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Als meiner Partnerin bei mir eingezogen ist, gab es keinen Fernseher. Das haben wir zeitnah mit Ihrem Gerät geändert. Aber das gute Stück hat vorgestern mitten in den olympischen Winterspielen seinen Geist aufgeben. Leichte Panik machte sich breit. Da das Training gestern ausgefallen ist, blieb Zeit für den Media-Markt. Ein passendes Gerät mit adäquater Bildschirmdiagonale war schnell gefunden. An vielen Bildschirmen klebte der Hinweis, dass diese nicht kalibriert seien, und auf Nachfrage erschien uns diese Maßnahme sinnvoll.
Während der Mitarbeiter mit seinem Handy lange Zeit einen freien Slot dafür suchte und meine bessere Hälfte dort wartet, begab ich mich zu weiteren Recherchen in eine andere Abteilung und erhielt dort von Ihr die Auskunft: Slot kann dauern, es ginge aber noch heute Abend über einen seit sehr kurzem befreundeten Fachangestellten eines Elektronikanbieters. Alles gegen eine Freundschaftsgebühr in Höhe des ursprünglich aufgerufenen Preises.
Wir unterstützen gerne die unterbezahlte Jugend und waren hocherfreut, abends gleich 2 Fachleute begrüßen zu dürfen, da die Kiste nur mit 3 männlichen Arbeitskräften in luftiger Höhe am Halter verschraubt werden kann, ohne der Schwerkraft zu sehr ausgesetzt zu sein. Während mich der Zweite der Herren in ein Gespräch über die Feinheiten der Zerspanung von Stahl verwickelte, stelle der andere fachkundig allerhand am Fernseher ein und erklärte meiner Freundin nach 15 Minuten die Kalibrierung als für beendet. Wir bezahlten brav unseren Obulus und konnten auf 65 Zoll das Eishockeyspiel GER gegen Dänemark ansehen.
Ins Grübeln bin ich trotzdem gekommen. Die Kalibrierung ging schnell und ohne technisches Gerät. Auf Nachfrage heute früh wurde mir erzählt, dass der Systemgeber der Daten für diese Geschichte eine Gebühr von 100 € pro Gerät erheben würde und ein Spezialgerät nicht nötig sein. 200 € für die Aktion wären viel, aber durchaus zu rechtfertigen.
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Keine Panik!
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