Schon lustig, da hat die Dame aber "netterweise" erhebliche Teile der Geschichte weggelassen um Scholz als Lügner darzustellen. Die richtigen Hintergründe finden sich netterweise in ihren eigenen Quellenangaben.
Ich verlinke Dir hier mal die 15seitige fachspezifische Analyse zum Beschluss der Stationierung der Mittelstraketen von dem ausgewiesenen Spezialisten für Rüstungskontrolle Oberst a.D. Richter, langjähriger OSZE Mitarbeiter. Herr Richter hat den Bericht über die (ohne parlamentarischen Prozess vertraglich vereinbarte) USA-Mittelstreckenraketenstationierung speziell für Abgeordnete, Ausschüsse etc. als sachliche Informationsgrundlage erstellt. Wer sich die fachlichen militärischen durchaus interessanten Fakten zur Rüstungskontrolle und Abschreckung ersparen will, liest halt nur die Zusammenfassung am Ende. mit den Schlussfolgerungen. Stationierung von U.S. Langstreckensystemen in Deutschland. Wolfgang Richter
Zitat:
Aus der Zusammenfassung: "Anders als der Nachrüstungsbeschluss der NATO von 1979 zeigt die bilaterale Erklärung keinen Weg auf, wie die Stationierungsentscheidung durch kooperative Mitwirkung Russlands abgewendet werden kann. Sie verschärft somit vorbehaltlos die Konfrontation zwischen Russland und der NATO und trägt dazu bei, Russlands Motiven für die Fortsetzung des Angriffskriegs gegen die Ukraine neue Nahrung zu geben.
Damit zerstört sie auch die Chance, durch die Wahrung eines reziproken Moratoriums einen Wettlauf um die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Europa zu verhindern. Sie gefährdet zugleich die Wiederaufnahme strategischer Stabilitätsgespräche zwischen den USA und Russland und erhöht die Gefahr, dass nach dem Auslaufen des New START-Vertrags im Februar 2026 erstmals seit den 1960er Jahren keine rechtsverbindlichen Begrenzungen für strategische Nuklearwaffen mehr existieren. Dies öffnet die Schleusen für ein neues atomares Wettrüsten und verschärft die globale Instabilität.
Die Stationierungsentscheidung ohne paralleles Dialogangebot reduziert signifikant die Aussichten, die Rüstungskontrolle in Europa und weltweit wiederzubeleben und einen globalen und regionalen Rüstungswettlauf zu verhindern. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung.
Die erwartbare russische Gegenstationierung nuklearfähiger Raketen wird Deutschland einer erhöhten Gefährdung aussetzen. Die absehbare Eskalation der Spannungen mit Russland wird die Sicherheitslage Deutschlands grundsätzlich verändern und das atomare Risiko für Deutschland im Konfliktfall gravierend erhöhen.
Dass eine Entscheidung von solcher Tragweite für die Sicherheit Deutschlands als exekutiver Akt mitgeteilt wird, ohne sie im Vorfeld im Deutschen Bundestag und in der deutschen Öffentlichkeit ausführlich zu diskutieren, ist nicht hinnehmbar. Sie erschließt sich nicht aus der Nationalen Sicherheitsstrategie von 2022. Die Verschärfung der Konfrontation in Europa und die Erhöhung des atomaren Risikos Deutschlands verlangen eine breite und inklusive nationale Diskussion."
Der letzte Absatz offenbart für mich einen schweren Mangel an demokratischer Kultur bei der Ampelregierung.
Letztlich muss man sich ja auch immer fragen, ich Miete, für meinen Vermieter lohnt es die Wohnung zu kaufen und mir zu vermieten. Einer von beiden kann nicht rechnen.
Die Rechnung ist aber für beide völlig unterschiedlich. Erstens kann ein Vermieter in verschiedene Objekte investieren, was sein Risiko streut. Eine Wohnung ist dann doch schon ein immenses Risiko in einem Wert. Gut, dass man die Marktpreise nicht an der Börse sieht. Dann könnten einige nicht so ruhig schlafen. Dazu kommt, die Abhängigkeit vom Standort. Klar, man kann auch wieder verkaufen. Nur sind die Transaktioskosten bei der Immobilie extrem hoch, so dass sich diese erst über viele Jahre amortisieren.
Ökonomisch ist das auch ein wenig anders. Der Vermieter kann die Beschaffungskosten, den Zins sowie die Abschreibung als Kosten in der Steuer ansetzen. Das bleibt dem Mieter verwehrt. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen. Mir ging es nur darum, dass die Aussage: "Es ist egal, ob ich die Immobilie für mich oder den Vermieter abbezahle." Nonsens ist. Ich weiss, dass Du das so nicht explizit gesagt hast.
