Die Migranten, die mitgenommen und abgeschoben werden, sind illegal eingereist. Das heißt, sie haben gegen das Gesetz verstoßen und eine Straftat begangen.
Wenn jetzt Polizisten kommen, um deine Freund*innen mitzunehmen, würdest du wirklich das - gewaltfrei (wie?) - verhindern wollen?
Ich habe mir konkret keine Gedanken gemacht, wie ich sowas verhindern würde. Zum Glück bin ich nicht in der Situation.
Die Straftat ist das eine, aber die Umsetzung mit der ICE das andere. Ich befürworte so eine Vorgehensweise nicht.
Meine Jugendfreundin war mit ihrer Familie aus Rumänien nach Deutschland geflüchtet. Sie waren 10 Jahre illegal in Deutschland - also soweit ich weiss, auch nicht geduldet. Wir haben als Kinder die Angst gehabt, darüber haben wir auch gesprochen, dass der Tag kommen kann, wo sie gehen müssen. Die Vorstellung, dass da vermummte Polizisten gekommen wären um sie abzuführen, tut mir mehr als in der Seele weh.
Ich habe mir konkret keine Gedanken gemacht, wie ich sowas verhindern würde. Zum Glück bin ich nicht in der Situation.
Die Straftat ist das eine, aber die Umsetzung mit der ICE das andere. Ich befürworte so eine Vorgehensweise nicht.
Meine Jugendfreundin war mit ihrer Familie aus Rumänien nach Deutschland geflüchtet. Sie waren 10 Jahre illegal in Deutschland - also soweit ich weiss, auch nicht geduldet. Wir haben als Kinder die Angst gehabt, darüber haben wir auch gesprochen, dass der Tag kommen kann, wo sie gehen müssen. Die Vorstellung, dass da vermummte Polizisten gekommen wären um sie abzuführen, tut mir mehr als in der Seele weh.
Das ist aber was Emotionales, das in der Rechtssprechung und -durchsetzung keine Rolle spielt.
Beispiel: Dass eine Mutter ihnen Sohn, der einen Mord begangen hat, ggf. versteht und schützt, ist emotional nachvollziehbar, vor dem Gesetz muss er sich trotzdem wie jeder andere verantworten.
Die Migranten, die mitgenommen und abgeschoben werden, sind illegal eingereist. Das heißt, sie haben gegen das Gesetz verstoßen und eine Straftat begangen.
Wenn jetzt Polizisten kommen, um deine Freund*innen mitzunehmen, würdest du wirklich das - gewaltfrei (wie?) - verhindern wollen?
In den sozialen Medien gibt es viele Videos von ICE, wo man sich fragt, ist das echt oder KI. Meine liebe Trauzeugin aus den USA meint, sie seien echt.
Angesprochen auf Grönland, ist sie sehr verblüfft über die Reaktion aus Europa. Sie meinte, wir Europäer sollten uns hinstellen und sagen, wir würden gern Puerto Rico haben. Es gäbe dort viel Sonne und Tourismus. Das sei die Sprache, die Trump verstehen würde.
Ich ebenfalls: Bei Kenntnis der "Nervosität" von amerikanischen Polizisten im Umgang mit ihren Waffen war das Losfahren in der Situation milde gesagt hochriskant bis dumm. Eine Gefährdung des ICE -Mannes sehe ich nicht, und es gab keinen erkennbaren objektiven Grund zu schießen. Die Regierungshaltung finde ich allerdings unsäglich. Zwar sollte sich ein "Arbeitgeber" immer zuerst hinter seine Mitarbeiter stellen, bis alles geklärt ist, aber so völlig jegliche Schuld abzustreiten halte ich für inakzeptabel.
Zitat:
Zitat von Dragonfly
ich...würde mir wünschen, dass der Vorfall seriös und unabhängig untersucht wird.
Ja, das wäre der Idealfall, statt je nach Position die eine Seite zu heroisieren und die andere zu kriminalisieren ohne Detailkenntnis. Sowas war aber leider auch bei den Übergriffen während der Corona-Demos in Deutschland nicht immer der Fall.
