Ganz ernst gemeint: Wenn es so einfach wäre, bleibt irgendwie die Erklärung im Raum stehen, warum hier so ein Prozedere zur Trainingsplanung und -gestaltung gemacht wird.
Für mich bleiben nur 2 Antworten übrig:
Es ist nicht so einfach,
oder trainingsrelevante Themen und Freds sind hier überflüssig.
3. Variante: weil eine ganze Industrie davon lebt und darauf angewiesen ist, den Leuten ständig was weltbewegend Neues zu präsentieren, damit die artig das Porte Monnaie aufmachen.
Es gilt wie immer nur, die richtigen Bedürfnisse zu wecken...
__________________ „friendlyness in sport has changed into pure business“
Kenneth Gasque
Zum Thema "Preisgestaltung Ironman":
"Schließlich sei Triathlon eine exklusive Passion, bemerkte der deutsche Ironman-Chef Björn Steinmetz vergangenes Jahr in einem Interview. Im Zweifel, so sagte er, müsse man sich eben ein neues Hobby suchen."
Mal im Ersnt. Ich denke wenn bei den Kenianern oder sonstigen Laufnationen trainingsmäßig noch großartig Luft nach oben wäre, hätte dieses schon jemand erkannt und die Marathonbestzeit würde unter 2 Stunden liegen. Die Laufen auch am Limit und trainieren hart. Dude´s Schilderung der lockeren Einheiten machen mit Sicherheit nur einen gewissen Teil aus.
Mich persönlich stört jedoch dudes "Glorifizierung" der Kenianer, die alles richtig machen, während der weisse Rest der Läuferwelt zum schei.. zu doof ist.
Der Rundumschlag war in der Haerte falsch und im Umfang ungerecht. Dafuer entschuldige ich mich bei den Betroffenen. Ueber den Daumen gepeilt betrifft es aber die Haelfte der Kandidaten.
Ich hab' spaeter noch mit unseren local "Trainingskollegen" Tarus (2:09) und Sam (60:33) darueber gesprochen. Die wussten nicht so recht, was sie dazu sagen sollten und waren eher peinlich beruehrt.
Zitat:
Zitat von tobi_nb
Also ist der Trainingsplaner von Arne, die Ernährungslehre von z.B. pinkpoison usw. überflüssig?
Sofern man Trainingsplaene fuer Hobbysportler fuer gut befindet (meine MEinung ist bekannt), ist er nicht ueberfluessig. Mit Profisport hat das ja nix zu tun.
Was diesen betrifft, ist die Lebensweise der Kenianer schon beeindruckend. Die koennen einfach besser abschalten, wenn sie nicht trainieren. Ein dort lebender Europaeischer Coach, der Kenianer trainiert, hat eine Anfrage von seinem Heimatverband bekommen, ob die Jungs mal fuer ein paar Monate runterkommen duerften.
Seine Antwort: die halten das nicht laenger als zwei Wochen aus. Zu weich im Kopf.
Inwiefern meint er das? Denen wuerde es schlicht langweilig! Dabei darf man sich die Kenianer nicht als weltfremde Buschmaenner vorstellen. Die labern mit uns ueber Notebookpreise und iPhone.
Zitat:
Zitat von tobi_nb
Darauf aufbauend stellt sich mir dir Frage: Woher wissen die Kenianer, dass "langsam laufen" das richtige ist? So ganz ohne Trainingslehre?
Die machen einfach langsam, wenn eine weitere harte Einheit nicht mehr drin ist. Donnerstag knallen die Jungs 12 800er auf der Bahn in 2:05 mit 200 Trabpause (auf 2.300m!), Freitag trippeln sie zwei Mal 40 min. im 8-5er Schnitt durch die Praerie. Am Samstag stehen dann 40km in 2:30 auf em Programm (progressiv!).
Die wissen sehr, sehr genau, was sie machen. Die haben alle Zeiten im Kopf, nicht nur die Trainings-, sondern auch die Wettkampfzeiten. Wenn Du mit 2:09 Tarus unterwegs bist und es kommt ein anderer entgegen, dann sagt der Dir auf die Sekunde dessen zwei letzte Marathonzeiten durch.
Zitat:
Zitat von Skunkworks
Eventuell ist diese Bahn aber das Geheimnis, weil sie in Wirklichkeit 400,98m lang ist...
Die "Bahn" in Iten ist anscheinend 405+m lang und dazu diese Innenlinie aufgrund von Matschloechern nicht laufbar. Die Topjungs fahren auf der Lasterflaeche nach Eldoret (40min), um dot auf einer vermessenen Kieselbahn zu rennen.
Zitat:
Zitat von sybenwurz
Aber mal im Ernst: könntest du die Hand dafür ins Feuer legen, dass die Jungs wegen ihres Trainings sub 2.10 laufen oder trotz des Trainings?
Wie denn? Wenn man sich das anschaut, dann hat das jedenfalls Hand und Fuss.
schon mal darueber nachgedacht, wenn ein kenianer auf 300meter ueber meer aufwächst immernoch so schnell wäre.....!!!?!?!?!
Gibt's genug Jungs. Ein gewisser Paul Tergat gehoert auch dazu.
Zumal bis heute nicht bewiesen ist, dass Hoehentraining wirklich hilft. Die Kenianer schwoeren jedenfalls drauf.
Ein dort lebender Europaeischer Coach, der Kenianer trainiert,...
Nach europäischem Muster oder nach kenianischem?
Zitat:
Wie denn?
Naja, siehe oben (soweit die Frage nicht als ne rethorische aufzufassen ist): gibt es ein Beispiel eines Kenianers, der anders trainiert (hat), als du es gerade in Iten erlebst, also eher nach ("westlichem" klingt doof, "nördlichem" auch, aber ich denke, du weisst, was ich meine) "unserem" Muster?
Ansonsten wirst du nicht ewig in Iten bleiben.
Was nimmst du für dein Training mit nach Hause?
Bei vielen von uns nimmt ja ausser Training, Essen und Schlafen auch diese Arbeiterei einen wesentlichen Platz im Tagesablauf ein.
__________________
Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Gibt es ein Beispiel eines Kenianers, der anders trainiert (hat), als du es gerade in Iten erlebst, also eher nach ("westlichem" klingt doof, "nördlichem" auch, aber ich denke, du weisst, was ich meine) "unserem" Muster?
Viele der Westler machen ja die gleichen Einheiten. Es ist eher das Drumherum, sprich die Regeneration, die anders ist.
Zitat:
Ansonsten wirst du nicht ewig in Iten bleiben.
Net wirklich. Heute hab' ich mir endlich noch diese uralten Steinhaufen angeschaut:
Lustiger Kontrast zu Kenia. Der ganze Laden hier sieht aus wie eine einzige Baustelle.
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:17 Uhr.
Heute 19 Uhr live!
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