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Alt 04.06.2022, 08:14   #17
keko#
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Zitat:
Zitat von HerrMan Beitrag anzeigen
... Fahren wir die Globalisierung runter, freut sich das Klima aber die Armen dieser Welt werden wieder noch mehr leiden.

....
Ist das denn so?!

In einer mir bekannten Bananenrepublik findest du mittlerweile in den Regalen schon mal die gleichen Produkte, wie im Supermarkt meiner schwäbischen Wohlstandsvorstadt. Nur kann es durchaus sein, dass dich draussen vor dem Markt die ehemaligen Bauern für ein paar lumpige Dollar penetrant anbetteln, ihre Söhne dir Kokain anbieten oder - wenn du Pech hast - ausrauben/entführen. Über den Segen der Globaliserung kannst du dich gerne mal mit einer mit sehr gut bekannten Person unterhalten
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 08:17   #18
keko#
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Alt 04.06.2022, 08:40   #19
keko#
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Beiträge: 15.006
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Es gäbe den Ukrainekrieg nicht. Sogar der konservative Kissinger (ehemaliger Republikaner) hat in Davos bekanntlich einen Kompromiss (Deal) mit Russland vorgeschlagen, um den Krieg zu beenden.
Ich kann mir vieles vorstellen, aber keinen BK Schmidt oder BK Kohl mit den Worten "Dieser Krieg muss auf dem Schlachtfeld entschieden werden".
Offensichtlich ist jetzt eine ganz andere (jüngere) Politikergeneration am Ruder.
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2022, 16:43   #20
HerrMan
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Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Über den Segen der Globaliserung kannst du dich gerne mal mit einer mit sehr gut bekannten Person unterhalten
Das auf dieser Welt ganz ganz viel falsch läuft will doch niemand bestreiten. Und über das Thema Verteilungsgerechtigkeit brauchen wir hier jetzt auch keine Diskussion.

Nun mal für die IT'ler hier im Forum ein simples Beispiel, warum die Intensivierung der weltweiten Arbeitsteilung - von wenigen Ausnahmen abgesehen - immer eine Erhöhung des Wohlstands bringt: A hat große Hände, kräftige Arme und eine Axt. B ist eher der feinere Typ und kann mit Hobel und Säge umgehen. Wäre doch super, wenn die sich für ihre Möbel zusammen tun, oder? Wirklich gar nix anderes ist zunächst einmal der möglichst freie Welthandel und Arbeitsteilung, wenn man ihn auf seinen Kern reduziert.

Und das in 20 Jahren stetig wachsender Arbeitsteilung auf dieser Welt in gleicher Weise die von der UN erfasste extreme Armut stark gesunken ist, ist weit mehr als ein statistischer Zufall. Jetzt brauchst du nur 1 und 1 addieren und du erkennst, was passiert wenn wir alle wieder unser Holz aus dem Wald holen und gleichzeitig die Möbel damit selber zu bauen versuchen.

Bitte vermische diesen ganz simplen Zusammenhang nicht mit beliebigen Beispielen von Fehlentwicklungen, Ausbeutung, Korruption und allgemeiner Ungerechtigkeit.
HerrMan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2022, 08:08   #21
Trimichi
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Beiträge: 6.354
Zitat:
Zitat von HerrMan Beitrag anzeigen
Die Globalisierungsgegner halten sich ja sich ja nicht selten für ganz besonders gute Menschen, haben aber keine Lösung gefunden für ein ganz zentrales Problem: Wie vermeiden wir den aus reduziertem Welthandel folgenden Anstieg der extremen Armut.

Die weltweite Quote der extremen Armut ist laut UN im Jahr 2020 zum ersten mal wieder gestiegen. 22 Jahre lang ist sie signifikant gesunken, was ohne Zweifel auf die in dieser Phase stark ansteigende Globalisierung und dem damit verbundenen Wohlstandgewinn zusammenhängt. Fahren wir die Globalisierung runter, freut sich das Klima aber die Armen dieser Welt werden wieder noch mehr leiden.

Friday for Future und unreflektierte Globalisierungkritik haben häufig etwas unglaublich arrogantes, kommt ja auch gerne von Kindern aus gutbürgerlichen Familien.
Danke für deine Antwort, ich bin kein Globalisierungsgegner, denke global, handle (und kaufe soweit möglich) regional. Es gibt ja zwei Fraktionen: die einen meinen, dass weltweit Frieden herrschen müsste (z.B. Prof. Dr. Harald Lesch), um in den Weltraum zu kommen, andere meinen das nicht. Vielleicht haben die, die erst Frieden wollen, Recht?

