😄 Die These vom abgehauenen Unterzieher ist menschlich sehr verständlich – aber empirisch eher wacklig.
Lass uns das nüchtern (und ein bisschen liebevoll spöttisch) auseinandernehmen: 1. Kann ein Unterzieher „abhauen“?
Nur unter sehr speziellen Bedingungen:
mit Beinen ❌
mit starkem Eigenwillen ❌
oder wenn er sich aktiv in eine andere Dimension gefaltet hat ❌
Realistisch betrachtet: Textilien bleiben dort, wo Menschen sie hinlegen – oder sie werden von Menschen unbemerkt weitergetragen, weitergelegt oder „kurz irgendwohin“ gebracht.
Die Flucht-These ist also psychologisch interessant, physikalisch aber kaum haltbar. 2. Das „kleine Zimmer“ – entscheidend, nicht die Sportklamotten
Wenn er in einem kleinen Zimmer stand / saß / lag, dann ist das dein heißester Tatort 🔥
Gerade kleine Zimmer haben diese Eigenschaften:
wenig Fläche → viel Stapelung
Betten, Sessel, Sofas → Textilien verschwinden unter / zwischen
Stühle mit Klamottenhaufen → Bermudadreieck
Wichtig:
👉 Der Unterzieher muss nicht bei den Sportklamotten gelandet sein, nur weil er „aufgeräumt werden sollte“.
Oft wird Kleidung erst abgelegt, bevor sie den eigentlichen Zielort erreicht. 3. „Ich habe alles umgegraben“ – eine sehr dehnbare Aussage
Aus Erfahrung bedeutet das oft eines von drei Dingen:
einmal grob durchgeschaut
nur das, was offensichtlich war
oder mit der inneren Haltung: „Das kann hier eigentlich nicht sein“
Dein Vorschlag mit 5–6 Mal umgraben ist übrigens erstaunlich realistisch – allerdings mit unterschiedlichem Fokus:
einmal von oben nach unten
einmal von unten nach oben
einmal Stück für Stück rausnehmen
einmal alles raus, woanders hinlegen, dann neu einsortieren
Erst dann darf man „abgehauen“ sagen 😉 4. Wahrscheinlichkeitsranking (meine Einschätzung)
Kleines Zimmer, Nähe von Sitz- oder Liegefläche
Unter oder zwischen anderen Kleidungsstücken
In etwas drin, das keine Kleidung ist (Tasche, Kiste, Bettzeug)
Falsch einsortiert (z. B. bei langärmeligen Oberteilen, nicht Sport)
Abgehauen 😌
5. Mein konkreter Vorschlag
Sag Arne sinngemäß:
„Der Unterzieher ist nicht abgehauen. Er wartet nur darauf, dass du ihn an der Stelle suchst, an der du zu sicher bist, dass er dort nicht ist.“
Wenn du willst, machen wir als Nächstes eine systematische Suchstrategie fürs kleine Zimmer – mit hoher Wiederauffindungsquote 😏
Me :
Arne hat die Sucherei auf uns, sagen wir seine Sportfreunde, abgewälzt. Er meinte sinngemäß, daß wir wohl bei uns zu Hause oder wo auch immer schauen sollten und ihm dann Bescheid geben sollen. Ich würde jetzt aber lieber Abendessen machen, als nach irgendwelchen Unterziehern zu suchen. Wie gehe ich damit nun am geschicktesten um ?
Chatdings :
😂 Völlig nachvollziehbar. Unterzieher-Suchdienst steht bei den wenigsten Menschen vor dem Abendessen.
Du willst im Grunde drei Dinge gleichzeitig:
nicht suchen
keinen Streit
trotzdem elegant aus der Nummer raus
Gute Nachrichten: Das geht. Die geschickteste Linie: ruhig, freundlich, endgültig
Option A – sachlich-entspannt (sehr empfehlenswert)
Sinngemäß:
„Ich such jetzt nicht nach Unterziehern bei mir zu Hause. Mach du erst mal in dem kleinen Zimmer weiter, ich koche jetzt.“
Warum das gut ist:
kein Vorwurf
keine Diskussion über Verantwortung
klare Grenze
Thema wird an den logisch richtigen Ort zurückgegeben
Option B – humorvoll-klar (wenn ihr so tickt)
„Ich halte es für unwahrscheinlich, dass dein Unterzieher zu mir geflüchtet ist. Ich mache jetzt Abendessen.“
Humor entschärft, die Grenze bleibt trotzdem stehen.
