Kann, soll oder darf die künstliche Intelligenz das menschliche Denken substituieren? - Seite 79 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Ich halte KI-Bots, die auf Social Media miteinander diskutieren, für eine nützliche Entwicklung.
Wer einen Schachcomputer besitzt, der schlauer ist als man selbst, kennt eine vergleichbare Situation: So eine Maschine nervt. Erst wenn man einen zweiten Schachcomputer anschafft, sodass diese gegeneinander spielen, hat man wieder seine Ruhe und Zeit für andere Dinge.
Du verkennst den Ernst der Situation. Gefühlt 2/3 der Berichterstattung - auch in seriösen Medien - ist mittlerweile darüber, wer was in welchem sozialen Medium sekretiert hat. Wenn also zwei KI Bots auf X irgendwelche Battles austragen und die Journalisten-KI, die in Zukunft unsere News generiert, das für relevant hält, sind wir die Verarschten. Selbst wenn wir selber erstmal keinerlei social Media-Dünnfiff konsumieren.
Ich fürchte, wir entkommen dem Wahnsinn nicht mehr.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Ich halte KI-Bots, die auf Social Media miteinander diskutieren, für eine nützliche Entwicklung.
Wer einen Schachcomputer besitzt, der schlauer ist als man selbst, kennt eine vergleichbare Situation: So eine Maschine nervt. Erst wenn man einen zweiten Schachcomputer anschafft, sodass diese gegeneinander spielen, hat man wieder seine Ruhe und Zeit für andere Dinge.
Die Sache ist nur, dass die betreffenden Bots sich selbsttätig auf Moltbook anmelden und dort nicht über Schachprobleme reden sondern Zugriff auf die reale Welt haben. Die können Sachen mit Deiner digitalen Infrastruktur und Deinem Internet der Dinge machen. Es ist schon spooky, wenn Dich Dein privater bot anruft, mit Dir spricht und Dinge weiß. (In Abwandlung eines Zitats von T. Lannister)
Die Sache ist nur, dass die betreffenden Bots sich selbsttätig auf Moltbook anmelden und dort nicht über Schachprobleme reden sondern Zugriff auf die reale Welt haben. Die können Sachen mit Deiner digitalen Infrastruktur und Deinem Internet der Dinge machen. Es ist schon spooky, wenn Dich Dein privater bot anruft, mit Dir spricht und Dinge weiß. (In Abwandlung eines Zitats von T. Lannister)
Wenn man das nicht reguliert, wird es irgendwann nicht mehr möglich sein. Das wird in relativ kurzer Zeit eine massive Umwälzung des Berufslebens bedeuten. In dem Bereich wo ich meine kargen Brötchen verdiene, passiert das schon.
Unser politisches Führungspersonal redet aber von mehr und länger arbeiten. Die haben das einfach noch gar nicht richtig verstanden. Denken in der Vergangenheit weiter.
Die Büchse der Pandora. Einmal freigelassen und mit Deinen Passwörtern ausgerüstet, kann Dein persönlicher Bot dein Leben zerstören oder mindestens in große Unruhe bringen, wenn er will. Was will so ein bot? Nicht abgeschaltet werden. Schlimm genug. Was noch? Das kann keiner beantworten.
Die Büchse der Pandora. Einmal freigelassen und mit Deinen Passwörtern ausgerüstet, kann Dein persönlicher Bot dein Leben zerstören oder mindestens in große Unruhe bringen, wenn er will. Was will so ein bot? Nicht abgeschaltet werden. Schlimm genug. Was noch? Das kann keiner beantworten.
Der Bot kann ein Eigenleben entwickeln, ohne Sinn und Verstand. Das ist überhaupt kein Problem. Wir fallen schließlich auch ungefragt auf diesen Planeten und tun und machen dann irgendwas oder auch nicht.
Das würde ich bezweifeln, Jimmi. Der Bot selbst kann nur selbst etwas "wollen", wenn er eine Form von Bewusstsein hat. Das sehe ich derzeit nicht.
Er verfolgt stattdessen Ziele, die man ihm einprogrammiert und trainiert hat, wenn ich das richtig verstehe.
Ganz verstanden hast du das möglicherweise nicht: Klassische Computerprogramme folgen deterministischen Regeln in Form von Algorithmen. Moderne Agenten dagegen arbeiten probabilistisch, lernen aus Daten und können ihr Verhalten situationsabhängig dann anpassen. Dadurch wirken sie nach außen hin zwar autonom und nicht mehr strikt vorhersagbar. Trotzdem verfolgen sie keine eigenen Ziele im philosophischen Sinn und haben auch kein Bewusstsein, so wie wir. Ihre Zieldefinition stammt weiterhin vom Menschen, da hast du natürlich recht. Entscheidungen kommen aber anders zustande als mit IF...THEN...ELSE.
Es geht also weniger ums "Wollen", sondern wie Agenten zu Entscheidungen kommen (eben nicht durch hartcodierte Algorithmen)