Man muss sich klar sein, wo man in den USA mittlerweile angekommen ist. Man stelle sich hier vor, der Bundesgrenzschutz erschießt jemanden in Hamburg und während Bundeskanzler Friedrich Merz die Einsatzkräfte lobt und das bösartige Opfer online verhöhnt, widerspricht der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher der Version des Kanzlers öffentlich und schimpft, der Bundesgrenzschutz solle endlich abziehen und die Bevölkerung Ruhe bewahren.
Ersetze Peter Tschentscher durch Ulrich Siegmund und Hamburg durch Magdeburg. Ein nicht völlig unrealistisches Szenario. Dann könnten die Gräben ähnlich tief sein. Das würde dann nicht für das von Dir skizzierte Beispiel zutreffen. Das Prinzip würde sich aber in eine ähnlich Richtung verschieben.
Ersetze Peter Tschentscher durch Ulrich Siegmund und Hamburg durch Magdeburg. Ein nicht völlig unrealistisches Szenario. Dann könnten die Gräben ähnlich tief sein. Das würde dann nicht für das von Dir skizzierte Beispiel zutreffen. Das Prinzip würde sich aber in eine ähnlich Richtung verschieben.
Nur das die Rollenverteilung glücklicherweise invers ist und Ullrich Siegmund, auch wenn vermutlich bald der erste rechtsextreme Ministerpräsident Deutschlands, schon ein Extrembeispiel innerhalb Deutschlands. (Und Teil des vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD-Landesvertbandes). Also jemand, der die aktuelle staatliche Ordnung nicht anerkennt und abschaffen will. Das hat er ja schon mit seinen möglichen Veränderungen im Falle eines Wahlsieges angekündigt mit gezielten Angriffen u.a. auf die Pressefreiheit.
Aber das Deutschland auf dem besten Weg ist, eine ähnlich problematische Entwicklung hinzulegen, wie die USA, ist sicher richtig. Ich sehe uns da aber glücklicherweise noch etwas hinterherhängen. Ich hoffe nur, dass sich beide Demokratien als stark genug erweisen, das auszuhalten.
Nachdem ich mir jetzt JD Vance öffentliche Pressekonferenz angeschaut habe, geht der Umbau des Systems in den USA wohl doch schneller als ich gedacht hätte. Aber mal abwarten.
Demokratien sterben ja eher schleichend, als durch einen heftigen offenen Verfassungsbruch. Es sieht ja so aus, als wenn zunächst die eigentliche verfassungsgemäße Lage unangetastet bleibt, aber die praktische Wirksamkeit erodiert wird.
Ausweitung von Überwachung und Verlagerung der politischen Entscheidungen in Verordnungen und Verwaltungspraxis haben wir schon. Kritik wird von Regierungsseite als Illoyal, naiv oder verantwortungslos stigmatisiert.
Oder wie von Steve Bannon kriminalisiert, der den Regierenden von Minneapolis ins Gefängnis werfen lassen will.
Ich hab mal ChatGPT gefragt, was Frühindikatoren für das Sterben einer Demokratie sind:
Grundrechte gelten "grundsätzlich", aber mit immer mehr Ausnahmen
Gerichte bestätigen Eingriffe, weil sie verhältnismäßig erscheinen.
Kritik wird nicht verboten, aber delegitimiert
Der Rechtsstaat wird als Hindernis, nicht als Schutzrahmen dargestellt
Dann hoffen wir mal, dass der Patient trotzdem überlebt.
Aber das Deutschland auf dem besten Weg ist, eine ähnlich problematische Entwicklung hinzulegen, wie die USA, ist sicher richtig. Ich sehe uns da aber glücklicherweise noch etwas hinterherhängen. Ich hoffe nur, dass sich beide Demokratien als stark genug erweisen, das auszuhalten.
Ich hab mal ChatGPT gefragt, was Frühindikatoren für das Sterben einer Demokratie sind:
Grundrechte gelten "grundsätzlich", aber mit immer mehr Ausnahmen
Gerichte bestätigen Eingriffe, weil sie verhältnismäßig erscheinen.
Kritik wird nicht verboten, aber delegitimiert
Der Rechtsstaat wird als Hindernis, nicht als Schutzrahmen dargestellt
Dann hoffen wir mal, dass der Patient trotzdem überlebt.
Das liest sich aber stark nach den Coronamaßnahmen
Der Unterschied ist sehr sicher, dass wir bei den Amerikanern eine langfristige Veränderung sehen.
Übrigens haben sie jetzt eine Liste der 66 internationalen Organisationen, Kommissionen, Komitees und Verträgen veröffentlicht, die sie verlassen werden. Darunter: IPCC, Pariser Klimaabkommen, UN Population Fund, etc. Das ist eine krasse uns schnelle Entwicklung.
Geändert von Genussläufer (09.01.2026 um 17:41 Uhr).
Vorgestern waren noch alle Experten für Hochspannung, heute ist in sozialen Netzwerken jeder Forensiker und Anwalt. Ich fände es besser, wenn der Fokus darauf läge, dass Ermittlungsbehörden und Gerichte sich damit beschäftigen. Aber die führenden Politiker gehen da ja mit schlechtem Beispiel voran.
:-/
über die Individual Interpretierung bewegter Bilder bin ich erstaunt, vermutlich liegt es daran, dass unterschiedliche Gehirne eine unterschiedliche Verarbeitungsgeschwindigkeit der Bilder haben, sodass jeder seinen individuellen Film sieht.
Ein cop hält dir eine Waffe vor die Nase - mehrere Cops kommen auf dich zu - Du fährst auf den Cop mit der Waffe zu - und du wunderst dich, dass er dich erschiesst???
das ist sein job.
Er ist der Boss.
wer es anders sieht ist voll deppert, da lebensmüde.
Wenn Du in den Lauf eines Panzers schaust, dann zielt er auf dich.
So so, so schlichtgeistig ist es. Wenn auf mich jemand zufährt würde ich zur Seite springen. So einfach.
Das Fahrzeug hat den mutmaßlichen Mörder überhaupt nicht berührt. Und das obwohl er eben nicht zur Seite gesprungen ist.
ich würde auch erst mal die Option (bitte ankreuzen)
a) Tod stellen
b) FLUCHT (<= wählen)
c) Kämpfen ,
da ich kein Cop bin und keine Waffe mit mir herumschleppe und es nicht mein Job ist, dort ist es aber anders und die handelnden Personen sind Andere.
Ich geh sogar davon aus, dass genau diese Situationen am Simulator trainiert werden und er als Vertreter des Rechtsstaates sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen DARF - er also so handeln muss (das ist Spekulation).
P.S. Dirty Harry, der Polizist von Magdeburg, der den Weihnachtsmarktattentäter aus dem Wagen gezogen hat, von dem hätte ich auch erwartet, dass er den Attentäter mit Waffengewalt gestoppt hätte, wenn er nicht Folge geleiste hätte.