Du hattest weiter oben einen sehr guten Punkt gemacht, den ich mal mit meinen Worten wiedergeben würde: "Manchmal ist es besser eine Stunde über Geld nachzudenken als eine Stunde dafür zu arbeiten."
Der Spruch ist natürlich nicht von mir, sondern von John D. Rockefeller geklaut.
Die Veränderung des Weltklimas und
die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen sind ernste Herausforderungen, die die Politik nicht ignorieren darf. Zu einer seriösen Klima- und Umweltpolitik gehört aber Ehrlichkeit: Die Energieversorgung Deutschlands lässt sich im Rahmen der heutigen Technologien nicht allein durch erneuerbare Energien sichern. Blinder Aktivismus und undurchdachte Maßnahmen helfen dem Klima nicht, aber sie gefährden unsere wirtschaftliche Substanz, verteuern das Leben der Menschen und untergraben die öffentliche Akzeptanz
von sinnvollen Klimaschutzmaßnahmen. Der wichtigste Beitrag, den ein Land wie Deutschland zur Bekämpfung von Klimawandel und Umweltzerstörung leisten kann, ist die Entwicklung innovativer Schlüsseltechnologien für eine klimaneutrale und naturverträgliche Wirtschaft der Zukunft.
Ah ja.
Was ist denn die Schlüsseltechnologie, die man entwickeln will?
Da wird kein Wort drüber verloren. Vermutlich deshalb nicht, weil es eben die erneuerbaren sind. Was anderes gibt es nämlich derzeit nicht.
Oder hat Sarah heimlich selber was entwickelt ?
Vielleicht, wäre zumindest eine Erklärung für ihren spärlichen Lebensstil im Saarland.
Der letzte Absatz offenbart für mich einen schweren Mangel an demokratischer Kultur bei der Ampelregierung.
Erstmal danke für den Link. Der letzte Absatz offenbart natürlich einen schweren Mangel an demokratischer Kultur. Aber m.E. nicht nur bei der Ampelregierung. Merz fordert diese Diskussion zwar ein. Seine Partei hat aber in anderen Situationen (Coronazeit), ähnlich am Bundestag vorbei agiert wie nun die Ampel. Vielleicht empfindet man das nun als Gewohnheitsrecht.
Naja, BSW und AFD nehmen keine Themen auf, sondern reiten populistische Wellen bzw. hetzen in unsäglicher Art und Weise.
Ich gebe Dir Recht, dass man Probleme lösen muss, um Polulisten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das ist aber bei den Kernthemen Zuwanderung und Ukrainekrieg eben nicht oder nur begrenzt möglich - trotzdem wird weiter wider bessern Wissens mit Lügen und Hetze auf diesen Themen rumgeritten. Was übrigens genau die Definition von Polulismus ist.
....
Ja, das ist so. Wenn ich etwas über den Ukraine-Konflikt wissen will, höre ich z.B. dem US-Aussenminister zu. Das ist Primärliteratur. Und Migration ist ein globales Problem, so wie der Klimawandel auch. Da erwarte ich zumindest spürbare Impuls von unserer Regierung.
Die Rechnung ist aber für beide völlig unterschiedlich. Erstens kann ein Vermieter in verschiedene Objekte investieren, was sein Risiko streut. Eine Wohnung ist dann doch schon ein immenses Risiko in einem Wert. Gut, dass man die Marktpreise nicht an der Börse sieht. Dann könnten einige nicht so ruhig schlafen. Dazu kommt, die Abhängigkeit vom Standort. Klar, man kann auch wieder verkaufen. Nur sind die Transaktioskosten bei der Immobilie extrem hoch, so dass sich diese erst über viele Jahre amortisieren.
Ökonomisch ist das auch ein wenig anders. Der Vermieter kann die Beschaffungskosten, den Zins sowie die Abschreibung als Kosten in der Steuer ansetzen. Das bleibt dem Mieter verwehrt. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail gehen. Mir ging es nur darum, dass die Aussage: "Es ist egal, ob ich die Immobilie für mich oder den Vermieter abbezahle." Nonsens ist. Ich weiss, dass Du das so nicht explizit gesagt hast.
Und weil Eigentum zu unwirtschaftlich ist, wohnen wohlhabende Menschen in Mietwohnungen während arme Schlucker sich mit ihrem Wohneigentum rumplagen müssen? Come on, das ist albern. Wohneigentum ist ein zentraler Bestandteil beim Vermögensaufbau. Gerade im Normalverdienersegment wirst du die Einkommensverlust, die du mit Miete machst niemals ausgleichen können. Dafür brauchen wir nichts schlau rumrechnen, dafür muss ich mich nur Umsehen.