Ich glaube, dass der Grundannahmefehler der Betriebswirtschaftslehre lineares Wachstum ist. In den späten 60zigern und noch in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts sprachen sich noch viele führende Ökonomen für Nullwachstum aus. Zum Beispiel prägte Hubert Reeves vom C.R.N.S den Begriff "planetares Bewusstsein" und verglich Menschen mit Heuschrecken, die sich, was die Ressourcen anbelangt, nicht unterschiedlich verhalten.

Die Ressourcen sind endlich, das Wachstum nicht. Zugleich steigt die Bevölkerungsanzahl. Auch hier glaube ich, dass es nicht schwer ist zu erkennen, wohin das führt. Wollen wir (der zivilisierte und kultivierte Westen; Nordamerika, Australien, Neuseeland, Europa, Israel, mainly,) unseren Wohlstand halten, müssen wir schonender und effizienter mit unseren Ressourcen umgehen wie auch nachhaltiger? Da könnten wir nun stundenlang diskutieren. Wer, wieviel, und warum usw.?

Der Kampf um die letzten Ressourcen wird sich verschärfen. Konflikte haben wir ja genügend? Krisen auch? Altmeier hat einmal gesagt, dass es keine Alternative zum Kapitalismus gibt, weil er funktioniert. Das mag schon sein, nur machen wir damit mittelfristig alles kaputt hier, Klimakrise, Artensterben und Verschmutzung der Meere, auch Klimasünder China ist das egal, so dass zwar der Handel gut weitergeht und der Kapitalismus funktioniert, wobei die Kehrseite der Medaille ist, dass die absolute Armut zunimmt, und damit die Konflikte und Krisen (wollen wir das wirklich? Oder wollen wir Frieden?) und wir mittelfristig auf den Totalschaden zusteuern. Der ist auch für diejenigen schlecht, die sehr, sehr reich sind. Oder siehst du das anders?

Oder um Reeves sinngemäß zu zitieren und den Begriff zu explizieren: "Wir fressen alles kahl, obschon wir wissen, dass die Ressourcen endlich sind und damit es Heuschrecken gleich tun, anschließend schrumpft die Population der Heuschrecken, weil nichts mehr zu fressen da ist." Das Problem dabei ist dann aber, dass auch nicht mehr viel wachsen wird. Weil die Erde durch das "große Fressen" der Menschen vergiftet, ausgebeutet, und aufgeheizt ist und damit unbewohnbar wird.

Ich finde es sehr gut, dass sich zumindest einige junge Menschen dafür einsetzen (FFF, Extinction Rebellion, etc.), dass dieses nicht passiert. Hat mehr mit Naturwissenschaft und weniger mit Bürgertum oder Wohlstand (Ökonomie, BWL, VWL) zu tun, wobei Bildung wohl der Koeffizient ist, an dem geschraubt werden kann. Mit dem Internet könnte man viel machen und erreichen, heißt ja world wide web.

Und damit ist imho die Globalisierung sowieso nicht aufzuhalten, weil nicht nur Waren, sondern auch Werte "gehandelt" werden. Am Besten miteinander verknüpft, nicht getrennt von einander (vgl. z.B. FAIRTRADE).

Geändert von Trimichi (05.06.2022 um 08:43 Uhr).
Trimichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2022, 18:15   #22
Trimichi
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Beiträge: 6.354
Zitat:
Zitat von HerrMan Beitrag anzeigen
Das auf dieser Welt ganz ganz viel falsch läuft will doch niemand bestreiten. Und über das Thema Verteilungsgerechtigkeit brauchen wir hier jetzt auch keine Diskussion.

Nun mal für die IT'ler hier im Forum ein simples Beispiel, warum die Intensivierung der weltweiten Arbeitsteilung - von wenigen Ausnahmen abgesehen - immer eine Erhöhung des Wohlstands bringt: A hat große Hände, kräftige Arme und eine Axt. B ist eher der feinere Typ und kann mit Hobel und Säge umgehen. Wäre doch super, wenn die sich für ihre Möbel zusammen tun, oder? Wirklich gar nix anderes ist zunächst einmal der möglichst freie Welthandel und Arbeitsteilung, wenn man ihn auf seinen Kern reduziert.

Und das in 20 Jahren stetig wachsender Arbeitsteilung auf dieser Welt in gleicher Weise die von der UN erfasste extreme Armut stark gesunken ist, ist weit mehr als ein statistischer Zufall. Jetzt brauchst du nur 1 und 1 addieren und du erkennst, was passiert wenn wir alle wieder unser Holz aus dem Wald holen und gleichzeitig die Möbel damit selber zu bauen versuchen.

Bitte vermische diesen ganz simplen Zusammenhang nicht mit beliebigen Beispielen von Fehlentwicklungen, Ausbeutung, Korruption und allgemeiner Ungerechtigkeit.
Vom Prinzip her richtig gedacht, endet aber inhaltlich in der Verwirrung?

