Wobei s. letzter Satz, wo sind die Maßnahmen bzgl. seltene Erden gegen die USA?
Gilt als Unterstützung in den Augen der Chinesen auch, wenn man die Situation als "komplex" bewertet?
Anyway ... umso mehr sollten wir Vollgas geben um das weltweit größte Lithiumvorkommen in der Altmark abzubauen. Bei allem Verständnis: 2033 is etwas arg lang.
Anyway ... umso mehr sollten wir Vollgas geben um das weltweit größte Lithiumvorkommen in der Altmark abzubauen.
Ich nehme das mal zum Anlass, um das Bildausschnitt etwas größer zu wählen. Ebensogut könnte ich das im Trump-Thread tun, wo wir uns über dessen Egoismus aufregen und darüber unseren eigenen vergessen.
Jeder von uns kennt diese Vergleiche: Die Industrienationen verbrauchen Ressourcen, als hätten sie drei Planeten Erde zur Verfügung – statt nur einen. Das gilt ganz allgemein, vom CO2-Ausstoß bis zum Fleischverzehr.
Ich erspare es mir, das näher auszuführen, da es kaum von jemanden bezweifelt wird. Kurz: Hätten alle Länder der Welt unseren Wohlstand (=Ressourcenverbrauch), landeten wir alle ratzfatz in einer ökologischen Katastrophe. Unser Wohlstand funktioniert nur, weil andere arm sind. Unser Wohlstand ist grundsätzlich nicht gerechtigkeitsfähig, da er die Belastbarkeit des Planeten weit übersteigt. Er hat die globale Ungerechtigkeit zur Voraussetzung.
Jetzt streiten wir uns also ums Lithium. Trump will an die Rohstoffe Grönlands heran, die Chinesen kaufen im großen Stil landwirtschaftliche Flächen in Afrika und beteiligen sich an den dortigen Minen. Das große Bild zeigt: Die Industrienationen brauchen von fast allem immer mehr.
Daraus ergeben sich zwangsläufig zwei Konflikte:
Einmal die globale Ungerechtigkeit der reichen gegenüber den armen Ländern, die sich irgendwann in ernsten Auseinandersetzungen entladen wird.
Zum anderen eine unabwendbare ökologische Katastrophe. Freiwillig wird kein Industrieland auf eine weitere Steigerung des Wohlstandes verzichten, ganz gleich, welche Folgen das haben wird. Deshalb werden diese Folgen eintreten.
Einmal die globale Ungerechtigkeit der reichen gegenüber den armen Ländern, die sich irgendwann in ernsten Auseinandersetzungen entladen wird.
Zum anderen eine unabwendbare ökologische Katastrophe. Freiwillig wird kein Industrieland auf eine weitere Steigerung des Wohlstandes verzichten, ganz gleich, welche Folgen das haben wird. Deshalb werden diese Folgen eintreten.
Ja, das kann man so sagen. Erwähnen könnte man explizit den Klimawandel, der nichts anderes ist als Ausdruck einer gewaltigen Ungleichheit zwischen den Menschen, die permanent zunimmt. Und solange wir an dieses Problem nicht rangehen, ist der Kampf gegen den Klimawandel weder ehrlich noch erfolgreich. Ungeniert beuten wir weiter aus, allen voran Trump & Konsorten.
Freiwillig wird kein Industrieland auf eine weitere Steigerung des Wohlstandes verzichten, ganz gleich, welche Folgen das haben wird.
Ich glaube, daß kein Land auf dieser Welt auf eine Steigerung des Wohlstandes verzichten wird, gerade die ärmeren am wenigsten. Und die Steigerung des Wohlstandes der dritten Welt (und sei es nur auf unser Niveau von 1970) wird bei weitem mehr Ressourcen brauchen, als was wir hierzulande durch Verzicht je ausgleichen könnten.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Unser Wohlstand funktioniert nur, weil andere arm sind.
Nein, unser Wohlstand ist m.M.n. davon weitgehend unabhängig; diese Sicht klingt mir zu sehr nach der Mottenkiste des Klassenkampfes. Unser Wohlstand ist ursprünglich ermöglicht worden durch die Verfügbarkeit von großen Mengen Energie, und dies glücklicherweise in einem Umfeld/Zeit/Gesellschaft, in dem die richtige Mischung aus Individualismus und gesellschaftlicher Solidarität vorhanden war, um davon gemeinschaftlichen Nutzen ziehen zu können.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Unser Wohlstand ist grundsätzlich nicht gerechtigkeitsfähig, da er die Belastbarkeit des Planeten weit übersteigt. Er hat die globale Ungerechtigkeit zur Voraussetzung.
Das ist m.M.n. höchstens eine Folge, die allerdings besonders stark mit dem extremen Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte zusammenhängt. Immerhin haben sich die Unterschiede in "Wohlstand" (also Zugang zu Wasser, Energie, Bildung, Gesundheitswesen, ...) in den letzten 100 Jahren über den Globus eher verringert, viel mehr Menschen haben Teil(e) daran, als früher - ist das wirklich ungerecht?
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Einmal die globale Ungerechtigkeit der reichen gegenüber den armen Ländern, die sich irgendwann in ernsten Auseinandersetzungen entladen wird.
