Da ich gerade in der Taperphase stecke, hab ich Zeit zum Nachdenken.
Was meint ihr wieviel Prozent der WK-Vorbereitung Kopfsache ist?
Ich selbst versuche in den letzten 4-5 Wochen noch an verschiedenen Schrauben zu drehen.
Ernährung: Mehr Proteine weniger KH, weniger Süsses (ich esse momentan nur 2-4 Stückchen Schoki am Tag)
Training:2 Wochen Tapering mit Trainingsreduzierung um 50% (Intensität bleibt)
Vor dem WK immer das gleiche Frühstück (ich mache mir schon Gedaken wie das in Dänemark, Challenge Kopenhagen, klappen soll)
WK-Gewicht muss erreicht werden, sonst bin ich nicht glücklich
Nun frage ich mich wie es wäre, wenn ich das komplett anders machen würde. Schei.. auf Diät. Zwei Tage Pause vor dem WK reichen. 4-5 Kilo mehr, egal.
Aber wenn ich alles dies nicht beachten würde, wäre ich von der Birne her sehr unsicher. Wie seht ihr das.:Rituale sind wichtig oder: Aberglaube ist was für Katholiken?
Ich selber gebe dem Kopf einen sehr sehr hohen Stellenwert.
Klar müssen die Körpelichen eigenschaften da sein. Doch bin ich der Meinung das selbst das Traing zu 80% mehr etwas für den Kopf ist.
Am Wettkampf selber bin ich der Meineung das 90% der Kopf macht.
Schon allein ein neues Rad bringt mehr an Zeit raus wie es rein Technisch bringen dürfte...
Alles Kopf sache
__________________ Mehr als ein Hesse kann ein Mensch nicht werden! Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten, ich bekenne mich zu meiner Legasthenie.
Du wärst halt langsamer.
Ich denke aber du verwechselst Rituale mit Disziplin.
-Die Ernährung kann auch über das Training und erst recht in der Off-Season KH reduziert sein, nur für WKs halte ich für Unsinnig.
4-5Kg Differenz zwischen WK Gewicht und Weihnachten wären mir zuviel, ich pendle um die 2,5-3Kg wobei das nie ereichte WK Gewicht bei 69,5 und das realistische eher bei 70,5Kg liegt (1801mm hoch).
Edith sagt noch: Ja klar ist der Kopf wichtig, erst recht davor, wenn man die eigenen Ziele definiert.
Geändert von Skunkworks (05.08.2010 um 12:41 Uhr).
Ich denke, das die Hälfte der Vorbereitung und des Wettkampfergebnisses Kopfsache ist. Es ist für mich genauso wichtig, den Glauben an meine Leistungsfähigkeit zu entwickeln, wie die körperlichen Grundlagen derselben. Bei einem optimalen Trainingsaufbau geht beides Hand in Hand.
Jeder braucht andere Dinge, die ihm helfen da hin zu kommen. Für den einen ist es ein ausgefeilter Trainingsplan von einem anerkannten Guru erstellt. Der andere hat selbst alle Bücher zur Trainingswissenschaft gelesen. Der dritte ist Datenfreak, rechnet allerlei Kennzahlen aus. Andere wiederum fahren auf exklusives Material ab... Für mich sind das alles Dinge, deren objektive Wirkung auf die Fitness hinter der mentalen zurücksteht. Was sie aber nicht weniger wichtig macht.
(ich esse momentan nur 2-4 Stückchen Schoki am Tag)
Die Stückchen kenn ich auch. Wiegen bei mir normalerweise 100g...
Wie gesagt, Glaube ist was für Katholiken. Und da sitzt du ja ganz dicht an der Quelle.
Imho ist der positive, feste Glaube daran, dass man es schafft, ausschlaggebend. Der Glaube daran, das man im Rahmen seiner Möglichkeiten alles getan hat, was machbar war.
Klar, weniger essen oder mehr trainieren geht immer, aber es dreht sich imho darum, morgens am Start zu stehen und zu wissen: Es ist gut. Ich bin ordentlich vorbereitet. Der Tag kann kommen.
Der Rest ist dann tatsächlich Gottvertrauen. Vertrauen darauf, dass die Umstände zu deiner Vorbereitung passen.
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One week without training makes one weak.
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Am Wettkampftag ist das physische Training nicht mehr wirklich zu beeinflussen, höchstens noch über eine sinnvolle Renneinteilung. Den Kopf kann man zumindest teilweise noch in Echtzeit überlisten.
Vor dem Wettkampftag ist das physische Training wichtiger, wobei der Kopf eine Menge ausmacht, um das Training auch durchzuziehen.
Von daher finde ich das "90% passieren im Kopf, die andere Hälfte ist Training" etwas zu einfach .
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Die meisten Radwegbeschilderungen wurden von Aliens erschaffen.
Sie wollen erforschen, wie Menschen in absurden Situationen reagieren.
Du hast viel trainiert um ein gutes Ergebnis zu erzielen und solltest es nicht an fehlender Disziplin im Ernährungs,- und Taperbereich schleifen lassen.
Deine Gedanken um die CK sind mE wichtig für die Renneinteilung und ein gutes Gelingen.
Kopfsache ist im Wettkampf noch früh genug gefragt
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