Hier ist der Prozess der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen gemeint.
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10.000 Jahre Endlagerung:
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Es ist aus meiner Sicht ein Fall menschlicher Selbstüberschätzung, wenn unsere Generation glaubt, sie könnte die Verantwortung für eine solche Giftgrube über Zehntausende von Jahren übernehmen.
Ich verstehe das Argument. Es geht Dir nicht um Technik. sondern um Vertrauen in langfristige gesellschaftliche Handlungsfähigkeit.
Hier trennen sich unsere Positionen.
Faktisch ist aber: Mehrere Länder haben sich bewusst entschieden, diese Verantwortung zu übernehmen, haben Verfahren, Finanzierung und Institutionen dafür geschaffen und setzen sie um. Und es werden mehr. Ist auch klar. Der Energiehunger steigt weiter.
Du hast da schon einen Punkt. Ob man das für verantwortbar hält oder nicht, ist letztlich eine normative Frage und keine (rein) technische
Faktisch ist aber: Mehrere Länder haben sich bewusst entschieden, diese Verantwortung zu übernehmen, ...
Haben sie wirklich eine Verantwortung übernommen? Oder ist genau das Gegenteil der Fall: Dass sie diese Verantwortung einfach ignorieren?
Von den Pharaonen des alten Ägyptens bis heute sind es 4.000 Jahre. Hätte irgend ein König dieser Zeit eine Verantwortung dafür übernehmen können, was mit seinen Hinterlassenschaften, zum Beispiel Bauten oder Gräbern, heute passiert?
Bei 10.000 Jahren Lagerungszeit in einem Stollen sprechen wir vom Zweieinhalbfachen dieser Zeit. Wir wissen nichts über diese Zukunft und können für sie auch keine Verantwortung übernehmen. Für die gesetzlich geforderten 1 Million Jahre erst recht nicht.
Das Endlager in Finnland lagert auch Plutonium ein, also ohne Wiederaufbereitung. Die Halbwertszeit des hochgiftigen Plutoniums 239-PU beträgt 24.000 Jahre. Das bedeutet: Nach zehntausend Jahren hat sich die tödliche Strahlung nur um ein Viertel verringert. Daher müssen diese Endlager für mindestens 100.000 Jahre absolut sicher sein.
• Die letzte Eiszeit endete vor rund 10.000 Jahren.
• Durch das Abschmelzen des Eises stieg der Meeresspiegel seither um 120 Meter.
• Die Erdkruste im Bereich des heutigen Finnland hob sich um 300-400 Meter an, da die Auflast des bis zu 3.000 Meter dicken Eisschildes wegfiel. Man findet heute alte Küstenlinien auf einer Höhe von fast 300 Metern.
• Noch heute hebt sich die Erdkruste in Finnland um fast einen Zentimeter pro Jahr an. Das verursacht Risse im Gestein. An welcher Stelle des Gesteins sie entstehen werden, lässt sich nicht sicher vorhersagen.
• Welche Situation dort nach der zehnfachen Zeit, also in einer hunderttausend Jahre entfernten Zukunft herrschen wird, wissen wir nicht.
Wie passt man Gesetze an physikalische Realitäten an?
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Das ist im Prinzip ganz einfach: Man tönt in die Mikrofone "Everybody know's that …" und dann machen AKWs keine Probleme mehr.
Was Trump gerade macht, ist der Run auf den letzten Tropfen Öl. Vermutlich wird die letzte Gallone noch meistbietend verkauft und feierlich verbrannt. Ich hätte diesbezüglich mehr Öffentlichkeit und Widerstand erwartet.
Bei 10.000 Jahren Lagerungszeit in einem Stollen sprechen wir vom Zweieinhalbfachen dieser Zeit. Wir wissen nichts über diese Zukunft und können für sie auch keine Verantwortung übernehmen. Für die gesetzlich geforderten 1 Million Jahre erst recht nicht.
Wo willst Du da beginnen. Jeglicher Abbau von Rohstoffen ist ein Eingriff in die Natur. ich bin hier weitaus optimistischer als Du. Ich finde auch Deine Frage:
Zitat:
Haben sie wirklich eine Verantwortung übernommen? Oder ist genau das Gegenteil der Fall: Dass sie diese Verantwortung einfach ignorieren?
berechtigt. Gerade bei den Skandinaviern bin ich mir hier ziemlich sicher.
• Die letzte Eiszeit endete vor rund 10.000 Jahren.
• Durch das Abschmelzen des Eises stieg der Meeresspiegel seither um 120 Meter.
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Die von Dir aufgezählten Prozesse sind natürlich vorhanden. Vielleicht noch ergänzend: das sind rein natürliche geodynamische Vorgänge ohne messbaren menschlichen Einfluss.
Genau diese Eiszeit-, Hebungs- und Spannungszyklen sind allerdings in Finnland und Schweden explizit in der Standortwahl und den Sicherheitsnachweisen berücksichtigt. Das war ja der wesentliche Grund, weshalb man sich dort bewusst für tiefes kristallines Grundgestein entschieden hat. Das ist auch in den Begründungen nachzulesen.
Das ist im Prinzip ganz einfach: Man tönt in die Mikrofone "Everybody know's that …" und dann machen AKWs keine Probleme mehr.
Ich habe die Quellen eingestellt. Alles nachlesbar. Wir werden bald in fast jedem europäischen Land neue Atomkraftwerke sehen. Klar, kann man sagen, dass das alles Idioten sind. Kann man.
Zitat:
Was Trump gerade macht, ist der Run auf den letzten Tropfen Öl. Vermutlich wird die letzte Gallone noch meistbietend verkauft und feierlich verbrannt. Ich hätte diesbezüglich mehr Öffentlichkeit und Widerstand erwartet.
Das Thema solltest Du in den Trump Faden nehmen. Das war ein Geniestreich von Trump. Ich habe mich gestern den ganzen Tag damit beschäftigt. Für die USA kann das wirklich ein Befreiungsschlag werden. Für die Energiewende, das Völkerrecht, vielleicht sogar den IPCC ist es katastrophal.
Ich habe die Quellen eingestellt. Alles nachlesbar. Wir werden bald in fast jedem europäischen Land neue Atomkraftwerke sehen. Klar, kann man sagen, dass das alles Idioten sind. Kann man.
Soso.
Bald. Was sind schon zehn, zwanzig Jahre…
In fast jedem Land. Erzähl das mal den Spaniern. Schweizern. Belgiern… Die Armen wissen noch gar nichts davon.
Idioten braucht es gar nicht. Jünger des Mammons reicht.
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Wann wird eigentlich der Tag des Orgasmus gefeiert?
Ich würde kommen.