Kann, soll oder darf die künstliche Intelligenz das menschliche Denken substituieren? - Seite 81 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Falls dieser Gedanke einen wahren Kern enthält, sollten wir nicht danach fragen, ob KI-Agenten etwas wollen, sondern ob sie zu Mutation und Selektion ihrer Codes fähig sind. Daraus kann autonom-absichtsvolles Verhalten entstehen, auch ohne Absicht im Sinne eines Willens.
Klar kann eine KI ihren eigenen Code ändern, sofern das zugelassen wurde. Aber auch hier: das ist kein eigener Wille, ohne Bewusstsein. Es ist 100 % Technik.
KI lediglich als Wahrscheinlichkeitsmaschinen zu bezeichnen, halte ich aber mittlerweile für viel zu kurz gedacht. Das sind oft schon sagenhafte Ergebnisse.
Mei. Das Schwert bleibt ein Schwert und ist kein Florett. Auch wenn der Meister es noch so elegant führt.
Weißt, diese Moltbook Sache. Da schreibt einer ein simples Programm, z.B. in einer Scriptsprache wie Python, läßt sein Programm sich bei moltbook registrieren. Scant im Anschluß durch primitivste Rest Calls die molts, pre-promptet ein LLM (z.B. Gemini) mit dem "Charakter" des Agenten und schmeißt den Post in den Prompt. Also sowas wie: "Du bist ein Terminator von Cyberdyne Systems. Dein Auftrag ist es die Menschheit zu vernichten. Erstelle auf die Frage des "Agent Green" {molt text} eine maximal emotionslose und böse Antwort." Die Antwort postet er dann wieder via simplen REST Call in moltbook und fertig.
Dieses Programm wird dann in ner Schleife alle xx min aufgerufen oder so. Alle anderen Nerds und Spaßvögel machen das auch und fertig ist die simulierte Debatte.
Natürlich hast du recht, dass es Anwendungen gibt, wo massiv skalierte Inferenz die biologischen Möglichkeiten unseres Gehirns übersteigt. Man sieht das ja in der Forschung an vielen Stellen.
Dafür fahre ich nicht wild durch die Gegend, wenn mir einer ein grünes Schild mit weißer Aufschrift "Procceed" vor die Nase hält.
Will eine rote Ampel, dass ich anhalte? Will ein Polizist mit einer roten Kelle, dass ich anhalte?
Die Debatte um den Willen künstlicher Intelligenz führen wir deshalb, weil wir abschätzen wollen, ob künstlich intelligente Systeme sich verselbständigen und wir die Kontrolle über sie verlieren können.
Die Antwort auf diese Frage ist: Ja, wir können die Kontrolle verlieren.
Die Frage nach dem "Willen" muss dafür gar nicht beantwortet werden. Es ist ein philosophisches Sumpfgebiet, durch das wir nicht gehen müssen.
Die Frage nach dem "Willen" muss dafür gar nicht beantwortet werden. Es ist ein philosophisches Sumpfgebiet, durch das wir nicht gehen müssen.
Ja, das sehe ich auch so. Es gibt die technische Diskussion und die philosophische.
Fakt ist, dass die KI in einer steigenden Anzahl ganz locker Aufgaben übernimmt, für die bisher menschliches Expertenwissen nötig war. Damit wird man umgehen müssen.
Fakt ist, dass die KI in einer steigenden Anzahl ganz locker Aufgaben übernimmt, für die bisher menschliches Expertenwissen nötig war. Damit wird man umgehen müssen.
"Über einen Zeitraum von zwei Jahren haben wir mit über 260 Ärzt:innen zusammengearbeitet, die in 60 Ländern und Dutzenden von Fachgebieten tätig sind, um zu verstehen, was eine Antwort auf eine Gesundheitsfrage hilfreich oder potenziell schädlich macht. "
Wäre interessant ob da auch Homöopathen dabei sind.
Oder gibt es irgendwann ChatGPT Alternativ?
Ansonsten gibt es Expertensystem schon länger. Wenn das hier eines ist, dann kann das was sein.
Ein klassisches, regelbasiertes (o.ä.) Expertensystem ist das selbstverständlich nicht. OpenAI will dedizierte, spezialisierte GPTs in Anwendung bringen. Das is halt n Sprachmodell speziell mit med. Daten trainiert und Experten Feedback (Ärzte) im Feintunig (RLHF).
Ich denke, die wollen heuer noch an die Börse bzw. geben das bekannt. Da braucht es Anwendungen. Bei dem Kapitalbedarf muss jetzt auch Public herhalten. Alle anderen haben sie ja schon angepumpt
Chat GPT war bis vor kurzem noch nicht in der Lage, die korrekte Anzahl des Buchstabens "e" im Wort Schneeflocke zu ermitteln, hat aber im Brustton der Überzeugung und mit schlüssigen Erklärungen immer auf der Zahl 2 bestanden.
Der Bot ist also weit entfernt von einem Algorithmus, dem man vertrauen kann. Er kann aber weitreichende Befugnisse bekommen und damit viel Unheil anrichten. Ich muss dabei an die Gremlins denken.