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Alt 08.01.2026, 10:40   #16697
keko#
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Benutzerbild von keko#
 
Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 19.684
Zitat:
Zitat von sabine-g Beitrag anzeigen
Wenn aber, dann beschäftigt uns das Jahrzehnte.
Ganz Landstriche werden unbewohnbar für Tiere und Menschen - wobei ich mich gerade frage was schlimmer ist.
Ich war als junger Mensch auf Anti-AKW Demos. Ich habe AKWs nie verstanden.

Mittlerweile gelten AKWs aber offiziell als nachhaltig und grün.
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 10:46   #16698
craven
Szenekenner
 
Registriert seit: 03.01.2011
Ort: BaWü
Beiträge: 978
Mal abgesehen von der ganzen wer-will-denn-Atommüllendlager-in-der-Nachbarschaft-Diskussion und den Kosten pro kWh finde ich den Aspekt immer ganz interessant:
Der Bau eines KKW dauert 10 (eher 15)-20 Jahre. Bitte keine Chinavergleiche, dort geht es schneller weil diktatorisches Enteignen und eine Umwelt-egal-Mentalität dies halt erlaubt.
Das bedeutet, dass wir erst mit 100Mrd (Baukosten) in Vorleistung gehen und dann aber 15 Jahre lang NIX davon haben!
Bei PV und Wind sind die Vorleistung ein paar Mio und der erste Strom läuft nach nem Jahr (und wir können parallel oder auch in kleinen Etappen bauen, ganz nach Bedarf).
Bis ein KKW überhaupt nennenswert Strom liefert haben sich PV und Wind schon x-mal rentiert und sind abbezahlt.. Also wenn ich im privaten eine ähnliche Entscheidung treffen müsste wäre sie recht schnell und einfach :D
Wenn man dann noch Kostenexplosion bei KKW den rasanten Entwicklungen im Bereich Akku sowie den sinkenden Kosten dort gegenüber stellt erschlißet sich mir der Wunsch nach KKW nicht ganz.
Aber: die gleichen Argumente hatten wir schon etliche Male hier im Thread, mit immer genau den gleichen Gegenargumenten und Meinungen, daher ist mein Post eigentlich sinnlos und hilft nur mir persönlich, weil ich das nochmal loswerden musste
craven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 10:48   #16699
sabine-g
Szenekenner
 
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Registriert seit: 05.01.2015
Beiträge: 12.981
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
Ich behaupte gar nichts,
Deine Eigenwahrnehmung ist eine einzige Behauptung.
sabine-g ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 11:06   #16700
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 9.763
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Ein AKW kann jederzeit hochgehen, auch genau jetzt.
Wie könnte das passieren?

Soweit ich weiß, war der Unfall von Fokushima der einzige Unfall eines modernen Reaktortyps - auf Basis einer Naturkatastrophe. Tschernobyl z.B. war ja eher sowas wie "Kernkraft aus der Wellblechgarage" und alte sowjetische Bauart

Ich wohne ca. 15km Luftlinie vom abgeschalteten KKI II entfernt. Aus meiner Sicht, gehen Druckwasser oder Siedewasserreaktoren nicht einfach "hoch". Das Risiko einer Naturkatastrophe etc. ist m.E. sehr differenziert zu sehen. Tsunami in D? Was sonst noch? Erdbeben? Druckwasserreaktoren sind gegen Erdbeben extrem gut gesichert. Andere Szenarien, um das Risiko konkret zu bewerten?

Ich fürchte fast, dass das Risiko des Klimawandels bei weiterhin CO2 lastiger Energieerzeugung für uns Menschen klar größer ist, als das Risiko, dass von einem AKW moderner Bauart ausgeht. Mit Risiko meine ich: Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist deutlich höher bis gesichert und selbst der Impact ist "höher" im Sinne von lokal begrenzt vs. global systemisch usw.

Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 11:14   #16701
Nogi87
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Benutzerbild von Nogi87
 
Registriert seit: 16.10.2015
Beiträge: 348
Zitat:
Zitat von craven Beitrag anzeigen
Mal abgesehen von der ganzen wer-will-denn-Atommüllendlager-in-der-Nachbarschaft-Diskussion und den Kosten pro kWh finde ich den Aspekt immer ganz interessant:
Der Bau eines KKW dauert 10 (eher 15)-20 Jahre. Bitte keine Chinavergleiche, dort geht es schneller weil diktatorisches Enteignen und eine Umwelt-egal-Mentalität dies halt erlaubt.
Das bedeutet, dass wir erst mit 100Mrd (Baukosten) in Vorleistung gehen und dann aber 15 Jahre lang NIX davon haben!
Bei PV und Wind sind die Vorleistung ein paar Mio und der erste Strom läuft nach nem Jahr (und wir können parallel oder auch in kleinen Etappen bauen, ganz nach Bedarf).
Bis ein KKW überhaupt nennenswert Strom liefert haben sich PV und Wind schon x-mal rentiert und sind abbezahlt.. Also wenn ich im privaten eine ähnliche Entscheidung treffen müsste wäre sie recht schnell und einfach :D
Wenn man dann noch Kostenexplosion bei KKW den rasanten Entwicklungen im Bereich Akku sowie den sinkenden Kosten dort gegenüber stellt erschlißet sich mir der Wunsch nach KKW nicht ganz.
Aber: die gleichen Argumente hatten wir schon etliche Male hier im Thread, mit immer genau den gleichen Gegenargumenten und Meinungen, daher ist mein Post eigentlich sinnlos und hilft nur mir persönlich, weil ich das nochmal loswerden musste
Als öffentlicher Dienst dürfen wir gar nicht in Vorleistung gehen. Es gibt ein paar Abschlagsrechnungen je nach Baustand, aber die Hauptkosten werden nach Fertigstellung der Baumaßnahme bezahlt.
Nogi87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 11:15   #16702
Genussläufer
Szenekenner
 
Registriert seit: 01.03.2010
Ort: Frankfurt und Erfurt
Beiträge: 3.074
Zitat:
Zitat von craven Beitrag anzeigen
Der Bau eines KKW dauert 10 (eher 15)-20 Jahre. Bitte keine Chinavergleiche, dort geht es schneller weil diktatorisches Enteignen und eine Umwelt-egal-Mentalität dies halt erlaubt.
Die sind nicht schneller wegen Enteignungen und co. Die Südkoreaner auch nicht. Die Vergleiche Bauzeit und Kosten beziehen sich auf den Bau selbst. Und hier kommen die Kosten- und Zeitvorteile durch den Serienbau.

Zitat:
Das bedeutet, dass wir erst mit 100Mrd (Baukosten) in Vorleistung gehen und dann aber 15 Jahre lang NIX davon haben!
Das Geld fliest sequentiell nach Baufortschritt und nicht Upfront. Dennoch hast Du hier einen Punkt. Du wirst über viele Jahre negative Cashflows haben.

Zitat:
Bei PV und Wind sind die Vorleistung ein paar Mio und der erste Strom läuft nach nem Jahr (und wir können parallel oder auch in kleinen Etappen bauen, ganz nach Bedarf).
Bis ein KKW überhaupt nennenswert Strom liefert haben sich PV und Wind schon x-mal rentiert und sind abbezahlt.. Also wenn ich im privaten eine ähnliche Entscheidung treffen müsste wäre sie recht schnell und einfach :D
Das Problem hast Du beim Ausbau der EE ebenfalls. Schau mal allein auf die Netzausbaupläne und deren Kosten. Allein die Netzkosten werden die Gestehungskosten um ein Vielfaches übersteigen. Wenn ich nur die Komponente der Gestehung privatisiere, könnte sich das lohnen. Ansonsten würde das niemand machen. Die Argumentation wäre hier analog Deiner zur Atomkraft.

Zitat:
Wenn man dann noch Kostenexplosion bei KKW den rasanten Entwicklungen im Bereich Akku sowie den sinkenden Kosten dort gegenüber stellt erschlißet sich mir der Wunsch nach KKW nicht ganz.
Für Kurzfristspeicher ist das richtig. Für Langzeitspeicher sieht das anders aus. Die werden ausreichend zur Verfügung stehen, wenn auch die Atomkraftwerke gebaut wären.

