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Neues Tempolimit auf deutschen Landstraßen gefordert - Seite 31 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Umfrageergebnis anzeigen: Seid ihr für ein generelles Tempolimit auf deutschen Landstraßen?
Ja, max. 70 km/h 21 14,29%
Ja, max. 80 km/h 57 38,78%
Nein, alles soll so bleiben wie es ist: 100 km/h 69 46,94%
Teilnehmer: 147. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 31.08.2021, 07:13   #241
Schwarzfahrer
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Zitat:
Zitat von longo Beitrag anzeigen
Es ist mir ein Rätsel, wie man sich hier in Deutschland so vehement dagegen wehrt.
Und mir ist es ein Rätsel, woher das extrem negative Menschenbild all derer kommt, die die Menschen durch ständige Verschärfung von Regeln und Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit erziehen wollen. Die sehr große Mehrheit der Menschen hält sich an die vorhandenen Regeln, und wird durch weitere Einschränkungen keinen Nutzen haben. Speziell Autofahren (grobe Größenordnungsschätzung): die 3000 Verkehrstote im Jahr sind (alles verantwortungslose Raser vorausgesetzt) gerade mal ca. 0,01 % aller Autofahrer (ca. 50 % der Bevölkerung als Fahrer vorausgesetzt). Ist es wirksam, sinnvoll und verhältnismäßig, wegen diesem Anteil (und wenn es 10-mal mehr, also 1 % ist) Einschränkungen einzuführen, die ein Großteil als Nachteil empfindet ohne Nutzen?
__________________
“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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Alt 31.08.2021, 08:02   #242
longo
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Beiträge: 476
Umfrage:
Welche Verkehrsmittel soll der Staat fördern?

"Den größten Zuspruch in der Umfrage erhielt der öffentliche Personennahverkehr mit 61 Prozent. Dahinter folgte der Fernverkehr der Bahn mit 41 Prozent.
Das Ergebnis repräsentiere stark die Wünsche der Mehrheit von Autofahrerinnen und Autofahrern, sagte Verkehrsexperte Andreas Knie dem SPIEGEL. »Autofahrende wünschen sich den Ausbau des Nahverkehrs, damit dann mehr Platz auf der Straße ist. Selbst fahren sie damit aber nicht.«
Aha, sehr erhellend, sehr bezeichnend..

Klingt ein wenig nach:
Sollen doch alle anderen Bus, Bahn, Straßenbahn und Fahrrad fahren, damit ich meine "Handlungsfreiheit" auf den deutschen Straßen wieder zurückerobern und voll ausleben kann...

Erinnert ein bissle an die Impfgeschichte:
Wenn die anderen alle geimpft sind, brauche ich selbst ja nicht mehr und erhalte alle meine "Freiheitsrechte" wieder zurück..

Geändert von longo (31.08.2021 um 08:13 Uhr).
longo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 09:15   #243
Schwarzfahrer
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Zitat:
Zitat von longo Beitrag anzeigen
Umfrage:
Welche Verkehrsmittel soll der Staat fördern?
...
Klingt ein wenig nach:
Sollen doch alle anderen Bus, Bahn, Straßenbahn und Fahrrad fahren, damit ich meine "Handlungsfreiheit" auf den deutschen Straßen wieder zurückerobern und voll ausleben kann...
Für mich ist es einfach ein relativ logisches Ergebnis: der Staat soll dort fördern, wo seine Aufgabe ist: bei öffentlichem Verkehr und bei Zukunftstechnologien, die nennenswerte Nutzervorteile versprechen. Batterieautos und E-Bikes sind fertig entwickelt, da ist nichts zu fördern, ob sie angenommen werden, entscheidet Wirtschaftlichkeit und Verbrauchernutzen.

Und was ist verwerflich daran, wenn ein Autofahrer die Förderung von Bus und Bahn für gut hält? Finde ich als Rad- und Autofahrer auch, werde aber bei meinem aktuellen Lebensumfeld auch kaum je die Straßenbahn benutzen, da ich mit dem Rad immer schneller in der Stadt bin, und mit dem Auto effektiver transportieren kann. Aber es gibt viele Menschen, denen es nützt, wenn es ein vernünftiges Angebot gibt.

