Es gibt in den USA sehr viele Proteste. Die Berichterstattung in DE bzgl. Trump hat sich mittlerweile geändert.
Ist es bei der Berichterstattung nicht gerade anders herum?
Jede Kritik an Trump wird ja in unseren Medien total ausgeschlachtet. Also gehe ich mal davon aus, dass es in der Tat kaum Proteste gibt, sonst wäre das hier überall zu lesen.
Es gibt in den USA sehr viele Proteste. Die Berichterstattung in DE bzgl. Trump hat sich mittlerweile geändert.
Ich kann zugegeben die Anzahl der Proteste nicht einschätzen und ich meinte das auch nicht wertend. Dafür, dass der Vorfall und die Stellungnahmen schon ein paar Tage her sind, fand ich das - verglichen mit anderen Situationen, die ich so erinnere - auffällig harmlos.
Es tut sich aber immer mehr ( Die Meldung ist allerdings gerade mal 90 Minuten alt )
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Auf den Videos ist die Situation aus zwei Perspektiven zu sehen. Selbst mit sehr wohlwollender Deutung und allen geometrischen Kunstgriffen ist das nicht mit Trumps Beurteilung der Situation in Deckung zu bringen. Das ist nicht weniger, als eine Verhöhnung des Opfers und eine öffentliche Einschüchterung.
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was Trump gesagt hat ist mir eigentlich wurscht, mein Kenntnisstand zeigt einen Schützen in Front des Wagens, auf den dieser scharf anfährt und erhält dadurch den "Fangschuss".
cnn schreibt:
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Footage from several angles captured Good’s killing
At least three videos captured Good’s shooting or its immediate aftermath.
In one video posted online, Good could be seen in her car, a maroon Honda Pilot, which is perpendicular in the middle of the street. Several unmarked law enforcement vehicles approach Good’s car. One passes in front of her, and Good waves her hand out of the window.
Two officers get out of their truck and approach the driver’s side of Good’s car. “Get out of the car,” the officers can be heard repeatedly saying. “Get out of the f**king car.”
Good’s car begins reversing while one of the officers reaches toward her driver’s side door handle. Her car briefly stops, and then moves forward. Meanwhile, a third officer who appears to have been filming the scene appeared at the front of Good’s car. That officer pulls out his handgun and points it at Good while moving away from the front of the car.
A grainy video from a different angle, obtained and reviewed by CNN, seems to show Good’s car making contact with the third officer, while turning away from the other two.
Footage shows that the third officer then fires one shot before firing two more while out of the vehicle’s path, footage shows. Good’s car accelerates forward before crashing into another parked car.
Videos show bystanders rushing to the shooting victim. The officer who opened fire moves toward the car before walking away and telling bystanders to call 911.
================================================= https://edition.cnn.com/2026/01/08/p...inneapolis-dhs
Das ist für mich der springende Punkt. Auch wenn vom Video her vieles klar zu sein scheint, hat keiner von uns hier alle Infos, was davor, dabei und danach alles passiert ist, um das abschließend beurteilen zu können, (Wir sind aber auch weder Staatschef noch Richter).
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Man darf da als Staatsvertreterin gerne auch öffentlich seinen Einsatzkräften prinzipiell sein Vertrauen und seine Rückendeckung versichern, weil sie ein wichtiges Organ der Exekutive sind. Aber es muss klar sein, dass der Vorfall unabhängig untersucht wird.
100 % Zustimmung.
Zitat:
Zitat von Antracis
Mit Demokratie hat das aus meiner Sicht wenig zu tun.
Die ganze Angelegenheit hat nichts mit Demokratie zu tun, sondern mit Rechtsstaatlichkeit, sowohl der Auftrag der ICE als auch die notwendige unabhängige Untersuchung des Vorfalls. Beides ist nicht demokratisch zu beurteilen, sondern juristisch. Wir sollten m.M.n. das Schlagwort Demokratie nicht überstrapazieren, wo es nicht hingehört.
Zitat:
Zitat von Antracis
Das jemand Vize-Präsident werden kann, wenn er prinzipiell erklärt, dass Lügen legitim ist, wenn es hilft, bestimmte Dinge zu verdeutlichen und zu vereinfachen, sagt halt auch schon viel aus.
Das ist doch bei Politikern nicht ungewöhnlich, höchsten die Ehrlichkeit, dies offen auszusprechen. Ist für mich im Prinzip nichts anderes, als Müntefering, der meinte, es sei unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Das ist doch bei Politikern nicht ungewöhnlich, höchsten die Ehrlichkeit, dies offen auszusprechen. Ist für mich im Prinzip nichts anderes, als Müntefering, der meinte, es sei unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen.
Der Grad der Offenheit ist extrem ungewöhnlich. Für mich das schon etwas anderes und bedeutsam und in der Politikwissenschaft wird das auch oft so beurteilt.
Sowohl innen- als auch außenpolitisch sind Macht und Normen nie deckungsgleich. Es gibt immer Spannungen, die vermittelt werden müssen, damit Systeme stabil bleiben können. Ich betrachte das jetzt rein systemisch, nicht moralisch.
Wenn Trump weiterhin offen ausspricht, dass enorm nicht interessieren und dass er da -auf alles scheißt, kann es langfristig nicht in einem stabilen System funktionieren.
Wenn Putin öffentlich erklärt hätte, er greift die Ukraine an, um Russland endlich zu dem Ruhm und den Rohstoffen zu verhelfen, die ihm zu stehen, wäre die politische Lage auch eine andere gewesen, weil es keine Verhandlung/Gesichtsmehrung/Interpretation Basis gegeben hätte.
Das sowohl Diktaturen als auch Demokratien und diplomatischen Ordnung, eine gewisse verhandlungsbereitschaft.
Trump baut das sowohl außen- als auch innenpolitisch immer mehr ab und unterschätzt aus meiner Sicht massiv die destabilisierende Wirkung. Er ist halt Geschäftsmann und Politik zwar auch ein Business, aber ein sehr spezielles.
Wir sollten m.M.n. das Schlagwort Demokratie nicht überstrapazieren, wo es nicht hingehört.
Für mich hat das schon miteinander viel zu tun. Demokratien sterben in der Regel selten mit einem großen Knall und einer Verfassungsänderung. Viel bedeutsamer ist die faktische schleichende Aushöhlung.
Dazu gehören Behinderung der Pressefreiheit,Einschüchterung und systemische Delegitemierung von unteren und mittleren Gerichten, Misstrauen gegenüber Wahlen, Loyalität zur Person statt zu Regeln und Normalität politischer Gewalt. Entmachtungen der Verwaltungen und entmachtung des Förderalismus.
All das erleben wir gerade und exemplarisch auch an diesem Vorfall.
Daran hängt die Stabilität einer Demokratie viel unmittelbarer und zentraler, als an ein paar Verfassungsartikeln. Wenn man versucht, diese zu ändern, ist der wesentliche Prozess des Umbaus eigentlich schon durch.
Insofern hat der Genussläufer schon recht. Was da von den Plänen von Ullrich Siegmund durchgesickert ist, das geht in die gleiche Richtung. Das ist ein (nicht mal groß getarnter) Frontalangriff auf die staatliche Ordnung.