Zitat:
Zitat von Genussläufer
Du hattest weiter oben einen sehr guten Punkt gemacht, den ich mal mit meinen Worten wiedergeben würde: "Manchmal ist es besser eine Stunde über Geld nachzudenken als eine Stunde dafür zu arbeiten."
Der Spruch ist natürlich nicht von mir, sondern von John D. Rockefeller geklaut.
Gelegenlich sollte man auch mal darüber nachdenken, dass es außer Geld noch andere Aspekte gibt. Gerade bei Immobilienbesitz. Aber eigentlich ist das hier total Off-Topic und sollte in einen eigenen Thread.
"Blinder Aktivismus und undurchdachte Maßnahmen helfen dem Klima nicht, aber sie gefährden unsere wirtschaftliche Substanz, verteuern das Leben der Menschen und untergraben die öffentliche Akzeptanz von sinnvollen Klimaschutzmaßnahmen."
Das ist ein gutes Beispiel für die Art von Populismus, den ich bei Sarah Wagenknecht sehe. Sie bedient hier das Narrativ, bei den Klimaschutzmaßnahmen handele es sich um blinden Aktionismus. Außerdem behauptet sie, der Klimaschutz verteuere das Leben der Menschen. Zuletzt deutet sie an, es gäbe sinnvollere Klimaschutzmaßnahmen, nennt aber keine.
Tatsächlich kann von Aktionismus gar keine Rede sein. Wir sind beim Klimaschutz mit quälender Langsamkeit unterwegs und allen Zeitplänen hinterher.
Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass Klimaschutz zwar Investitionen erfordert. Sie sind aber geringer als die Folgekosten eines sich immer weiter aufheizenden Planeten. Populistisch ist hierbei, sich nur auf die kurzfristige Perspektive zu beschränken und die langfristigen Folgen zu unterschlagen.
Ob es sinnvollere Klimaschutzmaßnahmen gibt oder nicht: An einer Elektrifizierung der Haushalte und der Wirtschaft kommen wir auf keinen Fall vorbei. Wir brauchen so oder so Windräder, Photovoltaik, Leitungen und Speicher. Das kann man dien Leuten auch genau so sagen.
"Blinder Aktivismus und undurchdachte Maßnahmen helfen dem Klima nicht, aber sie gefährden unsere wirtschaftliche Substanz, verteuern das Leben der Menschen und untergraben die öffentliche Akzeptanz von sinnvollen Klimaschutzmaßnahmen."
Das ist ein gutes Beispiel für die Art von Populismus, den ich bei Sarah Wagenknecht sehe. Sie bedient hier das Narrativ, bei den Klimaschutzmaßnahmen handele es sich um blinden Aktionismus. Außerdem behauptet sie, der Klimaschutz verteuere das Leben der Menschen. Zuletzt deutet sie an, es gäbe sinnvollere Klimaschutzmaßnahmen, nennt aber keine.
Tatsächlich kann von Aktionismus gar keine Rede sein. Wir sind beim Klimaschutz mit quälender Langsamkeit unterwegs und allen Zeitplänen hinterher.
Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass Klimaschutz zwar Investitionen erfordert. Sie sind aber geringer als die Folgekosten eines sich immer weiter aufheizenden Planeten. Populistisch ist hierbei, sich nur auf die kurzfristige Perspektive zu beschränken und die langfristigen Folgen zu unterschlagen.
Ob es sinnvollere Klimaschutzmaßnahmen gibt oder nicht: An einer Elektrifizierung der Haushalte und der Wirtschaft kommen wir auf keinen Fall vorbei. Wir brauchen so oder so Windräder, Photovoltaik, Leitungen und Speicher. Das kann man dien Leuten auch genau so sagen.
Ich sehe ihre Aussagen zum Klimaschutz auch als zu allgemein. Da muss sie mal etwas konkreter werden, weil das ein wichtiges Thema ist.
Daher konnte ich auch nicht auf die Diskussion Klimaschutz eingehen, wie du vorgeschlagen hast, da dies zu allgemein ist. Auf der anderen Seite ist das auch ein recht komplexes Thema und ich finde, es bringt nichts, wenn sich Laien dann an fachlichen Details abarbeiten. Dafür sollte es Experten in den Parteien geben und dann ist es auch Vertrauen in eine Partei, dass sie die richtige Richtung einschlägt.