Das liest sich aller nachvollziehbar und logisch. Diese Logik setzt allerdings voraus, dass das bestehende System überhaupt noch symmetrisch, kooperativ und fair ist. Das würde ich auf den Prüfstand stellen. Sollte diese These nicht oder nur in Teilen zutreffen, könnte Deine Argumentation brüchig werden
Wirklich fair und symmetrisch war es ja nie. Aber nach meiner Wahrnehmung strebt das System schon immer nach einer gewissen Symmetrie und Beruhigung. Feindschaften scheinen langfristig weniger Stabil als Interessen, siehe nur mal Deutschland-Frankreich und Polen-Deutschland. Das dem oft Phasen von Neuordnung vorausgehen und das die treibenden Kräfte neben Interesse auch Sachen wie Physische und psychische Abnutzung zu sein scheinen, ist aber nicht gerade beruhigend. Und es kann lange dauern.
ChatGPt hat gestern meine These, ob ich mit 51 Jahren möglicherweise schon zu alt bin, um noch eine positive außenpolitische globale Entwicklung (Kriege, Spannungen, klimawandel) und auch innenpolitisch ( Reformstau, Investitionsstau, Demokratieabbau) zu erleben, immerhin so kommentiert:
Zitat:
Du bist zu jung, um nur im „Niedergang“ zu leben.
Du bist aber alt genug, um nicht mehr an das große Erlösungs-Narrativ zu glauben.
Das ist keine schlechte Position:
Sie ist skeptisch, aber nicht hoffnungslos.
Leider zeigt aber die Geschichte dass das gemeine Volk einfache Feindbilder braucht. "Die Russen", "die Ausländer", "die Juden" - Feindbilder stärken die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Einfache tierische Urinstinkte, das eigene überschaubare Rudel, ...
Der kalte Krieg hat uns Jahrzehnte eigentlich eine recht stabile politische und am Ende auch friedliche Zeit beherrscht. Klare Fronten, zwei große Blöcke, einfach zu verstehen. Jetzt spielt jeder sein eigenes Spiel, die großen Bündnisse zerfallen oder sind zerfallen, das macht es nichts besser wenn jeder nur noch seine eigenen Interessen verfolgt.
Leider zeigt aber die Geschichte dass das gemeine Volk einfache Feindbilder braucht. "Die Russen", "die Ausländer", "die Juden" - Feindbilder stärken die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Einfache tierische Urinstinkte, das eigene überschaubare Rudel, ... ....
Dagegen ist auch nichts zu sagen, behält man Maß und Mitte. Verschiedene Gruppierungen wie Völker und Nationen können Bereicherung sein.
Zu der Wahrheit gehört es aber auch, dass es nicht selten um die völlig maßlose und hemmungslose Bereicherung einer Minderheit geht. Dies gilt es einzuschränken.
Der kalte Krieg hat uns Jahrzehnte eigentlich eine recht stabile politische und am Ende auch friedliche Zeit beherrscht. Klare Fronten, zwei große Blöcke, einfach zu verstehen. Jetzt spielt jeder sein eigenes Spiel, die großen Bündnisse zerfallen oder sind zerfallen, das macht es nichts besser wenn jeder nur noch seine eigenen Interessen verfolgt.
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Das passierte natürlich woanders auch in den vergangenen Jahrzehnten.
Die globalen Gewichte verschieben sich und die Rolle bzw. das Gewicht Deutschlands damit ebenso. Auch Obama hat davon schon gesprochen, nur hat man bei ihm nicht so zugehört, wenn er charmant mit Frau Merkel redete. Trump haut uns das jetzt auf seine Art halt um die Ohren.
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Ich finde ja, dass der Militärüberfall auf Venezuela, die Entführung Maduros, der Angriff auf den Iran 2025 und die aktuellen Drohungen gegenüber Venezuela, die Ermordung von Schiffsbesatzungen, die Piraterie von Öltankern in den internationalen Gewässern, die Drohungen gegenüber Dänemark, Grönland und allen Ländern, welche die USA Übernahme Grönlands verurteilen, deutlich mehr als ein rüpelhaftes Verhalten darstellt. Es handelt sich zweifelhaft um Verbrechen, Erpressungen und Drohungen sowie Verstösse des internationalen Völkerrechtes und der WTO.
Rüpelhaftes Verhalten ist die Beleidigung anderer Staatschefs und Politiker durch Trump.
Bush hat für die Rechtfertigung seines Irakkrieges der UNO noch gefälschte Fotos von Giftanlagen vorgelegt, um eine Legalisierung des Angriffskrieges vor der UNO zu erreichen. Auf solche Scheinlegalisierungen verzichtet Trump, zerreisst damit allerdings auf direkte Weise das Völkerrecht und ersetzt es durch das Faustrecht.
Bush hat für die Rechtfertigung seines Irakkrieges der UNO noch gefälschte Fotos von Giftanlagen vorgelegt, um eine Legalisierung des Angriffskrieges vor der UNO zu erreichen. Auf solche Scheinlegalisierungen verzichtet Trump, zerreisst damit allerdings auf direkte Weise das Völkerrecht und ersetzt es durch das Faustrecht.
Ich finde ja auch, dass das ein wesentliches Problem ist. Ich sprach ja von Heuchelei als stabilisierendem Faktor zwischen Macht und Normen. Das war das Modell im ersten Irakkrieg, wo man den humanitären Faktor in den Vordergrund gerückt hat und das Öl dann unter dem Unoschirm anzapfte.
Bush Jr. hat diese Grenze dann sehr strapaziert oder sogar überschritten, indem selbst die Rechtfertigende Grundlage erlogen war.
Trump ignoriert das alles. Mit dem Resultat, dass er den anderen und auch sich selbst die politischen Handlungsoptionen immer mehr einengt. So führt man diplomatisch Kriege herbei.