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Umfrageergebnis anzeigen: Kampf um Kona: Welches Quali-System ist wirklich das fairste?
Klassisches System: Slots pro Age Group + Roll-down innerhalb der AG 9 28,13%
Neues System 2025: Performance Pool (gemischt, alle Age Groups / beide Geschlechter) 12 37,50%
Neues System ab Nov 2025: Getrennte Performance Pools für Männer und Frauen 5 15,63%
Keines davon – alle Systeme haben erhebliche Schwächen 6 18,75%
Teilnehmer: 32. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 29.11.2025, 19:40   #25
deralexxx
Szenekenner
 
Registriert seit: 29.10.2012
Beiträge: 2.641
Ich find alle Systeme doof, keines ist so strukturiert, dass ich es schaffen würde.

deralexxx ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2025, 19:52   #26
sabine-g
Szenekenner
 
Benutzerbild von sabine-g
 
Registriert seit: 05.01.2015
Beiträge: 12.890
Ich bin ziemlich sicher, dass sich mit der Einführung der AgeGradedResults zu 70-90% die gleichen Leute qualifizieren wie bisher mit der AK Regelung.
sabine-g ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2025, 20:21   #27
steinhardtass
Szenekenner
 
Benutzerbild von steinhardtass
 
Registriert seit: 15.10.2012
Beiträge: 932
Ich sehe den Punkt, dass sich ein großer Teil der Starter wahrscheinlich weiterhin in ähnlichen Größenordnungen qualifizieren wird wie unter der klassischen Altersklassenregelung. Trotzdem halte ich es für verkürzt, daraus abzuleiten, dass das System am Ende „fast das Gleiche“ bleibt. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob sich 70–90 % der gleichen Personen qualifizieren, sondern welche strukturellen Verschiebungen innerhalb dieser Gruppe stattfinden.

Aus meiner Sicht ist es sehr wahrscheinlich, dass gerade die verbleibenden 10–30 % eben nicht zufällig verteilt sind, sondern systematisch in eine bestimmte Richtung gehen – nämlich zugunsten der älteren Age Groups (insbesondere 50+) und zulasten der jüngeren. Die Leistungsentwicklung im Triathlon ist nun einmal nicht linear: ein 28-Jähriger hat andere physiologische Voraussetzungen und andere Peak-Power-Werte als ein 55-Jähriger. Wenn man beides über ein age-adjusted Ergebnis nivelliert, verschiebt man zwangsläufig die relative Gewichtung.

Deshalb glaube ich, dass die Frage nicht lautet: „Sind es am Ende die gleichen Namen wie vorher?“, sondern eher: „Welche Leistungsprofile werden durch das neue System bevorzugt?“ Und da sehe ich – mathematisch wie sportphysiologisch – eine klare Tendenz:
Wer in älteren Gruppen stark und konstant ist, profitiert stärker vom Modell der AgeGradedResults als ein jüngerer Athlet, dessen Vorteil überwiegend aus absoluter Leistungsfähigkeit kommt.

Kurz gesagt: Auch wenn die Überschneidung groß bleibt, ist die Qualifikationswahrscheinlichkeit je Alterskohorte nicht mehr die gleiche wie vorher. Und genau darin liegt die wesentliche Veränderung.
steinhardtass ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2025, 21:15   #28
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.746
Zitat:
Zitat von steinhardtass Beitrag anzeigen
Aus meiner Sicht ist es sehr wahrscheinlich, dass gerade die verbleibenden 10–30 % eben nicht zufällig verteilt sind,
Natürlich sind die nicht zufällig verteilt. Sie werden ja nicht zugelost. Es geht um Performance je AK. Deine Vermutung, es wäre systematisch trifft es wahrscheinlich. Kritik siehe weiter unten bei (*).

Aber vorher: Kannst du mir erklären, warum ein AK30 Average Joe zur WM seiner AK fahren darf, während ein überdurchschnittlich performender AK65 Athlet nicht zur WM seiner AK fahren darf?

Das quantitative Slotverteilungssystem war ungerecht. Das neue, performanceorientierte System ist objektiv gerechter.

—-

(*) Was man kritisieren kann, und ich vermute, dass geht in die Richtung die du meinst, ist auch m.E. ein systematischer Effekt, und zwar weil Kona als Referenz genommen wurde.

