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Corona Virus - Seite 3752 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 23.01.2022, 09:50   #30009
Hafu
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Beiträge: 17.678
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
...
Ich verstehe nicht, warum man erst auf absehbar kommende katastrophale Zustände warten will, um dann Verschärfungen einzuleiten, die dann mit Verzögerung wirken..
Zumindest sollte m.E. sofort überall, wo es sinnvoll geht, FFP2 vorgeschrieben werden. Z.B. in NRW ist das derzeit nicht der Fall.

Aber, dass es ab jetzt ein ExpertInnenrat ist, ist ja auch schon mal ein Fortschritt.
(Meine ich ernst - auch wenn mir andere Fortschritte wichtiger wären.)
Ich kann die Vorschläge des Expertenrats gut nachvollziehen und halte sie sogar für sehr defensiv, wenn man sich die Entwicklungen in anderen Ländern wie GB und DäneJamark ansieht (ja, ich weiß: andere Impfquote und Gesenenquote dort und deshalb nur bedingte Vergleichbarkeit möglich).

Nach meinem Gefühl (das in erster Linie auf dem Verlauf der Omicron-Welle in anderen Ländern beruht, in denen die inzidenzen bereits wieder sinken) haben wir den Inzidenz-Gipfel der aktuellen Omicron-Welle in diesen Tagen erreicht (wobei wir aktuell zweifellos eine Untererfassung der tatsächlichen inzidenz wegen ausgeschöpfter PCR-Testkapazität haben) und demnächst werden die Inzidenzen sinken. Die Hospitalisierung wird in ca. zwei bis drei Wochen ihren Gipfelpunkt erreicht haben und die intensivpatientenbelegung durch Covid19 wird überhaupt nicht mehr den Gipfel der Deltawelle mehr erreichen, weil Omicron-Patienten deutlich seltener intensivpflichtig werden als Delta-Infizierte.

Wenn man jetzt kontaktreduzierende Maßnahmen ergreifen würde (konkret könnten das eigentlich nur Schulschließungen und ein Gastronomie-Lockdown sein, denn Homeoffivce-Pflicht besteht ohnehin schon, ebenso Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und Ausgangssperren wären angesichts der aktuell niedrigen Intensivpatientenbelegunng nicht verhältnismäßig und würden mutmaßlich von Gerichten wieder kassiert werden), würden diese Maßnahmen ohnehin erst in frühestens zwei Wochen überhaupt einen Effekt zeigen, zu einem Zeitpunkt also, an dem die Inzidenzen ohnehin schon im (mutmaßlich steilen) Sinkflug sind.

Ich bleibe (mit der gebotenen Vorsicht, die auch in der Einschätzung des Expertenrates herauszulesen ist) optimistisch. Ich glaube sogar, dass der Expertenrat optimistischer ist, als es im verlinkten Papier steht, nur dürfen sie natürlich nicht zu optimistisch klingen, damit die Menschen nicht -unabhängig von irgendwelchen angeordneteten Maßnahmen im ureigenen privaten Bereich zu unvorstichtig werden.

In spätestens 4 Wochen dürfte das Covid19-Thema (zumindest bis zum Herbst) weitgehend vom Tisch sein.
__________________
balancing triathlon with life

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Hafu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 10:27   #30010
TRIPI
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Registriert seit: 23.04.2015
Beiträge: 549
Hoffentlich stimmt dein Gefühl Hafu, Lauterbach sagte was von 600k Fälle täglich nächste Woche.
TRIPI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 10:40   #30011
LidlRacer
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Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 17.244
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Nach meinem Gefühl (das in erster Linie auf dem Verlauf der Omicron-Welle in anderen Ländern beruht, in denen die inzidenzen bereits wieder sinken) haben wir den Inzidenz-Gipfel der aktuellen Omicron-Welle in diesen Tagen erreicht (wobei wir aktuell zweifellos eine Untererfassung der tatsächlichen inzidenz wegen ausgeschöpfter PCR-Testkapazität haben) und demnächst werden die Inzidenzen sinken. Die Hospitalisierung wird in ca. zwei bis drei Wochen ihren Gipfelpunkt erreicht haben und die intensivpatientenbelegung durch Covid19 wird überhaupt nicht mehr den Gipfel der Deltawelle mehr erreichen, weil Omicron-Patienten deutlich seltener intensivpflichtig werden als Delta-Infizierte.

Wenn man jetzt kontaktreduzierende Maßnahmen ergreifen würde (konkret könnten das eigentlich nur Schulschließungen und ein Gastronomie-Lockdown sein, denn Homeoffivce-Pflicht besteht ohnehin schon, ebenso Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und Ausgangssperren wären angesichts der aktuell niedrigen Intensivpatientenbelegunng nicht verhältnismäßig und würden mutmaßlich von Gerichten wieder kassiert werden), würden diese Maßnahmen ohnehin erst in frühestens zwei Wochen überhaupt einen Effekt zeigen, zu einem Zeitpunkt also, an dem die Inzidenzen ohnehin schon im (mutmaßlich steilen) Sinkflug sind.