Zitat:
Zitat von longo Beitrag anzeigen
Erinnert ein bissle an die Impfgeschichte:
Wenn die anderen alle geimpft sind, brauche ich selbst ja nicht mehr und erhalte alle meine "Freiheitsrechte" wieder zurück..
Kann man auch weniger misanthropisch sehen: Wenn alle, die es wollen und denen es einen großen Nutzen bringt, geimpft sind, kann man allen ihre Eigenverantwortung zugestehen.
Aber Feindbilder pflegen indem man Autofahrern oder Ungeimpften irgendwie Doppelmoral oder Schmarotzertum unterstellt, ist natürlich immer gut fürs eigene Weltbild.
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Alt 31.08.2021, 10:01   #244
Rälph
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Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
die 3000 Verkehrstote im Jahr
Warum beschränkst du dich eigentlich auf die Verkehrstoten? Wir haben diese Zahl x 100 an Verletzten jedes Jahr!
Rälph ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 10:16   #245
Schwarzfahrer
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Zitat:
Zitat von Rälph Beitrag anzeigen
Warum beschränkst du dich eigentlich auf die Verkehrstoten? Wir haben diese Zahl x 100 an Verletzten jedes Jahr!
Weil ich die Zahl im Kopf parat hatte. Ein großer Teil der gemeldeten Unfälle sind Blechschäden im niedritgen Geschwindigkeitsbereich, wegen der sich keine staatliche Intervention lohnt. Verletzte im Straßenverkehr haben sich in den letzten 20 Jahren um 40 % reduziert auf ca. 327.000 (ich frage mich, ob die Tatsache, daß ca. 1 % ein Todesfall ist, nur zufällig der natürlichen jährlichen Sterberate entspricht?). Auf jeden Fall macht der Trend auch nicht den Eindruck, daß akuter Handlungsbedarf besteht, eher daß die Gefahren im Straßenverkehr sich wieter verringern mit den Verhältnissen, die wir haben. An der Grundaussage, daß die sehr große Mehrheit keine Probleme verursacht, bleibt immer noch bestehen.
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Alt 31.08.2021, 10:21   #246
Rälph
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Beiträge: 3.479
Und angenommen die Zahl würde sich in den nächsten 20 Jahren wieder halbieren, wäre das schlecht? Ich verstehe deine Argumentation nicht.
Rälph ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2021, 10:40   #247
Schwarzfahrer
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Beiträge: 3.870
Zitat:
Zitat von Rälph Beitrag anzeigen
Und angenommen die Zahl würde sich in den nächsten 20 Jahren wieder halbieren, wäre das schlecht? Ich verstehe deine Argumentation nicht.
Der Punkt ist: wenn schon bei aktuellen Bedingungen die Zahlen sinken (trotz steigendem Verkehrsaufkommen), wird der Verkehr ständig sicherer, es tragen offenbar die aktuellen Verkehrsregeln und technischen Entwicklungen dazu bei. Es ist also kein besonderer Anlaß erkennbar, wesentliche Änderungen oder drastische Einschränkungen einzuführen, da es wenig wahrscheinlich erscheint, daß sich dadurch wesentliches an diesem Trend ändert. Auch bezweifele ich, daß die Menschen für die potentielle, nicht quantifizierbare Senkung eines an sich geringen Risikos bereit sind, ihre Mobilität merklich einzuschränken. Der Staat ist nicht verantwortlich für die Beseitigung aller Lebensrisiken; es reicht, wenn er sich auf die Sicherung gegen die größten Risiken beschränkt, und das tut er im Verkehr m.M.n. ausreichend.
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Alt 31.08.2021, 11:53   #248
Roini
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Beiträge: 335
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
Der Punkt ist: wenn schon bei aktuellen Bedingungen die Zahlen sinken (trotz steigendem Verkehrsaufkommen), wird der Verkehr ständig sicherer, es tragen offenbar die aktuellen Verkehrsregeln und technischen Entwicklungen dazu bei. Es ist also kein besonderer Anlaß erkennbar, wesentliche Änderungen oder drastische Einschränkungen einzuführen, da es wenig wahrscheinlich erscheint, daß sich dadurch wesentliches an diesem Trend ändert. Auch bezweifele ich, daß die Menschen für die potentielle, nicht quantifizierbare Senkung eines an sich geringen Risikos bereit sind, ihre Mobilität merklich einzuschränken. Der Staat ist nicht verantwortlich für die Beseitigung aller Lebensrisiken; es reicht, wenn er sich auf die Sicherung gegen die größten Risiken beschränkt, und das tut er im Verkehr m.M.n. ausreichend.
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