Soooo, Leute,
das Jahr ist fast um, ich schreibe mal noch einen letzten Beitrag in 2025. In zwei Wochen wird dieser unnötige Blog übrigens 15 Jahre alt, Wahnsinn! Und ich freue mich, dass immer noch ein paar Leute hier mitlesen, obwohl er seine "Glanzzeiten" längst hinter sich hat.
Da ich ja jemand bin, die sich immer Silvestervorsätze für das kommende Jahr macht, das heute also auch noch ansteht, nehme ich mir vielleicht auch mal wieder vor, diesen Blog etwas zu beleben und lesenswerter zu machen. Allerdings wisst ihr ja, wie das mit den Silvestervorsätzen meistens läuft...
Wo wir gerade beim Thema Vorsätze sind: Die teile ich meistens zusammen mit meiner Freundin Inga in Themengebiete ein. Diese Überschriften eigentlich immer dieselben, die Vorsätze manchmal auch.
Ich nutze einige der Überschriften jetzt hier, um ein kurzes Fazit des ablaufenden Jahres zu ziehen und ein paar Überlegungen für das kommende Jahr aufzustellen.
Sport
Naja, was soll ich sagen? Sportlich ist es bei mir ja jetzt schon seit Jahren eher unspektakulär. In diesem Jahr habe ich nicht einen Triathlon gemacht, weil ich wegen meiner Knieprobleme nicht laufen konnte. Voll ätzend. Also, dass ich nicht laufen kann. Ich hoffe sehr, dass ich die Knieprobleme in der ersten Hälfte des kommenden Jahres hinter mir lassen kann, denn ich will ja, wie hier kürzlich gesagt, weniger schwimmen und mehr gesellig Sport machen. Laufen will ich auf jeden Fall und bin voller Sorge, dass sich meine Kniebeschwerden chronifizieren könnten.
Wettkämpfe hatte ich meiner Erinnerung nach nur zwei: Im Sommer das Langstreckenschwimmen in Neuruppin und im Spätsommer das Usee-Schwimmen in Düsseldorf. Beide Wettkämpfe haben mir ganz gut gefallen, aber ich bin bei beiden halt nur so mitgeschwommen, obwohl ich mich angestrengt habe. Ich war allerdings auch beide Male nicht besonders gut trainiert, weil mein Trainingsfleiß doch arg nachgelassen hat.
Die Westsahara musste ich dann ja ausfallen lassen, weil ich so furchtbar krank wurde.
Auch wenn ich jetzt mit diesen superlangen Sachen jetzt erst mal lassen will, hoffe ich, dass ich trotzdem weiter regelmäßig schwimmen gehe. Eine supernette Freundin aus dem Triathlonverein hat mich eingeladen, dienstags und donnerstags vor der Arbeit mit ihrem Spannmann Jürgen, mit dem sie seit Jahren trainiert, zu schwimmen. Die passen vom Tempo her gut zu mir und ich hoffe, dass ich mich motivieren kann, früher aufzustehen. Denn ich bekomme es ja seit Jahren nicht mehr hin, vor der Arbeit zu trainieren. Allerdings war das bei den großen Umfängen, die ich in den letzten Jahren geschwommen bin, auch nicht so sinnvoll, weil ich immer weit mehr als eine Stunde, meist auch weit mehr als 1,5 Stunden im Wasser war, ich aber vor der Arbeit maximal 1:15 h Zeit habe.
Der Schwimmverein, in dem ich immer noch bin, aber seit Jahren nicht mehr war, veranstaltet Anfang Januar ein Masters-Frühstück. Da möchte ich gerne hingehen und die Leute kennenlernen, weil ich auch mal wieder mit denen trainieren möchte. Meine Überlegung ist es, in 2026 mal ein, zwei Wettkämpfe im Becken zu machen, natürlich lange Strecken, 800 oder 1500 m.
Arbeit
Mein Arbeitsjahr fand ich überwiegend anstrengend. Mein Vorsatz ist da jedes Jahr derselbe: Gute Arbeit machen, motiviert sein. Ich finde, dass ich überwiegend gute Arbeit geleistet habe. Ich hoffe, dass ich es in 2026 schaffe, viel besser im Dokumentieren zu werden, da das extrem wichtig ist und ich es oft katastrophal vernachlässige, weil es so zeitaufwändig ist. Außerdem will ich das Chaos in meinem Büro besser in den Griff bekommen.