Die Gefahr besteht leider; die Geschichte zeigt allerdings, daß sowas kaum zu mehr Gerechtigkeit führt oder zur nachhaltigen Verbesserung für die Armen, sondern eher zur neidgetriebenen Zerstörung von Werten und von Wohlstand.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Ich glaube, daß kein Land auf dieser Welt auf eine Steigerung des Wohlstandes verzichten wird, gerade die ärmeren am wenigsten. Und die Steigerung des Wohlstandes der dritten Welt (und sei es nur auf unser Niveau von 1970) wird bei weitem mehr Ressourcen brauchen, als was wir hierzulande durch Verzicht je ausgleichen könnten.
Es gibt ein Level an Wohlstand, mit dem alle Länder gleichermaßen gut leben. Die armen Länder können sich zu diesem Wohlstand hinaufentwickeln. Die reichen Länder müssten auf dieses Level hinabsteigen.
Das werden die reichen Länder aber nicht tun. Ganz gleich, welches die Folgen sind.
... diese Sicht klingt mir zu sehr nach der Mottenkiste des Klassenkampfes. Unser Wohlstand ist ursprünglich ermöglicht worden durch die Verfügbarkeit von großen Mengen Energie, und dies glücklicherweise in einem Umfeld/Zeit/Gesellschaft, in dem die richtige Mischung aus Individualismus und gesellschaftlicher Solidarität vorhanden war, um davon gemeinschaftlichen Nutzen ziehen zu können.
Du hast es nicht verstanden. Es geht nicht darum, auf welche Weise unser Wohlstand zustande kam. Sondern schlicht um seinen Ressourcenverbrauch. Er ist so hoch, dass er global nicht gerechtigkeitsfähig ist: Hätten alle Länder unseren Wohlstand und damit unseren Ressourcenverbrauch, gingen wir auf kürzestem Weg in eine Katastrophe.
Wir merken das, weil nun auch andere große Länder auf diesem Pfad wandeln, wie etwa die Chinesen und danach die Inder. Wer wollte es ihnen verdenken?
Zu einer nachhaltigen und global gerechten Wirtschaft sind wir weder willens noch fähig.
... Unser Wohlstand ist ursprünglich ermöglicht worden durch die Verfügbarkeit von großen Mengen Energie, und dies glücklicherweise in einem Umfeld/Zeit/Gesellschaft, in dem die richtige Mischung aus Individualismus und gesellschaftlicher Solidarität vorhanden war, um davon gemeinschaftlichen Nutzen ziehen zu können.
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Das ist eine sehr idealisierte Darstellung, aber typisch. Fehlt nur noch was von "Fleiß" und "harter Arbeit" unserer Vorfahren. Weggelassen hast du die Unterwerfung und Auslöschung ganzer Völker. Da kann man mal beim Römischen Reich nachlesen, bei der Eroberung der "Neuen Welt" oder aktuell denkend die Tageszeitung lesen. Du solltest nicht Individualismus aufführen, sondern exzessiver Egoismus, denn solche Dinge sind das Problem.
Es gibt ein Level an Wohlstand, mit dem alle Länder gleichermaßen gut leben. Die armen Länder können sich zu diesem Wohlstand hinaufentwickeln. Die reichen Länder müssten auf dieses Level hinabsteigen.
Welche Instanz hat die Kompetenz und die Autorität, um diesen Level zu definieren und für alle akzeptiert durchzusetzen? Warum sollten arme Länder, die das Level erreicht haben, eher sich damit begnügen, als reichere Länder? die Menschen dort ticken in der Hinsicht wohl genauso wie wir: der Mensch strebt nach mehr, nach Verbesserung, nach Entwicklung, und definiert Zufriedenheit immer relativ zu etwas (zeitlich, räumlich, ...).
Definiere Wohlstandslevel: durch Energieverbrauch, durch Ressourcenverbrauch, durch Gesundheit, körperliche und finanzielle Sicherheit, Bildung, u.a.m.? Ich sehe keine praktische Möglichkeit, Deine schöne Ideal-Theorie zu prüfen, geschweige denn umzusetzen.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Du hast es nicht verstanden. Es geht nicht darum, auf welche Weise unser Wohlstand zustande kam. Sondern schlicht um seinen Ressourcenverbrauch. Er ist so hoch, dass er global nicht gerechtigkeitsfähig ist: Hätten alle Länder unseren Wohlstand und damit unseren Ressourcenverbrauch, gingen wir auf kürzestem Weg in eine Katastrophe.
Es ist höchst unwahrscheinlich, daß jemals alle auf dem gleichen Level leben; das ist nicht mal innerhalb der USA oder innerhalb der EU je möglich. Auch hat sich der Ressourcenverbrauch für bestimmte "Wohlstandsmerkmale" über die Jahrzehnte reduziert. Entweder geht das so weiter, so daß die Ressourcen für immer mehr Menschen reichen, (das wäre mein Ideal, das ich anstreben würde) oder es werden eben nie alle den gleichen Wohlstand erreichen, aber eben das für sie lokal jeweils Mögliche (wird wohl die Realität sein).
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Zu einer nachhaltigen und global gerechten Wirtschaft sind wir weder willens noch fähig.
Wenn Du damit "die Menschheit" als Ganzes meinst, magst Du Recht haben, zumindest für die so definierten Ziele. Ich glaube nicht, daß es sowas wie "globale Gerechtigkeit" gibt (in einem Sinne, in dem sich alle einig wären), und nachhaltig ist mir ein zu undefiniertes Wieselwort.
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