Zitat:
Zitat von Dragonfly
Ich glaube behaupten zu können, würden Polizisten in unser Viertel kommen und angenommen mich oder meine Freund*innen mitnehmen wollen, würden wir auch versuchen - gewaltfrei - dies verhindern zu wollen.
Hierzulande würde ich das vielleicht auch, in den USA wäre es mir zu riskant.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Das ist aber was Emotionales, das in der Rechtssprechung und -durchsetzung keine Rolle spielt.
Beispiel: Dass eine Mutter ihnen Sohn, der einen Mord begangen hat, ggf. versteht und schützt, ist emotional nachvollziehbar, vor dem Gesetz muss er sich trotzdem wie jeder andere verantworten.
Das mag sein und trotzdem finde ich die Umsetzung mit der ICE kritikwürdig.
Von der Regierungsseite gibt es bezüglich dem Hinweis auf Ermittlungen keine klare Haltung, stattdessen wird schon geurteilt und die Frau nach ihrem Tod noch politisch etikettiert und abgewertet.
Das ist für mich der springende Punkt. Auch wenn vom Video her vieles klar zu sein scheint, hat keiner von uns hier alle Infos, was davor, dabei und danach alles passiert ist, um das abschließend beurteilen zu können, (Wir sind aber auch weder Staatschef noch Richter).
Als gewichtiger Vertreter des Staates muss ich bei sowas erstmal den Vorfall öffentlich bedauern ( Hat Vance getan und dann gleich autokratisch relativiert und damit schon eine klare Schuldzuweisung gemacht und gleichzeitig klar gemacht, wie ernst das Bedauern gemeint ist). Dann muss ich bei so offensichtlichen, medial breit sichtbaren, Unstimmigkeiten eine unabhängige Untersuchung des Vorgangs versichern. Das hat Vance gar nicht erwähnt ( also nicht für nötig befunden) und er hat den ICE-Männern absolute Immunität attestiert. Das ist rechtlich falsch und somit ( da ich davon ausgehe, dass er das weiß) eine öffentliche Lüge ( ist ja bekanntlich eines seiner politisch legitimen Stilmittel) . Es ist aber auch eine Drohung an alle Nachahmer, dass das Ihnen auch passieren kann und wird. Und auch eine klare Botschaft an die ICE-Beamten.
Man darf da als Staatsvertreterin gerne auch öffentlich seinen Einsatzkräften prinzipiell sein Vertrauen und seine Rückendeckung versichern, weil sie ein wichtiges Organ der Exekutive sind. Aber es muss klar sein, dass der Vorfall unabhängig untersucht wird.
Mit Demokratie hat das aus meiner Sicht wenig zu tun. Die amerikanischen Proteste angesichts dieses Vorfalls finde ich aktuell im Vergleich zur Bedeutung des Vorfalls bisher ziemlich unauffällig, Mal abwarten, wie sich das weiter entwickelt.
Letztlich zielt Vance ja darauf ab, dass ein Teil seiner WählerInnen jubelt, dass endlich mal so eine woke Lesbe hingerichtet wurde und hoffentlich noch mehr folgen, damit die Welt wieder eine bessere wird.
Die USA hatten ja schon mal einen Bürgerkrieg, wo Migranten eine nicht kleine Rolle spielten, Nur war deren Migration damals nicht freiwillig und eigentlich wollte man sie auch nicht loswerden, weil man sie ja so gut ausbeuten und auspeitschen konnte. Schon strange.
Das jemand Vize-Präsident werden kann, wenn er prinzipiell erklärt, dass Lügen legitim ist, wenn es hilft, bestimmte Dinge zu verdeutlichen und zu vereinfachen, sagt halt auch schon viel aus.
Mit Demokratie hat das aus meiner Sicht wenig zu tun. Die amerikanischen Proteste angesichts dieses Vorfalls finde ich aktuell im Vergleich zur Bedeutung des Vorfalls ziemlich unauffällig, Mal abwarten, wie sich das weiter entwickelt. ....
Es gibt in den USA sehr viele Proteste. Die Berichterstattung in DE bzgl. Trump hat sich mittlerweile geändert.