Siebenschwein hatte hier eingeworfen, dass der Drops gelutscht sei, weil das hier niemand mehr will. Das ist auf Seiten der Bevölkerung volatil. Aktuell würde sich wohl eine Mehrheit dafür finden. Interessante ist hier, dass die Anbieter das selbst nicht mehr wollten, weil sie das politische Risiko nicht tragen wollten. Aber auch hier scheint sich etwas bewegt zu haben. So sagte Markus Pache in Bezug aufs Wiederhochfahren der stillgelegten Reaktoren:

Zitat:
Westinghouse würde die Produkte und Services bereitstellen, die nötig wären, um deutsche Kraftwerke wieder zu betreiben, einschließlich Brennelemente und Betriebstechnik.
Dies könne vor 2030 geschehen, wenn es politisch gewollt ist.
Das wäre aber erstmal nur die Revitalisierung der alten Meiler.
Genussläufer ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 11:17   #16703
craven
Szenekenner
 
Registriert seit: 03.01.2011
Ort: BaWü
Beiträge: 978
aus Langeweile hat mir chatGPT mal unter die Arme gegriffen und verschiedenes hochgerechnet:
100Mrd Invest (die Kosten des aktuellen französischen KKW-Baus),
Szenario A mit Wind, PV und Speicher, Szenario B in Kernkraft mit modernen Reaktoren.


Gefragt war
- nach der ersten Stromproduktion
- wieviel Strom hat Szenario A erzeugt, bis B zum ersten Mal einspeist
- Wie lange braucht B, bis dieselbe Strommenge erzeugt ist
- überholt B Variante A bei der Gesamtmenge an produziertem Strom (bei gleichem Invest)
- konservative Rechnung und keine Folgekosten (ich weiss dass dies nicht realistisch ist, habe aber auch nur begrenzt Langeweile


Ergebnis:
Szenario A:
Zeit bis erste Einspeisung:
PV: binnen 6–12 Monaten nach Projektstart möglich.
Wind Onshore: erste nennenswerte Einspeisung typischerweise nach 2-4 Jahren
Offshore: frühestens nach 4-7 Jahren

Konservative Strommenge über 15 Jahre:
~1 000–1 200 TWh aus diesen Anlagen (ohne Speicherverluste/Netzengpässe).
Diese Abschätzung geht von einem breit angelegten, technisch machbaren Ausbau innerhalb des bestehenden regulatorischen und planerischen Rahmens aus. Längere Genehmigungsprozesse oder Netzausbau-Hemmnisse verlangsamen die tatsächliche Realisierung entsprechend.


Szenario B
:
- Jahr 15–18 (wir rechnen konservativ mit Jahr 16)
- Dauerleistung: ~105 TWh/a
- Kumulierte Erzeugung: nach 28 Jahren: ~1 200 TWh


Nach 28 Jahren hätte Szenario A bereits 2550 TWh erzeugt.
Nach 279 Jahren hätte B mehr Strom erzeugt als A

Geändert von craven (08.01.2026 um 11:22 Uhr). Grund: Zahlen haben gefehlt...
craven ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2026, 11:19   #16704
craven
Szenekenner
 
Registriert seit: 03.01.2011
Ort: BaWü
Beiträge: 978
Zitat:
Zitat von Nogi87 Beitrag anzeigen
Als öffentlicher Dienst dürfen wir gar nicht in Vorleistung gehen. Es gibt ein paar Abschlagsrechnungen je nach Baustand, aber die Hauptkosten werden nach Fertigstellung der Baumaßnahme bezahlt.
Auch gut, ändert aber wenig am Ergebnis, da keine Zinsen und Kredite mit betrachtet wurden. Sonst wäre es natürlich gravierend - sorry wenn ich mit "in Vorleistung gehen" genau sowas suggeriert habe.
Allerdings müssen wir dennoch vor der ersten Stromproduktion den vollen Preis ausgeben.
craven ist offline   Mit Zitat antworten
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