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Laktat-Leistungsdiagnostik selber machen - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Umfrageergebnis anzeigen: Leistungsdiagnostik selber machen?
Würde ich direkt ausprobieren 6 18,18%
Die Idee hat Potential 12 36,36%
Bin eher skeptisch 11 33,33%
Das ist Unsinn 4 12,12%
Teilnehmer: 33. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 08.11.2017, 19:12   #1
lehnert
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 08.11.2017
Beiträge: 4
Laktat-Leistungsdiagnostik selber machen

Hallo, zusammen!!

Ich habe im Moment ein kleines Projekt im Auge und wollte hier einmal nachfragen, was ihr davon haltet. Die Idee ist es, Sportlern eine neue Möglichkeit zu geben, eine Leistungsdiagnostik (Laktattest) selber durchzuführen.

Für den Anwender würde dies etwa so aussehen:

1. Bestellung eines Laktattest-Kits per Internet.

2. Empfang des Kits per Post. Darin enthalten:
- Styroporbox mit Kühlelementen
- Safety-Lanzetten, Kapillarröhrchen, kleine Reaktionsgefäße, Einmalhandschuhe, Alkohol-Pads (…)
- Anleitung für einen sinnvollen Stufentest: x Minuten bei stufenweise ansteigender Intensität (mehrere Möglichkeiten: Laufband, Rollentrainer, 400m-Bahn)

3. Durchführung des Tests:
Dabei wird die Blutentnahme nach den einzelnen Stufen selber (bzw. durch einen Trainingspartner) durchgeführt. Einstich ins Ohrläppchen bzw. Fingerbeere mit Safety-Lanzette. Aufnahme des Bluts mit Kapillarröhrchen. Dieses wird dann in eines der Reaktionsgefäße gegeben und gekühlt aufbewahrt (in der mitgelieferten Styroporbox).

4. Aufbewahrung bzw. Versand der Blutproben:
Die Blutproben können zuhause bis zum Versand tiefgefroren werden. Der Versand erfolgt dann gekühlt in der mitgelieferten Styroporbox (Expressversand, in der Box befindet sich ein Einmal-Messstreifen, der den gekühlten Transport überwacht).

5. Empfang der Testauswertung:
Wenige Tage nach dem Versand erhält der Kunde Bescheid, dass seine Testauswertung verfügbar ist. Zum Aufrufen kann sich der Kunde über einen persönlichen Zugang auf einer Internetseite einloggen. Hier findet er dann die Testauswertung mit seiner persönlichen Laktatleistungskurve inkl. den zugehörigen Trainingsbereichen, Schwellen, Belastungsempfehlungen, Wettkampfprognose, etc.

Die größten Nachteile:
- Die Blutentnahme ist zwar keine Hexerei, aber das traut sich wohl nicht jeder zu. Bei unsachgemäßer Durchführung wäre das auch eine Fehlerquelle (z.B. durch Vermischung mit Schweiß).
- Es fehlt die persönliche Beratung durch einen erfahrenen Leistungsdiagnostiker. Der Kunde erhält nur die Daten.

Die größten Vorteile:
- Preis: so Richtung 39 € für ein einzelnes Kit. Inklusive Express-Versand, Probenvermessung und Auswertung. Noch günstiger z.B. bei Bestellung eines 3er Pakets (für die ganze Saison) oder Sammelbestellung für Laufgruppe, Verein.
- Flexibilität: Man muss keinen Termin bei einem Leistungsdiagnostiker ausmachen, ist also zeitlich und örtlich flexibel und kann den Test z.B. in Ruhe am Sonntag Nachmittag auf seinem eigenen Rollentrainer oder der benachbarten 400m Bahn machen.

Was haltet ihr von dieser Idee? Denkt ihr, da könnte Interesse bestehen oder ergibt das alles eher wenig Sinn?

Herzlichen Dank schon mal für die Antworten :-)
lehnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 19:23   #2
Mirko
Auf eigenen Wunsch stillgelegt
 
Registriert seit: 15.09.2012
Beiträge: 6.768
Find ich cool. Beim Lesen dachte ich noch das das am Ende wohl knapp das selbe kostet wie wenn ich hier vor Ort einen Test mache. Aber für 39 € fänd ich das sehr günstig.

Wenn du mich überzeugen könntest, dass die Ergebnisse stimmen (also nicht durch Lagerung und Transport verändert werden) würde ich das bestimmt testen.

Dazu würde ich gern mal Hafu und die anderen mit Fachwissen in dem Bereich hören: Was passiert mit Laktat im Blut beim lagern und einfrieren und verschicken?
Mirko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 21:03   #3
lehnert
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 08.11.2017
Beiträge: 4
Dass die Messung richtige Werte liefert, ist natürlich essentiell.

Nach der Blutentnahme werden die gefüllten Kapillarröhrchen daher direkt in Probengefäße gegeben, in denen sich eine spezielle Hämolyselösung befindet. Dies stabilisiert den Laktatwert. Laut Herstellerangaben sogar bei Raumtemperatur ziemlich lange.

Durch Kühlung ist es auch laut Studienlage möglich, den Laktatwert von hämolysiertem Blut über mehrere Tage stabil zu halten.