Warum? Man kann mit guter Sicherheit annehmen, dass AKs …, 60, 65, … usw. im Schnitt schlechter mit den Bedingungen auf Kona umgehen können als jüngere Athleten.

Das führt dazu, dass die Age Graded Time dieser AKs eher schlechter ist. Was wiederum dazu führt, dass bei Rennen in normalen klimatischen Bedingungen die Zeiten der alten AK überproportional besser sind als die der Jüngeren.

Das wurde hier im Forum gleich nach Vorstellung des neuen Systems in nem Thread diskutiert/herausgearbeitet. Leider finde den Thread grad nicht mehr.

Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2025, 21:25   #29
steinhardtass
Szenekenner
 
Benutzerbild von steinhardtass
 
Registriert seit: 15.10.2012
Beiträge: 932
Ich möchte zur aktuellen Diskussion rund um AgeGradedResults einen Gedanken einbringen, der vielleicht hilft, das System besser einzuordnen – und gleichzeitig zeigt, wo aus meiner Sicht das Grundproblem liegt.

Zunächst kurz zur Analogie: In der Versicherungsbranche wird seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Wert 1914 gearbeitet. Das ist ein normierter Bezugswert, der Gebäude unterschiedlichster Baujahre – z. B. 1970, 1982, 1998, 2006 oder 2025 – auf ein gemeinsames, vergleichbares Niveau zurückrechnet.
Damit man Risiken vergleichen kann, obwohl die Objekte in völlig unterschiedlichen Jahren erstellt wurden und die Baukosten sich in der Realität permanent verändert haben.

Diese Rückrechnung ist allerdings nicht willkürlich.
Sie basiert auf objektiven, langfristig dokumentierten Parametern wie:
• Baupreisindizes
• Inflation
• Lohn- und Materialkosten
• volkswirtschaftlichen Preisreihen

Man hat also messbare, empirisch gesicherte Faktoren, mit denen man unterschiedliche Baujahre technisch sauber vergleichbar machen kann.

Und genau hier sehe ich den entscheidenden Unterschied zum Age-Grading im Triathlon:

Beim Age-Grading wird kein unabhängiger, wissenschaftlich fundierter Maßstab verwendet, sondern es wird ein sportinterner Referenzwert genutzt:
nämlich die historischen Kona-Resultate der Altersklassen aus den vergangenen Jahren.

Damit entsteht eine völlig andere Art der Normierung.
Denn diese Kona-Zeiten sind:
• das Ergebnis einer hochselektiven Startergruppe
• abhängig vom jeweiligen Teilnehmerfeld
• beeinflusst durch Rennbedingungen und Umwelteinflüsse
• keineswegs repräsentativ für die reale physiologische Leistungsentwicklung von Altersgruppen

Das heißt:
Die „Korrekturwerte“ des Age-Grading sind keine objektiven Faktoren, sondern sie spiegeln lediglich die Performance einer speziellen Subgruppe wider – jener Athleten, die überhaupt nach Kona reisen und dort starten konnten.

Während der Wert 1914 reale Marktentwicklungen abbildet, bildet das Age-Grading lediglich das Verhalten einer relativ kleinen, überdurchschnittlich leistungsstarken Athletengruppe ab. Dadurch entsteht zwangsläufig eine Normierung, die nicht unabhängig ist, sondern systematisch verzerrt.

Und genau diese Verzerrung führt zu dem Effekt, den einige bereits diskutiert haben:
Die Verschiebung der Qualifikationswahrscheinlichkeit zugunsten der älteren Altersklassen (insbesondere 50+) und zulasten der jüngeren Athleten ist nicht zufällig, sondern strukturell eingebaut.

Wenn der Maßstab auf Kona-Resultaten basiert, dann orientiert sich die Normierung automatisch an einer Kohorte, die im mittleren und höheren Altersbereich extrem homogen und leistungsstark ist. Dadurch profitieren genau diese Gruppen überproportional von der mathematischen Korrektur.

