Es wird allmählich absurd wie neue Räder schlecht geredet werden.
Allerdings scheinen integrierte Lenker die Fahrstabilität und Beherrschbarkeit nicht zu beeinflussen.
Immerhin.
Ich fühlte mich mehrmals an die Audiwerbung für das stufenlose Getriebe mit dem Wackelelvis erinnert.
Weiterhin hat mir die Aussicht, in meinen 70ern mit einem Lambo zu meiner Prostata-OP zu cruisen gut gefallen. Über die beste Tena-Einlage, um die Lederpolster zu schützen, kann ich mich dann bestimmt hier auch noch gewohnt kontrovers und kompetent austauschen.
Natürlich darf jeder individuelle Anforderungen an sein Bike stellen. Bezogen auf den Threadtitel bezweifle ich aber weiterhin, dass aus ökonomischer Sicht eine Konfiguration mit Alu-Rahmen, ohne Integration und ohne Cockpitlösungen eine breite Zielgruppe ansprechen würde, die Potential zur Konsolidierung bietet. Zudem schätze ich die Margen als sehr gering ein bei so einer Produktgruppe.
Die optikorientierte Gruppe der gutsituierten Späteinsteiger hingegen kauft meist nicht nur ein Bike , sondern in den ersten Jahren mehrere. Da ist schon einiges an Umsatzpotential vorhanden,
Wenn ich mir die Portfolios der großen Hersteller anschaue, sind die Bikes alle sehr ähnlich. Ich gehe davon aus, dass die schon ihre Hausaufgaben gemacht haben und lukrative Märkte bedienen würden.
Komplett Räder werden so getestet wie der Hersteller sie ausstattet.
Zusätzlich wird die Aerodynamik mit Referenzlaufrädern geprüft.
Was dann die 5W Unterschied bei 45 km/h ausmacht. Da ich die 45 aber nur bergab fahre, und dann auch nicht voll reinlatsche, ist es mir persönlich egal, ob ich da 128 oder 133W trete.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Ich bin technisch, sportlich und mental limitiert. Es macht mir nichts aus, bergab zu bremsen. Das Rad darf aber gern gut aussehen. Solche Menschen sind Zielgruppe.
Ich bin technisch, sportlich und mental limitiert. Es macht mir nichts aus, bergab zu bremsen. Das Rad darf aber gern gut aussehen. Solche Menschen sind Zielgruppe.
Auf dem Weg zu meiner Eisdiele sind gar keine nennenswerten Bergabpassagen.
Wenn ich mir die Portfolios der großen Hersteller anschaue, sind die Bikes alle sehr ähnlich. Ich gehe davon aus, dass die schon ihre Hausaufgaben gemacht haben und lukrative Märkte bedienen würden.
Das denke ich ebenfalls.
Jedoch gilt das wohl für jede Epoche. Es gilt für die aktuelle Aero-Mode ebenso wie es früher für die STW- oder Gewichtsmode galt. Der Geschmack der Kunden scheint also beweglich zu sein. Wer weiß, wie die Räder der nächsten Generation aussehen werden?
Den Aero-Pfad ist die Radbranche aus meiner Einschätzung jetzt zu Ende gegangen. Selbst die billigen Aero-Kompletträder wie das Rose oder Decathlon belegen Spitzenplätze bei der Aerodynamik. Die Bikebranche braucht bald etwas Neues, um der China-Konkurrenz, die schon bereit steht, zu entkommen.
Wenn ich mir die Portfolios der großen Hersteller anschaue, sind die Bikes alle sehr ähnlich. Ich gehe davon aus, dass die schon ihre Hausaufgaben gemacht haben und lukrative Märkte bedienen würden.
Das ist schon immer so.
Man schaue sich die Alu Räder der 90er an, z.B. von Principia, Cannondale, Klein, Canyon, etc
Die Bikebranche braucht bald etwas Neues, um der China-Konkurrenz, die schon bereit steht, zu entkommen.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Trend sogar zu noch mehr Individualisierung (beim fertgen Produkt) und zu noch weniger Flexibilität geht. Bei aller möglichen Kritik an den ganzen Bikefittings ist das ja doch ein riesiger Markt. Und für viele Kunden ist Unkompliziertheit ein wichtiger Faktor.
Der Onlinekonfigurator von Canyon beispielsweise ist ja mit den wenigen Daten wie Größe und Beinlänge technisch anachronistisch. Ich könnte mir vorstellen, dass man bald vor seiner Handycam einer KI vorturnt, die einen dabei biometrisch vermisst und dann bekommt man den individuell produzierten Rahmen, sobald das easy rentabel machbar ist. ( Ich weiß, gibt es schon, aber ich meine deutlich next level) Und dank KI wird das dann biomechanisch und aerodynamisch als behauptet optimale Position vertickt. Das kannste dann für einen vierstelligen Aufpreis verkaufen und passt vermutlich sogar als Lösung für 75-85% aller Kunden und ist nochmal 2% am Rahmen aerodynamischer, weil weniger Teile.
Wenn man dann doch was verstellen will, gibts das neue Teil maßgefertigt im Abo für dreistellige Beträge. Hier wird dann gelästert und die Besitzer zahlen das gerne und schauen mitleidig auf die ewig gestrigen, die noch Schraubverbindungen an ihrem Rad haben. Wie, Deine Sattelstütze ist reingerutscht ? Die ist noch verstellbar ? Und für die 10% Teststeckentüftler gibts sonderlösungen oder Sonderabos.