für 3,5h Marathon brauchst du die Speicher noch bei ca 50% nach dem Radeln idealerweise? da ist ja die Aufnahme von neuen Carbs eher schwieriger als auf dem Rad.
Am Rad mehr KH zuzuführen wenn man damit seine Speicher gar nicht schont wäre natürlich fragwürdig, Klugschnacker argumentiert ja gerne in diese Richtung. Dann würde man nur seinen Magen-Darm-Trakt belasten, hätte aber gar keinen Vorteil davon.
Andererseits ist zu hören dass bereits mit 300g/h experimentiert wird angeblich (natürlich "die Norweger"). Das würden die ja nicht machen wenn es nicht erfolgversprechend wäre, also große Teile auch aufgenommen werden könnten.
Auf OD habe ich auch 180g geschafft auf dem Rad in etwas mehr als 60min und ohne Verdauungsprobleme (40g Fructose, Rest Glucose), wie viel ich tatsächlich ins Blut aufgenommen habe kann ich nicht sagen.
__________________
Grüße
Tri-K
__________________
slow is smooth and smooth is fast
swim by feel, bike for show, run to win
Bitte entschuldige, wenn ich dumm nachfrage aber mich interessiert diese Rechnung sehr. Du hast ja schon geschrieben, dass auch noch der Fettstoffwechsel zu berücksichtigen ist.
Ich hänge hier mal meine Berechnungen für meine LDs dieses Jahr an.
Gerechnet mit Werten aus einer Spiroergometrie, die gespeicherten 400g KH wurden über die Muskelmasse der Beine gerechnet (geschätzt?), für die jeweiligen Leistungen und die sich daraus ergebende Radzeit für eine Zufuhr von 90g/h.
Die entsprechenden Werte für die Fettverbrennung hab ich auch, sind aber nicht relevant für die Rechnung...
__________________
-------------------------------------------------
Man kann sich jeden Tag auf's Neue wundern.
Letztlich geht es ja darum, was wirklich oxidiert werden kann und deshalb die Glykogenspeicher schont. Und da ist halt meines Wissens noch kein Nachweis von mehr als 120g/h erbracht.
Vermutlich wird ja jetzt die Messung der Oxidationsraten die nächste Sau, die durchs Leistungsmessdorf getrieben wird. Vermutlich läuft es dann wie auch bei den bisherigen Leistungsmessungen, wo man erstmal allen Leuten verkauft hat, dass man unbedingt wirklich messen (lassen! ) muss, um dann festzustellen, dass ein wirklich sinnvolles Vorgehen durch Equipment und Messhäufigkeit und dynamische Werte viel zu unrentabel ist, um den Leuten dann wieder Modellierungen zu verkaufen, die man vorher verteufelt hat ( als sie noch kostenfrei waren ).
Ob nun wirklich die vom Hörensagen kolportierten Mengen und das es überhaupt versucht wird, sinnvolle Bezugspunkte sind, muss halt jeder selbst für sich feststellen.
PS: Bei den Rechnungen ( nennen wir sie mal verspielte Schätzungen…) zum KH-Verbrauch sollte man noch berücksichtigen, dass der Körper seine Muskelglykogenspeicher und das Leberglykogen nicht vollständig und schon gar nicht ohne Leistungsverlust leerräumt. Wieviel da zurückgehalten wird, weiss natürlich keiner so genau, aber man liest immer mal wieder um die 100g gesamt.
Insgesamt sind das aber auch eher Schätzungen und Hochrechnungen. Hängt ja sowohl von Muskelmasse als auch vom Bewegungsmuster der Sportart ab, weil mir das Glykogen in einem Muskel, der nicht gebraucht wird, nichts nützt. Inwiefern man das alles vergrössern und trainieren kann, steht auch auf sehr dürftiger Grundlage. Ich hab zumindest sehr wenig substanzielles dafür gefunden,
Die wenigsten, die ich kenne, probieren es im Training aus, was sie im Wettkampf zu tun gedenken.
Die Zahlenspielerei mit KH sind schön und gut.
Ich versuche 10x Wettkampfnah zu trainieren und teste dabei auch die Ernährung.
120g/h hab ich noch nie geschafft, dann wurde mir beim Laufen kotzübel.
Hinzu kommt noch, welches Mischungsverhältnis will man haben, auch das will getestet werden.
Das alles ist in der Theorie sehr einfach, ähnlich wie:
Wenn ich 180km meine Position auf dem Rad halten könnte, wäre ich 15min schneller.
Mir gehts halt darum, dass es wirklich Spielereien sind und keine wirklich validen Berechnungen.
