Mir geht es um etwas anderes. Ich spreche von Verletzungsgefahr nicht durch Ausrutschen oder Stolpern, sondern durch die ungewohnte Belastung der Achillessehne. Hier gibt es ein erhöhtes Risiko von Sehnenreizungen.
Ähnlich verhält es sich mit Trainingsläufen auf Sand, zum Beispiel am Strand.
Die Devise lautet natürlich: immer schön langsam, genau wegen dieser ungewohnten Belastung. Aber wenn man griffige (Trail)-Schuhe anzieht und Vorsicht walten lässt, ist genau diese zusätzlich nötige Stabilisierung ein netter Trainingseffekt, den man gern mitnehmen kann.
(Sagt jemand, der sich vor zwei Jahren beim Joggen auf vereistem Weg den Fuss gebrochen hat. Es gibt also Grenzen, bei Glatteis wirds halt saugefährlich.)
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Ich nutze seit mehreren Jahren die Überzieh-Spikes, die vorne verlinkt wurden. Damit komme ich prima zurecht und möchte die nicht mehr missen. Sie geben einen ausgesprochen guten Halt sowohl auf gefrorenem Schnee als auch auf richtigen Glatteispassagen. Man kann aber auch über freien Asphalt ganz normal damit laufen, dann wird’s halt etwas lauter. Klar ist auch dass man damit langsamer ist, aber das gebieten ja alleine schon die Verhältnisse.
Die Sohle des Schuhs wird durch die Überzieher nicht merkenswert versteift. Ich schreibe das dazu, weil diese Vermutung hier hochkam.
Ich benutze die, seit Jahren, bin ich sehr zufrieden.
Ich laufe sehr gerne in Schnee, ist doch was besonders , wobei hier selten ist.
Ich verspreche mir davon auch ein Trainings Effekt immerhin ist in Schnee zu laufen sehr Kraft betont und deswegen auch setzt ein besondere Reiz.
Natürlich Länge und Geschwindigkeit müssen angepasst werden.
Ich hatte letzte Woche die Chance einige Superschuhe auf dem Laufband probelaufen zu dürfen.
In Folgendem beschreibe ich meinen subjektiven Eindruck der Schuhe. Ich bin die Schuhe in einem moderaten Tempo von um die 14 km/h gelaufen.
Zu meinem Laufstil: Ich habe keinen stilistisch schönen Laufstil wie Frodeno, sondern bin eher so wie die Brownlees unterwegs, laufe komplett Mittel-/ Vorfuß mit neutraler Beinachse (sprich Neutralschuh ohne Stützen). Meine Landephase ist aber tendenziell auf der Außenkante, der Abdruck erfolgt aber hauptsächlich über das Großzehengelenk.
1. Kandidat: Adidas Adizero Pro 4
Der Schuhe lässt sich gut anziehen, aber die Zunge ist wohl aus gewichtigsgründen dünn wie Papier. Das stört beim Laufen überhaupt nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass das in der T2 mit schwitzigen Händen (gerade auf der Kurzdistanz, wo man es dann doch irgendwie eilig hat) etwas fummelig werden kann. Das lässt sich final natürlich nur im Rennen bestätigen.
Das Laufgefühl im Schuh ist super, wirklich reaktiv der Schaum, die Geometrie des Rockers ist gut, durch die Rods fühlt sich der Schuh geschmeidiger als Schuhe mit durchgehender Platte an.
Für mich ist der größte Nachteil des Schuhs, dass die Sohle vorne am
Rocker nach außen etwas hochgezogen ist und damit für meinen Laufstil wenig Feedback beim Aufkommen gibt. Dadurch habe ich ein etwas schwammiges Gefühl, das die Highspeedkamera jedoch nicht als Instabilität zeigte.
Ich würde den Schuh sofort kaufen und laufen, aber es zeigte sich im Verlauf, dass es einen Schuh gibt, der mir vom Gefühl mehr zusagte.
2. Kandidat: Saucony Endorphine Elite 2
Anziehen klappt super, deutlich „mehr“ Obermaterial als der Adidas, aber: die Zunge ist jeweils links und rechts am Schuh an mehreren Stellen festgenäht. Wenn ich die Schuhe so schnüre, dass ich sicheren Halt habe, drückt das bei mir am Rist nach kürzester Zeit. Ich würde in dem Schuh nicht mal 5km laufen wollen, selbst da wäre es unbequem.
