Danke an alle für die Glückwünsche. Auch für den Keats und insbesondere altersgerechte Trainingstips.
Die Woche war dann ja auch Entlastungswoche. Also nur bisserl hier und da gelaufen und mit Arnes Truppe am Dienstag durch Waltopia gerödelt. Donnerstag und Freitag hab ich gar nix gemacht ausser Mobility, um mich auf das Shadow Race zum Greek Hero vorzubereiten.
Der Greek Hero ist ein Rennen der XTRI-Worldtour, das parallel zu Kona ausgetragen wird auf Korfu. 3.8 km Swim . 175 km bike (3340hm) . 40 km run (hm1900). Sieht landschaftlich echt attraktiv aus und von der Logistik und Preisen auf der Insel wahrscheinlich relativ easy. Und es gibt ne echt geile Medaillle.
Jedenfalls gibts für die Bewältigung von mindestens 60% der Strecke 15 X-Points für den Kampf um Plätze bei Norseman, Celtman, Swissman und ICON. (80% bringen 20 Punkte, ist mir aktuell aber zu hart und die Regeneration zu lang, vor allem der 32km Koppellauf). Also hab ich mich da gestern zu aufgerafft. Etwas suboptimal vorbereitet durch ein 6 Gängemenü mit Weinreise am Vorabend, Geburtstag halt.
Nun haben sich meine Frau und ich eine Weinreise geteilt, dennoch hats mir den schlechtesten HRV Wert der letzten Wochen beschehrt.
Also schmiss mich der Wecker morgens um 6 Uhr leicht verkatert aus dem Bett und dank diverser Espressodruckinfusionen bin ich auch im Schwimmbad angekommen. Lauwarme Chlorbrühe statt griechischem Mittelmeer. Zusätzlich noch fast von einer Brustschwimmerin verkloppt worden, die ich versehentlich bei ihrem ausladenden Beinschlag und halbmittiger Bahnplatzierung am Fuss berührt hatte. Deeskalation war echt schwierig.
Wurden dann 2.300m Schwimmenl Das meiste mit Pullkick und teilweise auch kleinen Paddels geschwommen, um die Beinchen zu schonen.
Während ich danach auf den Bus gewartet hab, philosophierte ich beim Betrachten der Statue am Eingang über die möglichen Hintergrundüberlegungen des Künstlers bezüglich wechselseitiger Objekt- und Grössenbeziehungen von Schwert und Gemächt.
Laufen hab ich dann vorgezogen, um nicht stark vorermüdet in in den Lauf zu gehen und so dass Verletzungsrisiko und Regenerationsbedarf zu senken. Für Wettkampfsimulation isses ja noch etwas früh. Wurden dann 24km bei schönstem Wetter am Berliner Grundewald entlang in entspannter 5:19er Pace.
Zu Hause hab ich mir dann Kuchen und einen Powernap gegönnt und bin dann noch 105km mit Maria @165W NP durch Watopia geradelt. Hab kurz überlegt, von der griechischen Atmosphäre noch was zu retten und auf der Rolle Alexis Sorbas im Original ohne Untertitel zu schauen, aber alleine die Vorstellung triggerte den Wunsch, sich mit einer Flasche Ouzo wegzulöten. Also doch lieber Kona geschaut.
Trotz der aktuell nicht vorhandenen Form ging die Einheit ganz gut weg, hab auch viel Carbs gefuttert.
Ich belebe dann mal mein Blog wieder. Die weltpolitische Lage zwingt mich dazu. Zwar ist mein sportlicher Zustand im Allgemeinen und mein schwimmerischer im Speziellen nicht viel besser, als der aktuelle Wahnsinn, aber ich habe irgendwie das Gefühl, mehr Einfluss nehmen zu können. Vielleicht.
Oktober bis Dezember hab ich mir etwas weniger Training gegönnt, damit ich dann im Frühjahr wieder richtig Bock aufs Training habe und nicht schon Topform im April. Das ist bei mir bisweilen sogar mit Coach schwierig.