Die Werte für das Muskelglykogen haben ihren Ursprung in nur wenige Milligramm grossen Proben aus Nadelbiopsien und meist aus einem bestimmten Teil des Oberschenkelmuskels. Das ganze hat man dann hochmodelliert und versucht, so gut wie es geht zu berücksichtigen, das nicht nur der Muskel inhomogen ist und ja total unterschiedliche Teile eines Muskels unterschiedlichen Glykogengehalt haben, man also nicht mal eben grammweise hochrechnen kann, sondern das auch für die gesamte, an einer Bewegung beteiligte Muskulatur, gilt und das noch viel komplexer macht. Das ist wissenschaftlich alles sehr hilfreich gewesen, aber war jetzt nie als Ausgangspunkt zu Verbrauchsberechnungen gedacht und eignet sich dafür auch aus meiner Sicht überhaupt nicht.
Die wenigsten, die ich kenne, probieren es im Training aus, was sie im Wettkampf zu tun gedenken.
Die Zahlenspielerei mit KH sind schön und gut.
Ich versuche 10x Wettkampfnah zu trainieren und teste dabei auch die Ernährung.
120g/h hab ich noch nie geschafft, dann wurde mir beim Laufen kotzübel.
Hinzu kommt noch, welches Mischungsverhältnis will man haben, auch das will getestet werden.
Das alles ist in der Theorie sehr einfach, ähnlich wie:
Wenn ich 180km meine Position auf dem Rad halten könnte, wäre ich 15min schneller.
Volle Zustimmung. Alles muss in der Praxis ausgiebig getestet werden. Wenn man aber seine eigene Strategie noch nicht gefunden hat oder Optimierungsbedarf sieht, kann eine solche grobe Rechnung (Schätzung ist besser!) doch durchaus Sinn machen.
Solche Schätzungen sind mal etwas für den Hobbyathleten, um ihm vor Augen zu führen, dass man bestimmte Strategien der Pros nicht einfach 1:1 kopieren sollte, nur weil der XY ja jetzt 180g/h zu sich nimmt.
Wenn man z.B. aufgrund fehlender Herz-Kreislauf- und muskulärer Leistungsfähigkeit nur eine geringe(re) Leistung fahren kann, dann macht es ja eher weniger Sinn, sich so viele KH wie möglich reinzuquetschen, weil "man das ja so macht". Man möge mich gerne korrigieren aber bei unterem GA1 über 180km braucht man keine >100g/h.
Damit zerschießt man vermutlich lediglich seinen Magen-Darm-Trakt, wenn "ungenutzte" KH im Magen rumeiern.
Solche Schätzungen sind mal etwas für den Hobbyathleten, um ihm vor Augen zu führen, dass man bestimmte Strategien der Pros nicht einfach 1:1 kopieren sollte, nur weil der XY ja jetzt 180g/h zu sich nimmt.
Zumal man nicht mal weiß, ob XY wirklich 180g/h zu sich genommen hat, sondern im Besten fall hat er das selbst irgendwo gesagt, im schlechtesten Fall erzählt man sich, dass das hinter den Bergen so ist.
Zitat:
Wenn man z.B. aufgrund fehlender Herz-Kreislauf- und muskulärer Leistungsfähigkeit nur eine geringe(re) Leistung fahren kann, dann macht es ja eher weniger Sinn, sich so viele KH wie möglich reinzuquetschen, weil "man das ja so macht". Man möge mich gerne korrigieren aber bei unterem GA1 über 180km braucht man keine >100g/h.
Energetisch wird es vor allem einen sehr großen unterschied machen, ob man mein unteres GA1 betrachtet oder das eines Triathlonolympiasiegers.
Ob man jetzt 150W oder 300W kurbelt, erhöht ja den Verbrauch beträchtlich.
In diesem Forum gibt es ja ein paar sehr schnelle Leute, die zB das AK Gesamtklassement gewinnen oder dort top 10 machen.
Vielleicht können die mal ihr Geheimnis zur erfolgreichen Ernährung im Rennen preisgeben.
Ich mache es Oldschool:
1g/kg Körpergewicht/Stunde + 10% als mitgeführte Energie auf dem Rad.
Das hau ich komplett weg.
Vor dem schwimmen und nach dem Schwimmen nochmals jeweils 3Gels.
Beim laufen habe ich ein paar Gels im Wechselbeutel den Rest nehme ich vom Veranstalter.
Ich bin demnächst 60 Jahre und fahre damit 4:45 und laufe knapp 3:30.
Ich habe niemals das Gefühl leer zu laufen sondern habe immer genügend Energie im Tank.
Vielleicht geht mehr Verpflegung wenn man jünger ist und der Stoffwechsel noch besser läuft.
Riskant bis zu etwas leichtsinnig ist das Setzen auf Verpflegung vom Veranstalter - beim Radfahren.
Man müsste dann genau wissen welche Mischung man bekommt und man weiß nicht wie der Körper darauf reagiert, weil man es nicht selber trainieren kann.