Ich bleibe (mit der gebotenen Vorsicht, die auch in der Einschätzung des Expertenrates herauszulesen ist) optimistisch. Ich glaube sogar, dass der Expertenrat optimistischer ist, als es im verlinkten Papier steht, nur dürfen sie natürlich nicht zu optimistisch klingen, damit die Menschen nicht -unabhängig von irgendwelchen angeordneteten Maßnahmen im ureigenen privaten Bereich zu unvorstichtig werden.

In spätestens 4 Wochen dürfte das Covid19-Thema (zumindest bis zum Herbst) weitgehend vom Tisch sein.
Ich wette dagegen! Nein, nicht um Geld oder so.

Ich sehe keinerlei Anzeichen für eine sehr nahe Spitze der Welle. Ich sehe keine Verlangsamung des Anstiegs.

In anderen Ländern war der Anstieg wesentlich schneller, so dass sich die Welle auch schneller totgelaufen hat. Unsere gebremste Welle dürfte länger laufen.

Und ich sehe keine Gründe gegen konsequenteres Tragen möglichst wirksamer Masken.

Vielleicht schaust Du mal, was z.B. Dirk Paessler modelliert, um nicht allzu überrascht zu sein, wenn es anders kommt als Du erwartest.
https://dirkpaessler.blog
https://twitter.com/dpaessler

(Ja, der ist auch nicht Jesus.)
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Russland ist ein Terrorstaat.
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LidlRacer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 11:48   #30012
Hafu
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Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 17.678
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
Ich wette dagegen! Nein, nicht um Geld oder so.

Ich sehe keinerlei Anzeichen für eine sehr nahe Spitze der Welle. Ich sehe keine Verlangsamung des Anstiegs.
Wir werden es sehen. Und natürlich könnte ich mich auch irren.
Wo der Gipfel einer Welle liegt erkennt man logischerweise immer erst im Nachhinein. Die wahre inzidenz dürfte in Deutschland schon jetzt gravierend höher sein, als vom RKI gemessen, weil zigtausend asymmptomatische Infekte bei dreifach Geimpften gar nicht erfassst werden.
Wir hatten bei den Reihentests in unserer Klinik mehrere Fälle, bei denen es positive Fälle ohne jede (nichtmal milde) Symptomatik gab. Das ist auch mit ein Grund, warum ich mich jetzt seit Wochen nicht mehr per PCR hab' abstreichen lassen.
Unseren leitenden Oberarzt hatte es ja, wie schon erwähnt, vor zwei Wochen mit Omikron erwischt. Auch er hatte keinerlei Symptome und hat noch nichtmal in der Familie jemand angesteckt.
In vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, in denen es allenfalls Schnelltests, aber keine PCR-Tests für symptomfreie Personen gibt, dürften daher derartige "Infekte" komplett unentdeckt bleiben.

Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
IIn anderen Ländern war der Anstieg wesentlich schneller, so dass sich die Welle auch schneller totgelaufen hat. Unsere gebremste Welle dürfte länger laufen.

Und ich sehe keine Gründe gegen konsequenteres Tragen möglichst wirksamer Masken.
Irgendein Argument gegen die Maskennutzung sehe ich auch nicht. Alleine die Vermeidung herkömmlicher Erkältungskrankheiten und Unterbindung von Influenza-Epidemien ist Argument genug, dass man die Masken in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens (z.B. ÖPNV, Gesundheitswesen) auch weiterhin nutzen sollte.

Dass "flatten the curve" gerade bei Omicron neben Vorteilen für die Belastungen der Infrastruktur auch erhebliche Nachteile hinsichtlich der Verbreiterung der Welle hat, darauf habe ich ja schon vor Weihnachten hingewiesen, aber diese Verbreiterung der Welle habe ich schon versucht, einzupreisen.

UK hatte den Gipfel der Omicronwelle am 4. Januar, die USA hatte ihn mutmaßlich am 7. Januar. (bezogen auf die Tagesinzidenz; die 7-Tage-inzidenz reagiert als geglättete Kurve natürlich deutlich träger; da war der Gipfel erst am 14.1. erreicht) Wenn wir den Peak (in der Tagesinzidenz) also jetzt oder in den nächsten Tagen erreicht haben sollten, sind wir ohnehin schon später dran.
In den USA begann der Omicronanstieg etwa um den 20.12. so richtig. In Deuitschland ging es, wenn man die inzidenzkurve von worldometer als Maßstab nimmt, etwa um den 4. bis 5.1. so richtig los, wir haben also gegenüber den USA ca. zwei Wochen Verspätung.
Allerdings hat Deutschland gegenüber den USA eine deutlich bessere Booster-Quote (nur 25% dreifach-Impfung in den USA vs. 50% Dreifachimpfung in Deutschland) und auch höhere Impfquote insgesamt, so dass bei uns mit Omicron ein höherer Prozentsatz an milden Verläufen zu erwarten ist.

