Das ist falsch. Es ging ihnen darum, ihre Länder von der Nazi-Herrschaft zu befreien, ohne deren gemeinsames Eingreifen hätten die Nazis ganz Europa "regiert".
Das ist richtig. Und die Folge wäre gewesen, dass Deutschland den Welthandel kontrolliert, die Rohstoffströme beeinflusst und die USA langfristig strategisch einkreist. Ich würde das auch als Altruismus verstehen. Ein wenig geschmeidig muss man da aber schon sein
Das ist richtig. Und die Folge wäre gewesen, dass Deutschland den Welthandel kontrolliert, die Rohstoffströme beeinflusst und die USA langfristig strategisch einkreist.
Ob Roosevelt (oder Truman) damals daran gedacht ist (deine) Spekulation.
Bei Trump würde ich das kaufen.
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Das war mein Punkt: Es ging den Amerikanern schon in Deutschland und natürllch auch in Japan nur um eigene Interessen, nicht um irgendeinen Segen für die Bevölkerung. Und den anderen Alliierten auch. Insofern findet in Venezuela heute auch nichts anderes statt.
Ich würde in deinem Satz das "nur" streichen und mit "auch" ersetzen. Ich nehme den Amerikaner ein Unrechtsbewusstsein gegenüber den Nazis ab und der Weg von massig Drogen über die Karibik in die USA ist Fakt.
Außenpolitik ist natürlich auch ganz einfach Interessenpolitik. Dass die USA Supermacht sind, ist nicht vom Himmel gefallen, dafür tun sie seit Jahrzehnten einiges und haben WWII genutzt, um diese Position zu erreichen bzw. auszubauen.
Europa und auch speziell DE hat sich in dem Schatten der Supermacht bequem gemacht. Nun ändert diese Supermacht ihre Schwerpunkte, gezwungen durch globale Verschiebungen: Russland ist längst nicht mehr der große Gegner. Gar hat man den Eindruck, es gibt gemeinsame Interessen. Die große Herausforderung ist eigentlich China. Das kann für ein kleines Land wie DE, das maximal Mittelmacht ist, eine große Umstellung darstellen.
Ich glaube, das haben wir im Ukraine-Thread schon vor über 3 Jahren angesprochen und das war natürlich auch richtig.
Es gibt auch namhafte Stimmen in den USA, welche den miliärischen Angriff auf Venzuela und die Entführung Maduros kritisieren, wie die Denkfabrik des Quincy Institutes.
Zitat:
Google übersetzt: "Der Angriff der Trump-Regierung auf Venezuela widerspricht allem, was wir erreichen wollen.
Militärische Gewalt ist nur als Reaktion auf eine klare, glaubwürdige und unmittelbare Bedrohung der Sicherheit der Vereinigten Staaten oder ihrer Vertragsverbündeten gerechtfertigt. Venezuela, unabhängig von seinen internen Funktionsstörungen oder Verbindungen zum internationalen Drogenhandel, stellt keine solche Bedrohung dar. Die Anwendung von Gewalt, die nicht fehlt, ist keine Verteidigung; es ist Aggression. Sie ersetzt Zwang für Diplomatie und Macht für Prinzipien.
Der Regimewechsel als politisches Instrument ist im Prinzip falsch und in der Praxis katastrophal. Die Vorstellung, dass Washington die politische Zukunft einer anderen Nation mit Gewalt gestalten kann, spiegelt eine Arroganz wider, die die Geschichte gründlich entlarvt hat. Jeder Versuch der Vereinigten Staaten, die politische Führung einer anderen souveränen Nation gewaltsam zu bestimmen, stellt eine schwerwiegende Abkehr von verantwortungsbewusster Staatskunst und eine Rückkehr zu den am meisten diskreditierten Gewohnheiten der amerikanischen Außenpolitik dar. .......
Die amerikanische Sicherheit wird am besten nicht durch rücksichtslose Interventionen, sondern durch Diplomatie mit klar erklärten Zielen, militärischer Zurückhaltung und Respekt vor dem Völkerrecht bedient. Die Aktion am Samstag war ein Schlag für alle drei dieser Schutzprinzipien."
Es gibt auch namhafte Stimmen in den USA, welche den miliärischen Angriff auf Venzuela und die Entführung Maduros kritisieren, wie die Denkfabrik des Quincy Institutes.
Es gibt zu allem Gegenmeinungen. Aber Hand aufs Herz, wenn die Amerikaner eins (weitgehend) eint, dann sind das die Feindbilder
Es gibt zu allem Gegenmeinungen. Aber Hand aufs Herz, wenn die Amerikaner eins (weitgehend) eint, dann sind das die Feindbilder
Da habe ich während des Vietnamkrieges und auch zu andere Zeiten andere Erfahrungen gemacht, um das so pauschalisieren zu wollen. Es gibt doch auch breite Kritik an der Innenpolitik Trumps (Migration, Zölle, etc.). Er braucht quasi autokratische Macht- / Unterdrückungstechniken, um seine Politik durchzusetzen. Das wird einem Teil der Amerikaner auf Dauer nicht gefallen. Die sozialen und politischen Widersprüche verschwinden nicht durch seine Lügenerzählungen.
PS: Mein Neffe lebt mit Familie in Folsom.
Da habe ich während des Vietnamkrieges und auch zu andere Zeiten andere Erfahrungen gemacht, um das so pauschalisieren zu wollen.
PS: Mein Neffe lebt mit Familie in Folsom.
Da bin ich voll und ganz bei Dir. Wobei ich den Vietnamkrieg und den Blick darauf nur aus historischen Berichten kenne. Selbst bei der Umsetzung der Monroe-Doktrin bis heute gab es immer wieder lauter werdende Stimmen. Und da ist auch einiges schief gelaufen. Für mich ist das, was jetzt in Venezuala passiert die Wiederbelebung dieser Doktrin. Und das leben die Amerikaner jetzt seit 200 Jahren. Zumindest fehlende Kontinuität kann man ihnen nicht vorwerfen.
Und natürlich wird das einem Teil der Amerikaner nicht gefallen. Es ist aber der deutlich kleinere Teil.