Zitat:
Zitat von sybenwurz
... die unabhängigen(?) Crashtests haben ganz sicher ... stark zur Weiterentwicklung der aktiven und passiven Sicherheit unsrer heutigen Karren beigetragen etc.
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Grundsätzlich richtig, aber leider haben gerade diese Tests auch mit dazu beigetragen, daß die Autos immer schwerer und breiter wurden, mit immer höheren Ladekanten, kleineren Fenstern und höherem Verbrauch - also um den Preis der Verschlechterung von anderen Nutzerfunktionen.
Jede Verbesserung der Crashsicherheit führte zu etwas mehr Stahl vorne, hinten und in den Seiten. Die nächste Autogeneration mußte dann gegen diese steiferen Autos antreten - und bekam wieder mehr Stahl. Damit es innen nicht zu eng wird, wenn die Türen doppelt so dick sind, werden die Autos breiter, etc. Es ist ein Teufelskreis in Gang gesetzt, der schwer zu stoppen ist, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat. Es wäre an der Zeit, Crashsicherheit mit der Forderung nach Leichtbau zu koppeln, um Materialverbrauch und Energieverbrauch beim Fahren zu senken. Technologien gibt es dafür (s. Formel 1), aber natürlich teurer, als einfach einen Stahlträger einzuschweißen. Und aktive Sicherheit (vor allem Fahrerverhalten) sollte eine stärkere Rolle spielen, als die passive "Panzer"-Sicherheit.
Ich möchte natürlich nicht in einem Auto fahren, das beim Zusammenstoß mit einem SUV platt wird, wie es manche Autos der 80-er noch waren - aber wohl weit über 90 % aller Autos haben nie einen relevanten Zusammenstoß, es sollte also nicht das allerwichtigste Auslegungskriterium sein auf Kosten anderer Funktionen, finde ich.