Gewicht/Ernährung
Katastrophe! Absolute Katastrophe weiterhin. Daher mache ich gerade noch mal einen Versuch, mit Hilfe von Ozempic, also dieser Abnehm-Spritze. Beim ersten Mal hat das bei mir überhaupt keinen langfristigen Erfolg gehabt, sondern ich hatte die ungefähr 10 kg, die ich problemlos damit abgenommen habe, innerhalb von wenigen Monaten wieder zugenommen. Ich hoffe, dass ich es diesmal hinbekomme, nach Absetzen des Medikamentes so zu essen, dass ich nicht gleich wieder alles zunehme.
Bei meinen Vorsätzen, die ich heute Abend oder morgen Früh mache, werde ich mir daher zum Thema Ernährung noch konkrete Vorsätze überlegen, die das Ziel realistischer machen.
Weiterhin ein schwieriges Thema für mich, auch weil es mein ohnehin stark angekratztes Selbstwertgefühl nicht gerade positiv beeinflusst.
Beziehung/Liebe
Im Januar werden es zwei Jahre sein, dass ich H. das erste Mal traf. Was für eine fulminante Begegnung, die mein Leben durchgeschüttelt hat, wie kaum etwas anderes zuvor! Wer weiß, was wäre, wenn ich ihn nicht kennengelernt hätte. Denn auch wenn ich zu dem Zeitpunkt schon mehrere Monate von Björn getrennt war, so waren wir da doch noch in Kontakt und es wäre wahrscheinlich möglich gewesen, dass wir wieder zusammen kommen. Ich frage mich oft, wie es gekommen wäre, wenn wir wieder zueinander gefunden hätten.
Ich vermisse Björn oft noch immer sehr. Aber in den letzten Monaten ist es besser geworden oder ich kann besser damit umgehen.
Ich kann auch zunehmend besser mit den Herausforderungen meiner offenen Beziehung mit H. umgehen, auch wenn es immer wieder Momente gibt, die richtig kacke sind. Wir versuchen beide, es so gut wie möglich hinzubekommen, das klappt aber nicht immer. Meiner Meinung nach eher von H.s Seite aus, der sich kürzlich z.B. mal wieder einen Klopper geleistet hat, der mich unfassbar verletzt hat.
Aber wir erleben auch viele schöne Dinge miteinander und vieles davon hat damit zu tun, dass wir eben sexuell offen und nicht monogam miteinander leben. Gerade ist vielleicht die größte Herausforderung eine, die gar nichts damit zu tun hat, dass wir eine sexuell nicht exklusive Beziehung führen, sondern die jede "normale", monogame Beziehung auch zu bewältigen hat, nämlich den Übergang vom absoluten Ausnahmezustand des irren Verliebtseins in eine neue Phase zu schaffen. Wobei ich eigentlich noch immer so irre verliebt bin, aber bei H. ist das schon vor einer Weile weniger geworden und seine Gefühle sind ruhiger, inniger, tiefer geworden, dafür aber weniger stürmisch, begeistert und weniger von Lust und Geilheit geprägt als am Anfang.
Meine Freundin Annette hat mir die Tage noch mal gesagt, dass sie denkt, dass es für mich besser wäre, nicht mit H. zusammen zu sein. Kann sein, aber für mich ist das nicht vorstellbar. Nicht mal in den Momenten, in denen er für mich nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Zumutung ist.
Ich hoffe auf viele schöne Stunden und Erlebnisse im Jahr 2026 mit ihm! Ich hoffe, dass es klappt, dass wir wieder Urlaub machen und dass das voraussichtlich anstehende Kennenlernen seiner Kinder gut wird.
Ich bin extrem froh, so verrückt gewesen zu sein, vor fast zwei Jahren diesen wildfremden Mann , mit dem ich nur wenige Tage lang ein bisschen gechattet habe, zum Ficken in meine Wohnung eingeladen zu haben.

Keiner von uns beiden hatte geplant oder für möglich gehalten, was daraus geworden ist.
Und sonst?
Das neue Jahr macht mir Angst, wenn ich mir anschaue, wie es um die Stimmung in unserem Land, um die Wahlentscheidungen meiner Mitmenschen und um die Situation in der Welt bestimmt ist. Ich habe wirklich oft Angst davor, wie es weitergeht. Geht es euch auch so?
Liebe Freunde, ich wünsche euch allen eine schöne Silvesternacht und einen guten Start in das neue Jahr!
J.