Die Covid19-Restriktionen sind in den USA sehr uneinheitlich. Zumindest in den demokratisch regierten Bundesstaaten unterscheiden sie sich aber nicht so gravierend von den in Deutschland geltenden Maßnahmen.
__________________
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Hafu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 12:30   #30013
Bockwuchst
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Registriert seit: 12.02.2018
Beiträge: 1.146
Bei uns ist die Welle deutlich später gekommen als in einigen anderen Ländern und der Anstieg ist auch nicht ganz so steil. Das liegt vermutlich daran, dass bei uns stärkere Maßnahmen in Kraft waren als z.B.in UK. Das hat allerdings auch den Preis, dass sich das deutlich länger hinziehen wird. Ich befürchte so schnell wie Hafu es erwartet wird es nicht gehen, auch wenn ich das begrüßen würde. Wir werden sehen, im Moment kann man nur spekulieren.

Geändert von Bockwuchst (23.01.2022 um 13:09 Uhr).
Bockwuchst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 13:07   #30014
Bockwuchst
Szenekenner
 
Registriert seit: 12.02.2018
Beiträge: 1.146
Mich hat's jetzt übrigens auch erwischt.
Hatte Freitag Abned ne rote Corona Warn App. Laut App ein Kontakt am 13.1. (letzten Donnerstag). Am Montag hab ich mich schlecht gefühlt mit Kopfweh, Kreislauf, Durchfall. Am Dienstag wieder alles gut. Schnelltest am Montag negativ. Vorgestern nach der Meldung nochmal negativer Selbsttest. Trotzdem gestern PCR Abstrich machen lassen und zack positiv. Bin dreifach geimpft / geboostert und war 2 Jahre lang sehr vorsichtig.
CT Wert liegt bei 31. Das ist eher hoch und gilt teilweise schon als nicht mehr infektiös, oder? So richtig zuverlässig ist der aber auch nicht soweit ich weiß
Bockwuchst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 14:35   #30015
Schwarzfahrer
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Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 4.318
Zitat:
Zitat von Bockwuchst Beitrag anzeigen
CT Wert liegt bei 31. Das ist eher hoch und gilt teilweise schon als nicht mehr infektiös, oder?
Nach meinem Verständnis gilt CT-Wert über 30 als eher geringe Viruslast. Die Korrelation des CT-Wertes im Rachenabstrich zur Infektiosität im Sinne von Viruslast in der ausgeatmeten Luft wurde vor einigen Monaten durch eine Dissertation untersucht. Bild 4 zeigt, daß es praktisch keine sichere Korrelation gibt, die Viruslast in der Ausatemluft kann gleich hoch oder bis zu 1 Million mal niedriger sein, als im Rachen, und hohe Konzentrationen in der Ausatemluft kommen bei sehr niedrigen und sehr hohen Rachenwerten gleichermaßen vor. Solange wir kein Atemluft-Schnelltest haben, wird die Infektiosität weiterhin nicht sicher feststellbar sein, und die Weitergabe des Virus bleibt ein nie ganz ausschaltbares Lebensrisiko.
__________________
“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Schwarzfahrer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2022, 15:56   #30016
Bockwuchst
Szenekenner
 
Registriert seit: 12.02.2018
Beiträge: 1.146
Der CT Wert ist ein unsicherer Messwert weil er auch stark davon abhängt wie der Abstrich gemacht wird. Ich will mir das wahrscheinlich nur schön reden. Das Gute ist dass ich so gut wie gar nix gemerkt habe. Nerviger ist dass man mit dem Testergebnis ziemlich allein da steht. Wer muss jetzt wie lang in Quarantäne? Meine Frau, die erst gestern geboostert wurde weil Erstimpfung mit J&J war? Meine ungeimpften Kinder ja auf jeden Fall?
Für mich gilt 10 Tage Isolation ab Beginn der Symptome oder ab Test wenn asymptomatisch. Ich hatte am Montag recht unspezifische Symptome. Ab da gerechnet wären die 10 Tage am Mittwoch schon um. Test war erst gestern. Am Freitag hab ich meinen Neffen getroffen. Braucht der irgendeine Bescheinigung für die Schule wenn er Zuhause bleibt?
Es gibt niemand dem man solche Fragen stellen kann. Das Gesundheitsamt hat diese Woche via Facebook verlauten lassen sie sind überfordert, können kaum noch Fälle ans RKI melden und Kontaktnachverfolgung wurde quasi eingestellt. Auch positiv getestete können nicht unbedingt mit einer Kontaktaufnahme vom GA rechnen. Man soll auf keinen Fall anrufen
Bockwuchst ist offline   Mit Zitat antworten
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