Das stimmt doch einfach hinten und vorne nicht.
Der Netzaus-/Umbau wird doch mindestens zur Hälfte für die Verbraucher (waermepumpen, e-Autos, tbc) erforderlich und nicht für die StromProduktion.
Beispiel nicht von mir, aber imho höchst anschaulich:
Mehr Atomstrom ohne Netzumbau ist wie
eine größere Wasserpumpe einzubauen, obwohl die Hausleitungen zu dünn sind.
Die Pumpe ist nicht das Problem – die Rohre sind es.
Nicht nur das, sondern auch durch die sogenannten eisenlosen Verbraucher, also Schaltnetzteile, entsteht die Notwendigkeit des Netz Aus- und Umbaus.
Vermutlich hängen die ganzen AtomstromNostalgiker noch den GrundlastZeiten nach.
Aber die sind vorbei.
Der Umbau der Verteilnetze ist unvermeidlich.
unabhängig davon, ob Atom, Erneuerbare oder Mix.
Man muss die Energie verteilen, steuern und ausgleichen.
Diese Aufgaben sind halt neu.
Nächstes Beispiel aus gleicher quelle:
Grundlast im flexiblen Energiesystem ist wie ein Metronom in einer Jazz-Band:
gut gemeint, aber es verhindert, dass sich das System dynamisch anpasst.
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.
Lustigerweise habe ich aus diesem Grund die Diskussion mit chatGPT aufgegeben.
Meiner Ansicht nach haben sowohl KKW wie auch EE das gleiche Problem: sie sind mehr oder minder nicht regelbar.
- EE liefert die bekannten Höhen und Tiefen zu unbekannten Zeiten -> irgendwas, wie zB ein Gaskraftwerk oder ein Akku muss dynamisch zu- und abgeschaltet werden (außer wir haben genug EE, um alle schlechten Zeiten abzudecken und regeln im Sommer halt 95% ab oder verschenken den Strom)
- KKW liefern genau das Gegenteil, nämlich konstant eine Menge Strom -> auch hier muss ein anderes Element die Feinregelung übernehmen (bspw Gas oder Akku).
Mir erschließt sich nicht, wieso die Addition einer fixen Menge Strom (aka KKW) unseren fluktuierenden Bedarf stützen soll
- KKW liefern genau das Gegenteil, nämlich konstant eine Menge Strom -> auch hier muss ein anderes Element die Feinregelung übernehmen (bspw Gas oder Akku).
Nicht ganz, KKW sind im Bereich von 50 - 100 % ihrer Nennlast sehr schnell und fein dosiert regelbar (ca. 5 %/Minute), nur Gaskraftwerke können es schneller. Im unteren Lastbereich ist es zwar technisch auch möglich, wird aber möglichst vermieden, da eine Lastvariation dort zu starker Komponentenbeanspruchung und Alterung führt. Konstante Dauerlast wird natürlich aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt (gilt natürlich für alle Energieerzeuger).
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Wenn man die Ewigkeitskosten einrechnet, dann liegen die geschätzten Gestehungskosten bei 40ct/kWh. Die Kosten auf zukünftige Generationen zu schieben heisst, sich selbst in die Tasche zu lügen.
Die Endlagerkosten werden bereits heute bilanziert, fondsfinanziert und eingepreist.
In Ländern wie Finnland und Schweden ist das transparent geregelt und liegt pro kWh im Zehntel-Cent-Bereich. Diese Kosten sind in den von mir genannten Kosten je kWh bereits enthalten.
Falls Du mehr lesen willst:
In Schweden und Finnland sind Endlagerkosten gesetzlich geregelt, staatlich beaufsichtigt und über Fonds finanziert. Das ist öffentlich dokumentiert und Bestandteil der heutigen Stromkosten und damit keine auf zukünftige Generationen verschobene Rechnung. Findest Du alles auf öffentlichen Seiten dokumentiert.
Vermutlich hängen die ganzen AtomstromNostalgiker noch den GrundlastZeiten nach.
Aber die sind vorbei.
Der Umbau der Verteilnetze ist unvermeidlich.
unabhängig davon, ob Atom, Erneuerbare oder Mix.