(Im tiefgefrorenen Zustand noch deutlich länger)

Das muss natürlich vorher ausgiebig getestet werden, damit alles zuverlässig funktioniert.


Das Problem ist natürlich, dass man keinen Einfluss darauf hat, was der Anwender alles mit den Proben anstellt. Wenn eine Messung dann mal im Labor komische Werte liefert, die sich nicht erklären lassen, muss man dem Kunden dann wohl ein Ersatz-Kit schicken, damit er die Messung wiederholen kann.
lehnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 21:25   #4
mcbert
Szenekenner
 
Benutzerbild von mcbert
 
Registriert seit: 25.02.2012
Beiträge: 492
Das ganze an sich selbst durchzuführen halte ich für schwierig bis unmöglich. Aber mit einem Partner (der Zeit überwacht, Equipment vorbereitet und Blut entnimmt etc) könnte ich mir das gut Vorstellen. Mit einer einfachen Anleitung/Video/App die einem bei der Durchführung unterstützt sowie ein Ergebnisbericht der auch verständlich für den Laien ist könnte ich mir das sogar sehr gut vorstellen.
Für mich wäre wichtig, dass es so simple wie möglich zu verwenden ist. D.h. Anwenderfehler sollten weitestgehens vermieden werden.

Hatte mir mal was ähnliches überlegt, wollte mir ein Laktatmessgerät kaufen und gegen Gebühr+Kaution verleihen.
mcbert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 21:45   #5
NBer
Szenekenner
 
Benutzerbild von NBer
 
Registriert seit: 21.11.2008
Ort: Neubrandenburg
Beiträge: 6.064
Zitat:
Zitat von lehnert Beitrag anzeigen
.......Das Problem ist natürlich, dass man keinen Einfluss darauf hat, was der Anwender alles mit den Proben anstellt. Wenn eine Messung dann mal im Labor komische Werte liefert, die sich nicht erklären lassen, muss man dem Kunden dann wohl ein Ersatz-Kit schicken, damit er die Messung wiederholen kann.
und wer trägt die kosten des ersatz-kits? sprich wer entscheidet wo der fehler in der kette passiert ist? bei der probenentnahme, dem transport oder dem test?
NBer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 21:54   #6
Klugschnacker
Arne Dyck
Triathlon TV-Sendung
Redaktion
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 18.820
Ich bekomme als Coach öfter Leistungsdiagnostiken vorgelegt. Schätzungsweise die Hälfte davon ist an irgend einer Stelle obskur oder offensichtlich falsch, sodass man sie ohne eine zweite Diagnostik, welche die erste bestätigt, kaum verwenden kann.

Daher bin ich skeptisch, ob man im Do-it-yourself-Verfahren ausreichend zuverlässige Werte ermitteln kann, die besser sind als ein einfacher Feldtest auf der Bahn oder der Trainingsrolle. Verdächtige Ergebnisse müsste man durch einen zweiten Test absichern.

Macht man das öfter, dann kommen finanziell auch mobile Laktat-Messgeräte in Reichweite, die mit Mess-Streifen arbeiten. Zu deren Genauigkeit kann ich aber nichts sagen.

Grüße,
Arne
Klugschnacker ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 22:13   #7
NBer
Szenekenner
 
Benutzerbild von NBer
 
Registriert seit: 21.11.2008
Ort: Neubrandenburg
Beiträge: 6.064
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
.....dann kommen finanziell auch mobile Laktat-Messgeräte in Reichweite, die mit Mess-Streifen arbeiten. Zu deren Genauigkeit kann ich aber nichts sagen.....
zu der messgenauigkeit des gerätes kommt noch die messgenauigkeit bzw die qualität der messtreifen, die je nach charge oder unfachmännischer lagerung variieren und dann auch zum teil zu extremen abweichungen führen können.
NBer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2017, 07:37   #8
longtrousers
Szenekenner
 
Benutzerbild von longtrousers
 
Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 3.063
Zitat:
Zitat von lehnert Beitrag anzeigen
Hallo, zusammen!!

Ich habe im Moment ein kleines Projekt im Auge ...
Hallo lehnert,
interessante Idee, hat was von einem Schwangerschafststest.
Aber was meinst du mit "kleines Projekt"?

Ist dies nur eine Gedanke von dir oder überlegst du dir solche Sets zu verkaufen und Gewinn damit zu machen?
Der Markt ist freilich klein, und ob du den Einkauf genug unter 39€ kriegen kannst um Gewinn zu machen ist mir nicht ganz klar (ich kucke öfters die "Höhle der Löwen", aber ich glaube der Markt wäre für denen zu klein).

Noch was: es ist deine Idee die Laktatproben zu einem Labor zu schicken, die dann die Blutproben auswerten und die Resuktate im Netz stellen. Es würde mich wundern, dass du nur diesen Schritt alleine unter 39€ gebacken kriegst.
Wenn, dann sollte man alles zuhause machen, inklusive Laktatmessung (siehe hier oben dass Arne schon mal etwas von Streifen gehört hat womit man Laktat messen kann).
__________________
Teil einer seriösen Vorbereitung ist immer, sich Ausreden zurechtzulegen.

Geändert von longtrousers (09.11.2017 um 08:20 Uhr).
longtrousers ist offline   Mit Zitat antworten
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