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Zitat von Adept
Arnold hat im Interview gesagt, dass er wieder Kosten/Preis in den Fokus der Räder stellen möchte, bissi back-to-the-roots. 
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Hallöchen,
Gibt es hierzu auch Infos zum Zeitfenster, wann dieses Ziel umgesetzt werden könnte?
Bin nicht Up to date, ob die Listenpreise der Rennräder (Aeroad und Co.) in 2026 bereits etwas mehr geerdet sind als in 2025…
Andererseits sind die Sponsorenverpflichtungen in 2026 fix und dort wird Canyon mittelfristig nicht sparen können.
Aus dem Kopf meine (unvollständige) Canyon-Profi-Radsport-Übersicht für 2026:
Alpecin-Premiertech
Movistar
Canyon/SRAM
Felix-Deceuninck
Dazu noch ein BNL-Development-Team und über einen Einstieg als Ausrüster für ein mögliches Gravel-Profi-Team wurde zumindest 2025 noch spekuliert.
Pro Rennstall gehen da pro Jahr bis zu 5 mio EUR aus dem Canyon-Tresor weg (Material, Bikefitting, vielleicht auch Prämien).
MvdP hebt die Mühlen regelmäßig als Sieger über die Ziellinie und besitzt einen individuellen 10 Jahresvertrag und einem geschätzten Gesamtvolumen von ca. 5 mio (Minimum, könnte auch locker das Doppelte/Dreifache bei anhaltender Erfolgswelle werden).
Meine Bierdeckelrechnung:
Das macht in 2026 einen Mindestwert an „Support“ von einem zweistelligen Millionenbetrag (sagen wir mal 10 mio/Minimum, eher 20 mio+/2026)
Bei geschätzten 40% RR-Anteil am Gesamtumsatz (letzte bekannte Zahl aus 2022 - COVID-19 Pandemiejahr=Rad-Absatz-Rekordjahr - waren knapp 232.000 Räder) sind dies knapp 100.000 RR‘s/TT‘s (realistischer sind wahrscheinlich „nur“ 80.000).
Weil: Der landesweite Absatz aller Bikes in Deutschland 2024 ist um 20% im Vgl. zu 2022 zurückgegangen, das wäre für Canyon quer gerechnet eine Stückzahl von ca. 186.000/Jahr bzw. 74.000 RR/TT.
Canyon verkauft Räder zwischen 2.500 bis weit über 10.000 EUR, wobei der Anteil der „mittelpreisigen“ RR‘s deutlich höher ist als der Anteil der hochpreisigen Bikes.
Nehmen wir als Durchschnitt 5.000 EUR/Rad.
Der „Aufpreis“ durch‘s Sponsoring wären hier eigentlich „nur“ 140-200 EUR/Rennrad, so denn das Sponsoring im Profi-Radsport ausschliesslich durch den Verkauf der Rennräder abgedeckt werden würde.
Ist der Absatz nach dem Covid-Peak noch drastischer abgestürzt, das Sponsoring wiederum stabil oder sogar ausgebaut wurde, erhöht sich der „Aufschlag“ für Hinz&Kunz dann natürlich entsprechend.
No Front against Canyon - Specialized, Cervelo und Co. engagieren sich natürlich in ähnlichem Umfang im Profiradsport und der private Hobbysportler aka Käufer bezahlt seinen Anteil am Sponsoring dort genauso mit (wer mal beim Saison-Abverkauf von Visma war, weiß Bescheid, dass es hier bei weitem nicht nur um 100 Cervelo-Rahmen/Jahr geht…).
Bzgl. Triathlon habe ich keine Ahnung, vermutlich fährt ein Großteil der zweiten Reihe die Canyons ohne weitere, zusätzliche Geldleistungen.
Für Atzen wie Rico Bogen, PL oder Laidlow gibt‘s auf jeden Fall mehr „Support“.
Persönlich finde ich einige Canyon-RR-Modelle saugeil, hatte ja auch bereits Speedmäxe und Aeroad.
Aktuell kommt es für mich allerdings nicht mit in die Top 5 Wunschliste für das N+Einste Bike, zu aggressive Werbung (egal ob bei Google-Suchanfragen oder den Atzen von Rad-Race und deren penetrante „Canyon über alles“-Philosophie), die Hochpreis-Philosophie als Versenderkette und auch unser viel zu kurzes Radsportlerleben, um es bei dem vielfältigen, geilen aktuellen Material zu oft mit derselben Marke zu verplempern.
Ride On!