Zusammengefasst:
Die Idee der Vergleichbarkeit ist nachvollziehbar – so wie beim Wert 1914.
Aber der entscheidende Unterschied ist, dass dort objektive, unabhängige Kennzahlen verwendet werden, während das Age-Grading auf selektiven historischen Wettkampfdaten basiert. Und das ist aus meiner Sicht der Punkt, an dem man die Fairness und Validität des Systems grundsätzlich hinterfragen muss.
steinhardtass ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 07:31   #30
dondready
Szenekenner
 
Registriert seit: 12.09.2022
Beiträge: 58
Zitat:
Zitat von steinhardtass Beitrag anzeigen

Zusammengefasst:
Die Idee der Vergleichbarkeit ist nachvollziehbar – so wie beim Wert 1914.
Aber der entscheidende Unterschied ist, dass dort objektive, unabhängige Kennzahlen verwendet werden, während das Age-Grading auf selektiven historischen Wettkampfdaten basiert. Und das ist aus meiner Sicht der Punkt, an dem man die Fairness und Validität des Systems grundsätzlich hinterfragen muss.
Erstmal danke für die Eröffnung dieses Threads. Die rege Teilnahme an der Diskussion zeigt, dass Du einen Nerv getroffen hast. Ich habe auch in Cozumel teilgenommen, dieses Jahr erstmals in der AK50 und im Ranking des Performance Pools von dem neuen System offenbar profitiert, auch wenn ich im Vorfeld aufgrund der jüngeren Anpassungen nicht mehr davon ausgegangen war, dass es reicht für den Slot.

Zu Deinem letzten Punkt:
Cui Bono?
Ich könnte mir schon vorstellen, dass dies von Ironman ein bewusst eingebauter bias ist. Letztlich dürften bei Ihnen die ökonomischen Überlegungen überwiegen und wenn ich es für ältere Kohorten vergleichsweise einfacher mache, also sprichwörtlich die Karotte etwas tiefer vor die Nase lege, so könnte dies die jüngeren motivieren der Marke über den Lebenszyklus hinweg länger treu zu bleiben. Das wäre also für Ironman im Sinne des Customer Lifetime Value vermutlich keine so schlechte Sache unter der Annahme, dass der typische Athlet in einem Alter jünger 50 in den Sport einsteigt.
dondready ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 08:23   #31
longtrousers
Szenekenner
 
Benutzerbild von longtrousers
 
Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 3.576
Zitat:
Zitat von steinhardtass Beitrag anzeigen
Wenn der Maßstab auf Kona-Resultaten basiert, dann orientiert sich die Normierung automatisch an einer Kohorte, die im mittleren und höheren Altersbereich extrem homogen und leistungsstark ist. Dadurch profitieren genau diese Gruppen überproportional von der mathematischen Korrektur.
Das musst du noch mal erklären.
Wenn die Kohorte von Älteren, die als Referenz genommen wird, extrem leistungsstark ist, müsste doch eigentlich eine ungünstige Qualifaktor für Ältere hinten raus kommen.
Anders gesagt, wenn die Kohorte Älteren "normal" stark gewesen wäre, wären sie langsamer gewesen, wäre die Distanz zu M30 noch grösser gewesen, und wäre der Qualifaktor für Ältere noch günstiger gewesen?
Mache ich vielleicht einen Rechen- oder Verständnisfehler?
__________________
Teil einer seriösen Vorbereitung ist immer, sich Ausreden zurechtzulegen.
longtrousers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 08:41   #32
su.pa
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Benutzerbild von su.pa
 
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Ort: Bavaria
Beiträge: 2.560
Zitat:
Zitat von dondready Beitrag anzeigen
Zu Deinem letzten Punkt:
Cui Bono?
Ich könnte mir schon vorstellen, dass dies von Ironman ein bewusst eingebauter bias ist. Letztlich dürften bei Ihnen die ökonomischen Überlegungen überwiegen und wenn ich es für ältere Kohorten vergleichsweise einfacher mache, also sprichwörtlich die Karotte etwas tiefer vor die Nase lege, so könnte dies die jüngeren motivieren der Marke über den Lebenszyklus hinweg länger treu zu bleiben. Das wäre also für Ironman im Sinne des Customer Lifetime Value vermutlich keine so schlechte Sache unter der Annahme, dass der typische Athlet in einem Alter jünger 50 in den Sport einsteigt.
Wie war denn bisher das Annahmeverhalten der AKs?

Vielleicht sind ab 50+ eher die gut betuchten Athleten zu finden, die es sich leisten können?
su.pa ist offline   Mit Zitat antworten
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