Und so desolat sieht es gar nicht aus. Kraft hab ich wie Atze, Bankdrücken 6 x Körpergewicht und Kniebeuge und Kreuzheben 10x und auch mehr geht gut und 10 Klimmzüge sind auch drin. Die Kehrseite dieser Werte ist das hohe Körpergewicht, im Raceweight würden wahrscheinlich auch 15 Klimmzüge gehen. Alles hart und schweißig erarbeitet in meinem Stammfitti. StammleserInnen wissen, es handelt sich eher um Lost Place als Holmes Place. Der Rost ist nicht nur vom meinem Schweiß, aber auch.
Also Kraft ist vorhanden, Laufausdauer auch. Speed ist halt so, wie es halt läuft, wenn man 4-5Kg zu viel mit sich rumschleppt. Zäh, aber das wird besser werden. Rad trotz sehr weniger Kilometer läuft gar nicht so schlecht, gerade kürzere Intervalle. Da hilft dann das Krafttraining doch.
Heute war ich dann auch schwimmen nach 7 Wochen Pause.
Die Frau wurde auch vom Coach verplant, zu zweit ists leichter.
Habs deshalb bei 1500m belassen. Armzugplan mit diversen Kontrastübungs-50ern und nochmal 2 x 200m mit Pullkick und Fokus auf Armzug. Hätte schlimmer sein können, auch hier hat das Krafttraining geholfen, denke ich. Spannenderweise bin ich beim absichtlichen Überkreuzen richtig flott, liegt wohl an der damit zwangsläufigen Rotation, muss ich mal mehr drauf achten.
Nach dem Training dann auch wieder Kaltwassergewöhnung 30s. Gibt schlimmeres. Aber auch schöneres. Meine neue Siebträgermaschine zum Beispiel, die ich mir zu Weihnachten geschenkt habe. Ist ja schließlich erweitertes Triathlon-Equipment und macht mich nicht schneller, aber das Kaffeetrinken doch schöner. Nach weitreichenden Eheverhandlungen ruht das 31 Kilogerät nun im Esszimmer auf einem Biedermeier-Wachtisch in unserem Esszimmer und ich hab mich heute nach dem Schwimmen und dem Zwift-Meetup echt auf den leckeren Kaffee gefreut.
Überhaupt war am Wochenende und diese Woche hauptsächlich Rad, hab heute dafür auch die Laufeinheit weggelassen. Der Coach wirds verschmerzen. Pünktlich zum Laufschwerpunkt die nächsten zwei Wochen ist Tauwetter angekündigt. Läuft.
Heute war Montag - wieder Pumpen im Fitti. Selbst im Lost Place bin ich ein Outsider, dem abwechselnd mit Anzeige oder Prügel gedroht wird, wenn er versucht ein Fenster zu kippen.
Anzeigen wollen mich die rüstigen Omis, die in unserem Familienstudio Yoga und Herzsport machen und mit der Cheffin schon so manche Diskussion ums Hornhautraspeln unter der Dusche geführt haben. Das ist nun zwar offiziell verboten, aber ich traue den Omis und Opis nicht. Vor allem nicht ihren Füßen. Aber da ich schon seit Jahren nicht mehr in der Umkleide war ( Ich wohne nebenan), kommen wir eigentlich ganz gut miteinander aus. Mit Elise hab ich sogar so eine Art Sportsfreundschaft trotz 35 Jahren Altersunterschied, und ich hebe ihr bisweilen mal eine Hantelstange hoch oder baue die 20Kg Scheiben ab, die ein geschwächter Markus Rühl-Verschnitt vergessen hat, runterzunehmen. Elise ist immerhin jeden zweiten Tag da und macht einmal die Woche Seniorenkarate. Mal sehen, ob ich in 35 Jahren noch Sport mache.
Und dann die Pumper. Das ist die Fraktion, die mit Prügel droht, wenn ich lüften will. Und die mein Training dadurch fördert, dass sie die 120Kg auf der Langhantelstange drauf lassen und ich sie zum Aufwärmen abbauen darf.
Heute kamen wir aber gut miteinander aus. Weil ich war erstens früh dran und zweitens war heute mein Maximalkrafttag. Alle 3-4 Einheiten mache ich so einen Refresher mit für mich wirklich hohen Gewichten, um in dem ganzen Kraftausdauergedöns noch etwas Power zu erhalten. Den Pumpern gefällt das, weil sie meine Gewichte dann bequem für ihren Aufwärmsatz nutzen können.
