Mir scheint das Beispiel etwas unpassend. Der Irakkrieg oder auch der Ukrainekrieg würde ich, wenn schon, eher mit vorsätzlichem Mord im STGB vergleichen als mit dem Überqueren einer roten Ampel durch Füssgänger (und einem Verwarnungsgeld). Ich frage mich, ob ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll? Ohne sie jetzt zu kennen, belasse ich es lieber bei der Frage?
Das war doch keine politikwissenschaftliche Theorie. Es war der Versuch, an Hand eines Alltagsbeispiels einen Mechanismus zu verdeutlichen. Und wenn Du jetzt gleich die Suggestivfrage stellst, ob "ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll?", dann frage ich (ebenfalls suggestiv ) zurück, ob dieser Diskussionsbeitrag nicht ein kleines bisschen zu hoch gehängt und überinterpretiert wird?
Mir scheint das Beispiel etwas unpassend. Der Irakkrieg oder auch der Ukrainekrieg würde ich, wenn schon, eher mit vorsätzlichem Mord im STGB vergleichen als mit dem Überqueren einer roten Ampel durch Füssgänger (und einem Verwarnungsgeld). Ich frage mich, ob ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll? Ohne sie jetzt zu kennen, belasse ich es lieber bei der Frage?
Die Antwort ist: Nein, eine „solche“ politikwissenschaftliche Theorie soll nicht rechtfertigen, dass man so herrschen darf, sondern sie versucht ein Puzzleteil zu erklären, warum man so herrschen kann oder, noch präzisier, so herrschen gelassen wird.
Ich vermute, Du missverstehst das in dem Sinne von: Heuchelei ist gut für die Stabilität des Systems und somit profitieren am Ende alle. So wertend und auch positiv habe ich das überhaupt nicht verstanden.
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit!
Die 15 Soldaten sind jeden Euro wert.
Soll man Trump jeden Wunsch erfüllen, damit er dann eine Woche später mit der nächsten Forderung/Zolldrohung kommt?
Die 15 Soldaten sind jeden Euro wert.
Soll man Trump jeden Wunsch erfüllen, damit er dann eine Woche später mit der nächsten Forderung/Zolldrohung kommt?
Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dass Europa sich dem geschlossen widersetzt und Trump die Stirn bietet. Von mir aus Boykott der WM oder Gegenzölle. Wenn man jetzt einknickt, wird man völlig unglaubwürdig.
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit!
Bis denne, Michael
das wird auf der linken Gesäßbacke ausgehalten, bis er ins Gras beisst
P.S. die Zölle zahlt der amerikanische Importeur, vermutlich wird er die Ware nicht weiter veräußern können und er geht in Insolvenz - die Lieferkette reisst, der Absatzmarkt geht verloren.
P.P.S. der Munitionsnachschub für die Ukraine könnte unter die Räder kommen, die werden, vermutlich wenn es äußerst blöd läuft die Zeche zahlen müssen, wir hocken voll gefressen in der warmen Stube
Grönland ist ein eigener Staat mit eigener Regierung, Flagge etc.. dass außenpolitisch in einer sog. Reichsgemeinschaft mit Dänemark und Färöer auftritt. Also per se nicht so viel anders wie beispielsweise NRW. Eigenes Land, eigene Verfassung, eigene Regierung, nach außen vertreten durch den Bund als Reichsgemeinschaft die sich Bundesrepublik nennt.
Juristisch korrekt, allerdings ist Grönland seit 1985 bereits kein Mitglied der EU im Gegensatz zu NRW.
Zitat:
Zitat von Meik
Genauso könnte man diskutieren ob Sachsen ein eigenes Land wäre, ob man die Menschen die da wohnen jetzt als Eingeborene, Ureinwohner oder ähnlich bezeichnen würde ...
Der entscheidende Unterschied liegt darin, daß die Grönländer ein eigenes Volk mit einer ganz anderen Sprache und Kultur als Dänemark sind. Der Status "Kolonie" wurde erst 1953 in "Provinz" umgewandelt. Das Koloniale Erbe ist aber noch in vielen Punkten präsent (Spiralen-Skandal- ging bis in die 1990-er Jahre, "Kleine Dänen"-Experiment (50-er Jahre) - und bis vor Kurzem noch Zwangsinobhutnahmen von Inuit-Kindern...das kann schon das Zugehörigkeitsgefühl eines Volkes zum "Mutterstaat" beeinträchtigen, finde ich.
Zitat:
Zitat von Meik
... und ob der Frage ob die überhaupt ein Land sind und ob man die so nicht auch einfach an Russland abtreten könne. Sind ja nicht wirklich relevant und interessieren uns ja auch nicht.
Angesichts der m.M.n. wesentlichen Eigenständigkeit der Grönländischen Menschen bzgl. Kultur und Sprache ist jede "auswärtige" Entscheidung, sie an jemanden abzutreten, in meinen Augen falsch. Es sollte allein die Entscheidung der Grönländer sein, ob sie unabhängig sein wollen, oder sich einem anderen Staat anschließen wollen. Weder in Kopenhagen noch in Washington hat jemand darüber zu befinden.
Leider sind sie nicht das einzige Volk auf dieser Erde, dem dieses Recht nicht zugestanden wird.
__________________
“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)