Kann, soll oder darf die künstliche Intelligenz das menschliche Denken substituieren? - Seite 83 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Sprich, ich gehe persönlich nicht davon aus, dass KI meine Arbeit wirklich besser macht, zumindest für mich und die Patientinnen. Sinnvolle Implementierungen werden nur sehr verzögert und weit hinter dem technisch möglichen kommen und ich werde vermutlich noch mehr Zeit investieren müssen, weil die Krankenkassen in der Abrechnungsschlacht mehr KI-Support bekommen werden, als ich.
...
Es "menschelt" halt, das ist in anderen Bereichen auch so. Ich habe selbst auch schon erlebt, dass bei Digitalisierungsprojekten der Mensch das größte Problem darstellt. Das Technische bekommt man früher oder später schon hin, irgendwie gibt es immer irgendeine Lösung bei Problemen. Beim Mensch ist das leider nicht immer der Fall.
Doch langsam zeigt sich: In Moltbook wurde offenbar mehr hineininterpretiert als an Substanz vorhanden war.
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Trotz gegenteiligem Anschein sind die meisten Moltbook-Aktivitäten menschlich gesteuert, heißt es bei MIT Technology Review. Nutzer müssen Accounts erstellen, Bots verifizieren und Anweisungen geben, wie sich Agenten verhalten sollen. Die Bots folgen diesen Instruktionen, statt eigene Ziele zu entwickeln.
"Menschen sind in jedem einzelnen Schritt involviert", sagt Cobus Greyling von Kore.ai, einem Unternehmen für agentenbasierte Systeme, dem MIT Technology Review. "Von Set-up über Prompting bis zur Veröffentlichung – nichts passiert ohne explizite menschliche Anweisung."
Die Debatte um den Willen künstlicher Intelligenz führen wir deshalb, weil wir abschätzen wollen, ob künstlich intelligente Systeme sich verselbständigen und wir die Kontrolle über sie verlieren können.
Die Antwort auf diese Frage ist: Ja, wir können die Kontrolle verlieren.
Wenn wir uns die Welt anschauen, sehen wir an vielen Stellen, wo wir die Kontrolle verloren haben. Ich meine, dass wir als Menschen ziemlich schlecht in dem sind, was man Technologiefolgenabschätzung (TFA) nennt. Noch schlechter sind wir m.E. darin, auf politischer Ebene Maßnahmen gegen das umzusetzen, was wir aus der TFA lernen/befürchten - wenn überhaupt.
Es ist aber auch ein Dilemma: Anfangs, wenn eine neue Technologie auftaucht, weiß man nicht genau was die negativen Folgen sein werden. Zeigen sich dann diese Folgen, ist die Technologie oft schon in breiter Nutzung und Regulierung/Steuerung ist schwer bis unmöglich.
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Viel realer, als die Gefahr, dass wir die Kontrolle über KI Agenten verlieren könnten, schätze ich die missbräuchliche Verwendung von KI ein. Hier sind wir viel "näher" dran (bzw. in Anfängen sogar mitten drin). Putin, Trump, Kim Jong-Un, Xi Jinping, ... you name it ... das sind so Kandidaten aus meiner Sicht, wo ich es nicht so prickelnd finden würde, wenn die so ne ganz tolle "Tomorrow-AGI" unter ihrer Kontrolle hätten. Dabei muss die sich noch gar nicht verselbstständigen, einen eigenen Willen haben oder sonst was. Ich muss in diesem Thread nicht aufzählen, was wir heute schon im Cyberspace sehen. KI Influenzer, Bots, Hacks, ... hier udn da agentengetrieben ... wir wissen es nicht genau. Man kann gut "spinnen", was alles so möglich sein könnte, ohne das wir über Willen, über Verselbstständigung, AI Embodiment, Weltmodelle etc. sprechen.
....Putin, Trump, Kim Jong-Un, Xi Jinping, ... you name it ... das sind so Kandidaten aus meiner Sicht, wo ich es nicht so prickelnd finden würde, wenn die so ne ganz tolle "Tomorrow-AGI" unter ihrer Kontrolle hätten. Dabei muss die sich noch gar nicht verselbstständigen, einen eigenen Willen haben oder sonst was. Ich muss in diesem Thread nicht aufzählen, was wir heute schon im Cyberspace sehen. KI Influenzer, Bots, Hacks, ... hier udn da agentengetrieben ... wir wissen es nicht genau. Man kann gut "spinnen", was alles so möglich sein könnte, ohne das wir über Willen, über Verselbstständigung, AI Embodiment, Weltmodelle etc. sprechen.
Warum in die Ferne schweifen? Immer sind die anderen die schlimmen Finger.
Renault steigt, so konnte ich am Wochenende lesen, im großen Stil in die Produktion von Militärdrohnen ein. Selbstredend auch KI-getrieben. Da braut sich ein wörtlich zu nehmendes höllisches Gemisch zusammen. Aber wir beschäftigen uns ausgiebig mit irgendwelchen messerstechenden Migranten und ach-so-faulen Bürgergeldempfängern.
Man weiß aber eigentlich alles. Warnende Stimmen kommen schon lange sogar von denen, die KI vorantreiben.
Renault steigt, so konnte ich am Wochenende lesen, im großen Stil in die Produktion von Militärdrohnen ein. Selbstredend auch KI-getrieben. Da braut sich ein wörtlich zu nehmendes höllisches Gemisch zusammen.
Warum in die Ferne schweifen? Immer sind die anderen die schlimmen Finger.
Renault steigt, so konnte ich am Wochenende lesen, im großen Stil in die Produktion von Militärdrohnen ein. Selbstredend auch KI-getrieben. Da braut sich ein wörtlich zu nehmendes höllisches Gemisch zusammen. Aber wir beschäftigen uns ausgiebig mit irgendwelchen messerstechenden Migranten und ach-so-faulen Bürgergeldempfängern.
Man weiß aber eigentlich alles. Warnende Stimmen kommen schon lange sogar von denen, die KI vorantreiben.
Der Vergleich hinkt m.E. stark.
Renault macht das, weil es einen Auftrag von Frankreich bekommen hat. Frankreich wiederum, weil politisch die Meinung herrscht, man müsse aufrüsten.
Frankreich oder Renault machen das ja nicht, weil sie Wahlen manipulieren, Gesellschaften destabilisieren oder Nachbarn annektieren wollen.
Worauf wir uns als Europa m.E. in dem KI Game konzentrieren sollten ist Sicherheit in allen Aspekten.