Für mich ist das aber anstrengend. Bankdrücken und Kniebeuge mit Körpergewicht, Kreuzheben mit 10Kg mehr als Körpergewicht und vorgebeugt Rudern mit etwas weniger. Klimmzüge und am Ende orgel ich mir noch so richtig einen in der Beinpresse rein. Einbeinig und nur 4 Wiederholungen. Und das ganze mit einer Selbstansprache irgendwo zwischen Ronny Coleman und einem sündigen Franziskanermönch.
Naja, bisschen Reserve lasse ich bei allen Übungen noch. Schließlich ist das Fleisch auf dem Teller der Ausdauersport und der steht morgen schon wieder an und die Beine werd ich bei den Zwift-Intervallen im Coach-Meetup merken. Zum Glück ists kurz und nicht sehr schmerzhaft.
Morgen früh steht nix im Plan, aber ich will mal Streben und plane ein kurzes Stabiprogramm. Mal sehen, ob ich den Wecker überreden kann.
Heute war Montag - wieder Pumpen im Fitti. Selbst im Lost Place bin ich ein Outsider, dem abwechselnd mit Anzeige oder Prügel gedroht wird, wenn er versucht ein Fenster zu kippen.
Hihi, es ist überall dasselbe
Ich "mag" beide Fraktionen, weil sie bei uns aus unterschiedlichen Gründen aber mit den gleichen Folgen für die anderen die Geräte dauerbelegen: die Pumpe, weil sie ihren Erfolg erstmal dokumentieren und kommentieren müssen (wahlweise per Handy oder auch vor ihrem Hofstaat) bevor sie in einen neuen Satz gehen; die älteren Herrschaften, weil sie die Pause brauchen, um zu überlegen, was als nächstes ansteht. Gemeinsam ist: die höfliche Frage, ob man ihre 10min Pause selbst nutzen könne, um mal kurz so für einen Satz.... ; wird empört und mitunter ausfallend abgeschmettert (wir haben eGym, da müssen also nicht Gewichte neu aufgelegt oder entnommen werden).
Ich musste mir neulich allerdings eine lange Tirade anhören, warum ich nur kurz in der Umkleide die Jacke überwerfe und nicht dusche, das sei ja eklig. Ich wohne 200m entfernt und dusche lieber zuhause als mich mit den Haaren (und Hornhautraspeln) der Vorgängerinnen zu beschäftigen.
Ich seh es vor meinem geistigen Auge, in 10 Jahren kann man über Jochen Schweizer die Berlin Tri Experience buchen. Radeln ist 100 km Havelchaussee mit Captain, rennen 20 km im Mauerpark, für Schwimmen mit Frau Antarctis und das Krafttraining im echten Underground-Gym mit Antartis.
Außer Arne ist schneller und bietet Radtage in Berlin an.
So, wie es halt steht, wenn man 7 Wochen kaum geschwommen ist. Allerdings steht es um die anderen Disziplinen mittlerweile , nach einer Mischung aus Einstiegsmotivation, Feiertagsstress, Schnee und Eis und jetzt einer leichten Laufverletzung auch nicht besser. Meine Fitnesskurve ist noch mieser als Deutschlands Wirtschaftswachstum.
Strukturelle Reformen sind also zwingend notwendig, wenn das noch was werden soll.
Laufen hab ich seit einer Woche eine gereizte Sehne am Fuß, nix Achilles, eher die Zehenstrecker. Wahrscheinlich vom Laufband, irgendein Teil des immergleichen Bewegungsprozesses hat meinem Körper missfallen.
Ich hoffe also auf ein paar zusätzliche Rolleneinheiten vom Coach (Macht ja auch viel mehr Spaß, als bei dem schönen Wintersonnenwetter draußen zu laufen...), um den freien CTL-Fall irgendwie abzubremsen.
Schwimmen werd ich schauen, dass ich mindestens zweimal die Woche ins Wasser komme.
Also insgesamt quasi nochmal Saisonneustart nach 2 Monaten.
Bisserl frustrierend ist, dass ich vor 2 Monaten schonmal einige Laufwochen zwischen 60-70km hatte und ich berechtigte Hoffnung hatte, dass die Keysessions der Saison nicht wieder nur 45 Minuten Joggen @5:30 sein werden. Letzte Woche 10km und ich fiebere schon dem nächsten Lauf 45 Minuten @5:30 entgegen. Das Leben ist so schön.