierung ihrer KI Modelle wiederum mit KI verbessern und weiterentwickeln. Das hieße für mich, dass die KI sich immer mehr selbst programmiert.

Skynet 1.0?
Adept ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 22:03   #687
keko#
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Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 19.840
Zitat:
Zitat von Adept Beitrag anzeigen
Wenn man euch so zuhört, erstaunlich, wie sich KI im Bereich Programmierung entwickelt hat.

Das passt auch zu den neuerlichen Aussagen, dass die bekannten KI Unternehmen die Programmierung ihrer KI Modelle wiederum mit KI verbessern und weiterentwickeln. Das hieße für mich, dass die KI sich immer mehr selbst programmiert.

Skynet 1.0?
Es ist grundsätzlich kein Problem, dass KI Code verbessert, sofern das sauber getestet und reviewed wird.

Bei der Programmierung geht es i.d.R. darum, Anforderungen oder Probleme zu codieren. Meist wurde das schon mal gemacht und hinterlegt. Die Vorgehensweise beim Programmieren sollte strukturiert und durchdacht sein. Alles in allem also ein gefundenes Fressen für jede KI.

Das lässt sich aber leicht auf andere Arbeitsbereich übertragen.

Opus 4.6 kommt erstmals mit einem Kontextfenster von einer Million Token daher. Für Laien: Opus kann mehrere hundert Seiten Text im Blick behalten.

keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Heute, 10:14   #688
Helmut S
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Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.798
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Warum habe ich dann schon 100000 Bugs gesehen, wenn das kein Problem war?
Die Faustregel 40-20-40 is im Grunde die allgemeingültige Antwort.

Die Hauptaufwände eines Softwareprojektes liegen der fachspezifischen Analyse, dem Design, der Qualitätssicherung und des Tests.

Coding macht einen vergleichsweise kleinen Teil in einem Softwareprojekt aus. Coding ist je nach Projektgröße/-komplexität, Programmiersprache, Integrationsaufwand, Methoden usw. in einem Bereich von 20%. Bei komplexen Projekten ist der Codinganteil kleiner, bei einfachen Projekten größer.

---------------------

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten der Programmfehler ihre Ursache in mangelnder Analyse, fachlichen Missverständnissen oder schlechtem Testsetup haben. Hierfür liegt der Grund oft im Management bis runter zum Projektleiter. Falsche Aufwandsschätzung, Feature Inflation, fehlende/zu wenige Ressourcen, Termindruck... you name it

Fehlerhaftes Coding ist in nur wenig Fällen für Bugs in Produktionscode verantwortlich und wenn, dann ist das schlicht Inkompetenz des Entwicklers und Schlamperei des Teams, allen voran des Projektleiters (ggf. Entwicklungsleiters). Es ist seine Aufgabe auf Prozessebene sicher zu stellen, dass das nicht passiert.

Am Ende ist es natürlich auch eine Qualifikationsfrage. Mal einen Code zu programmieren, das lernen Ingenieure oder viele Naturwissenschaftler im Studium. Es gibt da Vorlesungen wie "Programmieren in Java" o.ä. Mit Softwareentwicklung oder gar Softwareengineering hat das noch nichts zu tun. Leute auf dem Niveau, die sich nicht weiter qualifiziert haben, sind für ernsthafte Projekte im Softwarebereich unbrauchbar. Diese Leute können heute und sofort durch KI ersteht werden.

Btw: Nur weil einer ein Informatik abgeschlossen hat, heißt das auch nicht, dass er programmieren kann. Ein wesentlicher Fehler in den ersten Jahren nach der Bologna Reform war, dass die FHs sehr stark auf Wekzeugwissen abgehoben haben. Konzeptionelle Grundlagen fehlten teilweise völlig. Mittlerweile hat sich das wenigstens Ansatzweise geändert, wenn ich mir die Modulhandbücher ansehe.

Ich will das Qualifikationsthema nicht weiter ausführen. Aber es gäbe nach zich betreuten Diplom-, und Abschluß- und Praktikumsarbeiten einiges zu sagen zu Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, zu Bachelor/Master vs. Diplom und zu FH versus Uni und vieles mehr.

Vielleicht noch einen Hinweis: Eine zentrale Fähigkeit für jemanden, der in Softwareprojekten arbeiten will ist Abstraktionsfähigkeit. Das ist auch der Grund, warum i.W.S. mathematisch ausgebildete Personen gar nicht so schlecht in ein Team passen. D.h. aber noch nicht, dass die gut Programmieren können.

---------------------

[...]

Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Woher nehmen sie ihr Wissen dafür? Sollte nicht auch gleich eine KI das coachen übernehmen?

Wenn ich noch vor einem halben Jahr den Aufwand eines ernsthaften Programmierers bei 20/80 bzgl. KI Coding / Human Coding gesehen habe, würde ich heute das Verhältnis eher umgekehrt bei 80/20 sehen. Gerade Claude ist wirklich, wirklich gut.

Wenn wir also über Coding durch KI reden, sprechen wir grob von 20% Projektaufwand der durch die Anwendung von KI produktiver gestaltet werden kann. Allerdings, wie sehr leicht einsichtig ist, nicht zum Nulltarif: Irgendjemand muss, vereinfacht gesagt, das System auch prompten.

Trotzdem sind in den anderen 80% eines SW Projektes noch da und entscheidend. Freilich, auch hier sehe ich Möglichkeiten des KI Einsatzes. Ich kann mir z.B. schon vorstellen, dass ein KI Agent die Infrastruktur eines Unternehmens analysiert und Architekturentscheidungen trifft. Ich hätte an der Stelle aber das Bedürfnis eine Security Debatte zu führen. Auch in der QS kann ich mir einiges vorstellen. Ggf. sogar auch in CD/CI bzw. DevOps Prozessen.

---------------------

Am Ende hätte ich eine Bitte: Lass uns sauber unterscheiden zwischen Programmieren, Softwareentwicklung und Softwarengineering.


Geändert von Helmut S (Heute um 10:21 Uhr).
Helmut S ist gerade online   Mit Zitat antworten
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