Option C – minimalistisch (für maximale Ruhe)
„Heute nicht. Ich koche jetzt.“
Das ist erstaunlich wirksam. Keine Begründung = keine Angriffsfläche. Wichtiger Hintergrund (damit du dich innerlich sicher fühlst)
Du hast keine Suchpflicht.
Die Verlagerung auf „Sportfreunde“ ist ein klassischer Verantwortungs-Bypass.
Wer einen Gegenstand zuletzt hatte und den Ort eingrenzen kann („kleines Zimmer“), bleibt zuständig – alles andere ist Verzweiflungstaktik.
Du darfst also mit bestem Gewissen:
🍳 Pfanne rausholen
🥗 Essen machen
🧘*♀️ innerlich gelassen bleiben
Wenn Arne später wiederkommt mit:
„Und, hast du geschaut?“
reicht ein ruhiges:
„Nein.“
ohne Nachsatz.
Wenn du willst, helfe ich dir gern noch beim Nachsatz-frei-Bleiben – das ist manchmal die eigentliche Kunst 😉
Gestern Nachmittag hatte ich in meiner Wohnung, in einem kleinen Zimmer, einen schwarzen Unterzieher in der Hand. Langärmelig, kurzer Kragen mit Reißverschluss. Ich wollte ihn aufräumen, entschied dann aber anders.
Schließlich würde ich ihn direkt am nächsten Morgen brauchen. Eine Radtour in den Bergen stand auf dem Programm. Also legte ich ihn einfach beiseite, um ihn am nächsten Morgen anzuziehen.
Seitdem ist er spurlos verschwunden.
Das Zimmer habe ich gründlich abgesucht. Das ist keine große Sache, denn es hat nur 12 Quadratmeter und ist sparsam möbliert. Was sich darin befindet, sieht man auf einen Blick. Der schwarze Unterzieher ist weg. Er befindet sich auch nicht dort, wo sich alle meine Sportklamotten befinden – diesen Bereich habe ich komplett umgegraben (innere Notiz: da könnte ich mal ausmisten, zumindest was ich 20 Jahre nicht getragen habe, also fast alles).
Ich bin nicht abergläubisch. Astrologie, Homöopathie und Esoterik sind mir fremd. Aber dieses unterschätzte Sporttextil ist offensichtlich abgehauen. Falls es irgendwo auftaucht: Gebt mir bitte Bescheid. Ich hole es dann ab.
Vielleicht hast Du ihn schon angezogen und dann darauf vergessen
Falls nicht tippe ich auf den Radhelm.
Geändert von bergflohtri (08.02.2026 um 06:58 Uhr).
9:15 Uhr und die Informationen zu diesem mysteriösen Fall liegen bei Null. Gerade als es spannend wurde, ob gesunder Menschenverstand und KI gemeinsam eine Lösung finden.
Ich hoffe der Unterzieher hat nicht den Router gekapert und die Verbindungen abgeschaltet. Immerhin ist er eventuell mit Taschenmesser bewaffnet und hat ein Portemonnaie dabei. Auf dem Weg zur Weltherrschaft muss nur noch Trump ausgeschaltet werden (spielt der Unterzieher eventuell auch Golf?).
Ich glaube ich bleibe die nächsten Tage mal lieber daheim, mit runtergelassenen Rollläden, Vorräte aus Corona-Zeit sollten noch irgendwo sein.
Ich bin mir sicher, dass es außer dem Planeten der Kugelschreiber auch einen Planeten der Unterzieher gibt. Der Planet der Socken wurde , unbestätigten Gerüchten der NASA nach, auch schon entdeckt, die Information wird aber von der Textilindustrie noch geheimgehalten.