Man muss die Energie verteilen, steuern und ausgleichen.
Diese Aufgaben sind halt neu.
Nächstes Beispiel aus gleicher quelle:
Grundlast im flexiblen Energiesystem ist wie ein Metronom in einer Jazz-Band:
gut gemeint, aber es verhindert, dass sich das System dynamisch anpasst.
Der Begriff „Grundlast“ ist tatsächlich veraltet. Da stimme ich Dir zu. Der Bedarf an gesicherter Leistung ist es aber nicht. Auch ein flexibles Energiesystem braucht stabile Erzeugung, um Volatilität auszugleichen und Systemkosten zu begrenzen.
Und natürlich hast du recht, dass der Netzausbau unvermeidlich ist. Der Umfang und die Kosten sind aber stark technologieabhängig. Gesicherte Leistung ist eben kein Systemhemmer, sondern ein Stabilisator. Damit erhöhst Du die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit. Letztendlich hast Du damit die Basis für echte Flexibilität.
Meiner Ansicht nach haben sowohl KKW wie auch EE das gleiche Problem: sie sind mehr oder minder nicht regelbar.
- EE liefert die bekannten Höhen und Tiefen zu unbekannten Zeiten -> irgendwas, wie zB ein Gaskraftwerk oder ein Akku muss dynamisch zu- und abgeschaltet werden (außer wir haben genug EE, um alle schlechten Zeiten abzudecken und regeln im Sommer halt 95% ab oder verschenken den Strom)
- KKW liefern genau das Gegenteil, nämlich konstant eine Menge Strom -> auch hier muss ein anderes Element die Feinregelung übernehmen (bspw Gas oder Akku).
Mir erschließt sich nicht, wieso die Addition einer fixen Menge Strom (aka KKW) unseren fluktuierenden Bedarf stützen soll
Deine Frage führt uns zu des Pudels Kern. Danke dafür.
Du beschreibst korrekt, dass weder EE noch KKW feinregelbar sind. Der Denkfehler liegt aber darin, Regelbarkeit mit Systemwert gleichzusetzen. Gesicherte Leistung (z. B. KKW) soll nicht den Bedarf fein regeln, sondern die Residuallast stabilisieren und die Regelarbeit reduzieren, die andere Elemente wie Speicher, Ersatzkraftwerke, etc. leisten müssen. Je größer der stabile Sockel, desto kleiner und günstiger müssen Gas, Speicher und Regelenergie dimensioniert werden.
KKW ersetzen also nicht Flexibilität. Sie entlasten sie nur.
Ohne gesicherte Leistung muss jedes Extrem von Flexibilität abgefangen werden, mit entsprechend hohen Systemkosten.
Es gibt in dieser Argumentation auch ein Aber. Gesicherte Leistung reduziert zwar die Systemkosten, aber nur bis zu einem Punkt. Ab einer gewissen Größenordnung verdrängt sie Flexibilität und erzeugt selbst Ineffizienzen. Dann wird die Effizienzkurve wieder negativ. Systemisch optimal ist daher kein Maximum, sondern ein moderater Anteil. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung welcher Anteil optimal wäre. Aus dem Bauch würde ich auf 30% bis max. 40% tippen. Letzteres ist aber nur eine persönliche Schätzung.
Ich würde ja eher sagen, je höher der AKW(Grundlast😉-Sockel, desto weniger Raum für EE.
Und da muss man halt von seinem regionalen Denken auf europäisches Netz umgewöhnen. Irgendwo ist immer Wind, Sonne etc.
Und für kleinen(!) restbedarf dann halt die vorhandenen (!) Gaskraftwerke hernehmen, insbesondere wenn die zukünftig grünen Überschuss Wasserstoff verstromen.
AKW kann permanent große Energiemengen liefern, ok.
Aber es kann nicht (gut) kurzfristige Lastspitzen abfangen, Netze stabilisieren (lokal),
E-Auto-Laden und Wärmepumpen steuern.
Außerdem sind EE ungefährlich bei Störungen (Unfälle, Anschläge…)
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.