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Alt 20.02.2021, 16:06   #19657
Hafu
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Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 15.312
Zitat:
Zitat von Flow Beitrag anzeigen
...
Wenn die Folge eines positiven Test nun wäre, daß du z.B. für zwei, drei Wochen kostenpflichtig in einem überwachten Hotel eingesperrt wirst, ohne Möglichkeit den ersten Schnelltest zeitnah zu veri- oder falsifizieren, etc., erhöht das meiner Meinung nach nicht die Attraktivität sich täglich zu testen.

Ohne solche Konsequenzen würde ich persönlich mich schon interessehalber täglich testen lassen. An meinem Verhalten würde im positiven Fall nur sehr wenig geändert werden müssen.
...
Natürlich darf eine Quarantäne für positiv getestete, anders als für Leute die aus dem Ausland einreisen wollen, nichts kosten.
Und natürlich muss jeder positive Schnelltest umgehend mit PCR verifiziert werden.

Grundsätzlich darf man es aber mit der Freiweilligkeit nicht übertreiben. Die letzten 12 Monate haben gezeigt, dass nicht kontrollierte Regeln und Empfehlungen von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung nicht eingehalten werden.

Und kostenlose Abstriche (nebst PCR-Test) für jeden der dies will, gibt es in Bayern schon seit fast einem halben Jahr, ohne dass die Zahlen innerhalb von Bayern wesentlich geringer wären als in anderen Bundesländern, wo man verdachtslose Tests bezahlen muss. Kostenlose Schnelltests alleine werden also das Pandemieproblem ohne flankierende Maßnahmen nicht gravierend beeinflussen.
__________________
balancing triathlon with life

www.funkfamily.de

Geändert von Hafu (20.02.2021 um 16:17 Uhr).
Hafu ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 17:00   #19658
HerrMan
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 01.01.2021
Beiträge: 33
Kostenlose Tests allein verändern das Testverhalten kaum, das sieht man nicht nur in Bayern. Werden da Incentives mit verknüpft sieht das schnell anders aus.
HerrMan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 17:36   #19659
anlot
Szenekenner
 
Registriert seit: 02.11.2007
Beiträge: 1.247
Zitat:
Zitat von anlot Beitrag anzeigen
Vielleicht habe ich es überlesen, aber kann es sein, dass die Verfasser dieser Strategie (welche ich im Ergebnis unterstützen würde) nicht ausgeführt haben wie man zunächst mal auf eine Inzidenz von <10 kommt?! Alles basiert doch auf der Annahme das diese schon entsprechend niedrig ist und nicht wie man dort hinkommt??
Hat jemand darauf eine Antwort?
anlot ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 17:46   #19660
qbz
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Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 6.822
Zitat:
Zitat von anlot Beitrag anzeigen
Hat jemand darauf eine Antwort?
aufgrund der Impfungen und laufenden Testkontrollen sollten eigentlich die Ausbrüche in Alten- / Pflegeheimen sowie Krankenhäusern der Vergangenheit angehören. Wenn diese jetzt hoffentlich wegfallenden Hotspots nicht an anderer Stelle mit Öffnungen ausgeglichen bzw. konterkariert werden, wäre es vielleicht realisierbar.
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 18:19   #19661
LidlRacer
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Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 15.415
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
aufgrund der Impfungen und laufenden Testkontrollen sollten eigentlich die Ausbrüche in Alten- / Pflegeheimen sowie Krankenhäusern der Vergangenheit angehören. Wenn diese jetzt hoffentlich wegfallenden Hotspots nicht an anderer Stelle mit Öffnungen ausgeglichen bzw. konterkariert werden, wäre es vielleicht realisierbar.
Alten- und Pflegeheime haben zwar einen hohen Anteil an den Todesfällen und generell schweren Verläufen, aber der Anteil am gesamten Infektionsgeschehen ist sehr viel geringer
Daher werden die Impfungen der höchsten Altersklasse sicherlich nicht ausreichen, um uns angesichts der ansteckenderen Varianten wieder auf die richtige Spur in Richtung sinkender Inzidenzen zu bringen. Schon gar nicht mit den jetzt kommenden Öffnungen.
Wir laufen schon wieder genauso dämlich in die 3. Welle wie im Herbst in die 2.
__________________
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LidlRacer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 18:36   #19662
qbz
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 6.822
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
Alten- und Pflegeheime haben zwar einen hohen Anteil an den Todesfällen und generell schweren Verläufen, aber der Anteil am gesamten Infektionsgeschehen ist sehr viel geringer
Gut zu wissen, wenngleich gerade besonders hohe Inzidenzen gerne jeweils auf Ausbrüche (Hotspots) in Altenheime zurückgeführt werden.
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 18:45   #19663
Schwarzfahrer
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Benutzerbild von Schwarzfahrer
 
Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 3.121
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass es für die vom IWO-Institut bevorzugte Strategie (die du als theoretisch einstufst) bereits mehrere Länder gibt, in denen diese Strategie funktioniert, Menschen wieder zu tausenden dicht gedrängt in Musikkonzerten und Sportstadien ohne Masken stehen und die Wirtschaft in diesen Ländern (abgesehen von internationalen Touristikunternehmen und Fluggesellschaften) keine relevanten Einschränkungen mehr unterliegen.
Da wäre ich auf Beispiele gespannt, die keine Inseln mit minimalem und gut kontrollierbarem Grenzverkehr sind, und die nicht (wie Australien zuletzt) bei einer Handvoll Corona-Fällen gleich ins Lockdown tendieren. Zumindest ist das für mich keine Vision der Normalität, wenn man jederzeit darauf gefasst sein muß, alles herunterzufahren.
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Der private Konsum als wesentliche Triebfeder der Wirtschaft funktioniert im Sinne der Bedürfnishierarchie nunmal nur dann ohne Einschränkungen, wenn die Menschen keine existenzielle Angst vor der Zukunft und auch keine Angst vor Erkrankung haben.
Das kann man m.M.n. auch erreichen, wenn man das mediale Dauerfeuer reduziert, und positiver kommuniziert, daß die Mehrheit der Bevölkerung wenig Grund zur Sorge hat. Das ist allerdings nach einem Jahr gegenteiliger Berichterstattung in den meisten Ländern schwierig. Ich stelle mir gerade vor, was gewesen wäre, wenn seinerzeit bei HIV die Regierungen ähnlich düstere Prognosen abgegeben hätten, statt auf Aufklärung, Differenzierung und Risikogruppen orientierte Vorbeugung zu setzen
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Die Strategie des DIW (Leben mit dem Virus, Akzeptieren einer kontrolliert erhöhten Sterblichkeit durch Covid-19 und maximale Freiheit der Bevölkerung bei kontrollierter Inzidenz unterhalb von 50- eine Theorie die ich zu Beginn der Pandemie auch selbt teilweise präferierte) ist leider blanke Theorie, denn in 13 Monaten bisher hat es noch kein industrialisertes Land geschafft, die Inzidenz konstant in einem derartigen Bereich zu halten, ohne immer wieder weitgehende flächendeckende Lockdowns mit erheblichen Freiheitseinschränkungen der Bevölkerung dazwischen zu schalten.
Auch wenn es so mancher nicht mehr hören mag: Schweden hat es in meinen Augen geschafft, das Leben normaler weitergehen zu lassen, als die meisten anderen. Das ist nämlich das Maß der Dinge für mich, nicht Inzidenzzahlen, die mal mehr, mal weniger mit den wirklich schweren Fällen korrelieren.
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, dass die Bevölkerung in der Breite, wenn das Thema Covid-19 ständig die Schlagzeilen dominiert und ein gewisser Prozentsatz der intensivbetten ständig belegt von Covid-19-Patienten ist, besondere Konsumfreude entwickelt.
Für mich ist auch nicht die Konsumfreude im Vordergrund, sondern daß eine Vielfalt an Facetten des normalen Lebens erhalten bleibt, daß man den Mitmenschen nicht primär unter dem Aspekt der Virusübertragung körperlich meidet, sondern sehr wohl miteinander Arbeit, Kultur, Vereinsleben, Sport, Schule, etc. erlebt, ggf. mit gewissen Vorsichtsmaßnahmen. Konsum und Produktivität sind nur ein Teilaspekt dieser Vielfalt, die das Leben ausmachen und lebenswert machen - und auch die finanzielle Basis sichern, daß wir die Kranken auf Dauer so versorgen können, wie jetzt.
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Dass es unserer Wirtschaft aktuell halbwegs gut geht liegt alleine an der Konsumfreude der Chinesen, die bekanntlich eine radikale No-Covid-Strategie fahren.
Die Chinesen helfen aber weder Künstlern, noch Friseuren, noch all den vielen anderen, die in Kurzarbeit sind, deren Gaststätte pleite geht, den Kindern, die ihre Freunde nicht mehr sehen sollen. Großunternehmen haben als Ganzes genug Masse, um länger durchzuhalten - der Schaden ist vor allem auf einer anderen Ebene.
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Wesentlich besser wäre es, wenn auch der inländische Konsum nachhaltig wieder funktionieren würde, wofür Covid-19 (und die Angst vor Ansteckung) aus dem herkömmlichen Alltag der Menschen verschwinden müsste.
Dafür würde m.M.n. eine positivere Herangehensweise und Kommunikation, mit Schwerpunkt auf das möglicherweise Erreichbare viel mehr bringen, als die Fokussierung auf die denkbar schlechtesten Szenarien und auf irgendwelche Schuldigen am Infektionsgeschehen. Früher war mal die Vorstellung üblich, daß in katastrophenfällen die Regierung für positive Stimmung sorgen sollte, damit die Bevölkerung motiviert mithilft. Im letzten Jahr habe ich das Gegenteil erlebt.
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Unsere Entscheidungsträger präferieren seltsamerweise mit Ausnahme von Söder fast ausnahmslos die zweite Strategie. Selbst Merkel hat sich mehrfach explizit von einer NoCovid-Strategie distanziert.
Ja, das finde ich auch seltsam.
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
Schwarzfahrer ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2021, 18:49   #19664
Flow
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Registriert seit: 09.10.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 17.063
Zitat:
Zitat von Kälteidiot Beitrag anzeigen
mag sein, aber ich dachte das Ziel ist möglichst viele Menschen regelmässig zu testen. Da sollten die wenigen positiv Getesteten doch eindeutig einen Vorteil haben. Von mir aus sollten diese Leute dann auch noch weitere Vorteile haben.

Natürlich ist da Betrug Tür und Tor geöffnet. Oder?
Der Punkt war, daß nach frisch durchstandener Erkrankung eine Impfung wohl keinen soo großen zusätzlichen Vorteil mehr bringt ...
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Flow ist gerade online   Mit Zitat antworten
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