Die Dynamik des Schuhs ist reaktiv, vergleichbar mit dem Adidas, aber insgesamt noch weicher mit weniger Untergrundfeedback. Das ist Geschmacksache, ob man das will, mir war es tatsächlich etwas viel Entkopplung, aber aufgrund des Passform nicht relevant, da eh nicht in der engeren Auswahl.
3. Kandidat: Nike Alphafly 3
Ich bin den Alphafly 1 gelaufen und anziehen hier war okay, die Sockenkonstuktion ist eben eng, mit einer separaten Zuge hat man eben eine größere Öffnung. Den Alphafly 2 bekam ich gar nicht angezogen, sodass ich den nie gelaufen bin. Der 3er ist wieder näher am 1er, sodass ich es als Triathlon-machbar bezeichnen würde, optimal ist es nicht.
Hinsichtlich des Laufgefühls merkt man, dass es ein Nike ist, fühlt sich wie ein Alphafly an. Aber: Der ZoomX Schaum ist von der Reaktivität gefühlt mindestens eine Nummer hinter Lightstrike Pro. Hier hat Nike den Anschluss gefühlt verpasst und sich zu sehr ausgeruht. Der Alphafly ist immer noch laut (nicht mehr so laut wie der 1er, aber deutlich lauter als der Adidas oder Saucony
4. Kandidat: Puma Fast R3
Passform und Obermaterial ist sehr ähnlich wie der Adidas. Am Mittelfuß einen Tick enger, aber nicht unangenehm.
Beim Laufen ist er sehr reaktiv, sehr ahnlich dem Pro 4, ohne dabei indirekt zu sein.
Durch die stark hinterschnittene Ferse muss man aber zwingend Vor- oder mindestens Mittelfuß laufen. Für mich absolut kein Thema, aber wer das nicht kann sollte den Schuh auf keinen Fall laufen. Hier ist der Adidas deutlich freundlicher.
Was wirklich krass fühlbar ist, ist die nach vorne rausgezogene Carbonplatte die so eine Lasche an der Spitze bildet.
Ich kann mich hier super abdrücken und die Schrittlänge ist bei identischem Tempo um 4cm länger als beim Adidas. Ob das bei schnellerem Tempo oder größerer Ermüdung so bleibt, kann ich nicht sagen, aber ich nehme es vorweg. Das wird mein Wettkampfschuh für 2026.
5. Kandidat: Asics Metaspeed Sky Paris
Es war ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Puma und Asics. Ich würde mir nicht zutrauen, dass ich in einem Blindtest die beiden Schuhe auseinanderhalten könnte, so ähnlich haben sie sich für mich angefühlt.
Der Asiscs hat minimal mehr Zunge, was ihn zum Anziehen (auch in der T2) zum Besten Kandidaten macht.
Der Schaum ist super reaktiv, vermittelt aber immer noch einen guten Eindruck vom Untergrund. Das Obermaterial drückt nicht, die Schnürsenkel sind extrem gut.
Die Entscheidung zu Gunsten des Pumas kam nur dadurch, dass das das letzte Modell war und der sonst komplett ausverkauft ist und damit für mich so ein „Ich habe Nessi gefunden“-Gefühl gegeben hat.
6. Kandidat: Asics Metaspeed Ray
Der Schuh ist einfach surreal. Wie ein Schuh mit so einer dicken Sohle so leicht sein kann, ist unbegreiflich. Ich bin vor 20 Jahren mal einen Asics Piranha gelaufen. Der war genauso leicht, hatte aber gefühlt soviel Sohle wie ein Spike.
Das Obermaterial ist so dünn, ich hatte Angst, es zerreißt beim Anziehen (ist es natürlich nicht).
Der Schuh ist reaktiv, es ist unnormal. Die Dämpfung ist allen andern Schuhe massiv überlegen. Ich staune immer noch, über den Schuh. Aber: Die Sohle oder besser gesagt, die Nicht-Sohle ist das Problem. Ich kenn kaum einen Triathlon bei dem man auf der Laufstrecke nicht wenigstens ein paar 100m über Schotter/ Waldboden oder
Ähnliches Laufen muss. Es tat mir schon in der Seele weh, dass ich den Schuh über Split auf Asphalt gelaufen bin. Wenn ich dran denke, dass man den Schuh am Kanal in Roth laufen soll und wie er danach aussieht… Für einen Major Marathon wie Berlin, Rotterdam und Co mit dem 100% Asphalt ist das okay, im Triathlon kann ich mir das nicht vorstellen.