Nehmen wir Aepfel, Bananen und Birnen. Wenn ich 2 Äpfel mit 2 Birnen addiere habe ich was? Immer noch 2 Äpfel und 2 Birnen. Oder 4 Früchte. Wobei es ja dann immer noch Fruechte sind, hier 2 Äpfel und 2 Birnen. Und keine Bananen oder Trauben.

Was hattest du vor? Obstsalat machen? Oder doch bei dem user Flow eine Weinschorrle trinken.

P.S.: es kann natürlich auch sein, dass du eine Melone mit der Axt zerkleinern wolltest. Falls es sich um eine Axt mit Hammerkopf handelte, könntest du die Melone so richtig fertig machen und wie wild mit dem Hammerkopf auf die Melone eindreschen. Scheidiger wäre es mit der Schneide die Honigmelone, oder auch die Wassermelone mit nur einem Hieb zu spalten. Falls es sich um eine Wassermelone handelt, müsstest du eine Schutzbrille aus dem Chemieunterricht der Oberstufe entwenden, damit dir das Fruchtfleisch nicht ins Gesicht spritzt, oder noch viel schlimmer einer der Kerne ins Auge. Vllt möchtest du auch einen Nagel in eine Kokosnuss hämmern, um an deren Inhalt zu kommen? Aber wie gesagt, ich möchte dir auch nicht zu Nahe treten.

Geändert von Trimichi (05.06.2022 um 18:47 Uhr). Grund: Hirnfuerze durch vermutete Hackerattacke(n), Irrtümer somit entfernt.
Trimichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2022, 19:11   #23
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 36.519
Zitat:
Zitat von HerrMan Beitrag anzeigen
... A hat große Hände, kräftige Arme und eine Axt. B ist eher der feinere Typ und kann mit Hobel und Säge umgehen...
Lassen wir mal Acker- und Landbau aussen vor: kommts dann tatsächlich auf A und B an, oder wärs nicht grad vollkommen wumpe, wo man entsprechende Maschinen aufbaut und betreibt?
Oder liegt die Krux vielleicht darin, dass sich gewisse Wohlstandsgsellschaften davor drücken, banale Tätigkeiten wie Dinge in diese Maschinen zu stecken und hinten wieder rauszuziehen, sich beim Betrieb selbiger zutode regulieren unds vielleicht insgesamt sowieso pfiffiger ist, das irgendwelche ausgebeuteten Drittweltkreaturen erledigen zu lassen, ehe hier die Preise durch die Decke gehn und sich nur noch ein Bruchteil der verwöhnten Wohlständler wesentliche Produkte wie ggf. auch Nahrungsmittel leisten können?

Können wir hier in Europa oder speziell Deutschland bestimmte Produkte nur deswegen nicht herstellen, weil wir zu dämlich dazu sind und nur die Chinesen das Knowhow haben?
Oder ists vielleicht vielmehr so, dass betreffende Produkte nicht mehr bezahlbar wären, wenn wir sie bauten, obwohl der Transport um die halbe Welt eingespart würde?
__________________
Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2022, 20:46   #24
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 8.257
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Lassen wir mal Acker- und Landbau aussen vor: kommts dann tatsächlich auf A und B an, oder wärs nicht grad vollkommen wumpe, wo man entsprechende Maschinen aufbaut und betreibt?
Oder liegt die Krux vielleicht darin, dass sich gewisse Wohlstandsgsellschaften davor drücken, banale Tätigkeiten wie Dinge in diese Maschinen zu stecken und hinten wieder rauszuziehen, sich beim Betrieb selbiger zutode regulieren unds vielleicht insgesamt sowieso pfiffiger ist, das irgendwelche ausgebeuteten Drittweltkreaturen erledigen zu lassen, ehe hier die Preise durch die Decke gehn und sich nur noch ein Bruchteil der verwöhnten Wohlständler wesentliche Produkte wie ggf. auch Nahrungsmittel leisten können?

Können wir hier in Europa oder speziell Deutschland bestimmte Produkte nur deswegen nicht herstellen, weil wir zu dämlich dazu sind und nur die Chinesen das Knowhow haben?
Oder ists vielleicht vielmehr so, dass betreffende Produkte nicht mehr bezahlbar wären, wenn wir sie bauten, obwohl der Transport um die halbe Welt eingespart würde?
Machen wir uns nichts vor, die chinesische Produktion verwendet auch schon in vielen Bereichen Automaten und Roboter. Ein Schweizer Verwandter von mir hat beruflich den Job, regelmässig in China das Personal an in der CH hergestellten Industrieroboter zu schulen. China besitzt eine Hochtechnologie-Wirtschaft mit hohem Digitalisierungsgrad und entwickelten elektronischen Produkten, was DE nie mehr schafft.

Geändert von qbz (06.06.2022 um 09:35 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
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