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Alt 07.05.2021, 20:33   #23361
sabine-g
Szenekenner
 
Benutzerbild von sabine-g
 
Registriert seit: 05.01.2015
Beiträge: 6.740
Schön dass das Niveau steigt.
Immerhin ist Wochenende vielleicht kann da auf der Piste ein bisschen Druck abgelassen werden.
__________________
Und manchmal denk ich mir so: Das ist aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung.
sabine-g ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2021, 20:39   #23362
AndrejSchmitt
Szenekenner
 
Registriert seit: 21.08.2017
Beiträge: 337
Hab gerade gelesen, dass bei 0,001% der AZ geimpften Thrombosen auftreten. Sprich 1:100k, und ich wollte am Montag gleich bei meinem Arzt anrufen er soll mir den Stoff reservieren, aber 1:100.000 ist ganz schön wenig, kommt mir verdammt gefährlich vor. Jetzt weiß ich woher der schlechte Ruf von AZ kommt. Wie hoch sind eigentlich die Risiken an Lungenkrebs zu erkranken und wie viele Bundesbürger rauchen eigentlich? Da ist 1:100.000 eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit. Bei 80Mio Deutschen sind das 800 Tote? Nix gegen die staatlich geförderten 130.000 Tabaktoten jährlich. Aber mei, wenns Steuern bringt.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-...rolle-102.html

Das bringt die Bevölkerung um, nicht Corona. Also auch, aber weniger Krass. Übersterblichkeit wird in paar Jahren nach oben schiessen, weil dann alle sterben die wegen dem Lockdown nur noch daheim hocken und am Tag 2 Schachteln Marlboro durchziehen. Aber das war dann keiner gewesen, was kann der Statt dazu wenn die freiwillig daheim poofen. Der 3-jährige inhaliert gleich mit.

War natürlich Spass, natürlich hol ich mir den AZ Stoff, 1:100.000, geht klar denke ich. Wobei in meiner Alter und Geschlechtsgruppe eher 1:100.000.000. Das Risiko nehm ich mal in Kauf.
AndrejSchmitt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2021, 20:50   #23363
AndrejSchmitt
Szenekenner
 
Registriert seit: 21.08.2017
Beiträge: 337
Zitat:
Zitat von sabine-g Beitrag anzeigen
Schön dass das Niveau steigt.
Immerhin ist Wochenende vielleicht kann da auf der Piste ein bisschen Druck abgelassen werden.
Ich weiß nicht wo du wohnst, aber die meisten Pisten dürften um 22Uhr die Bordsteine hochklappen. Gut, trifft man sich halt bei Bodo in der Gartenlaube zu Zehnt auf paar Bier. So lange bis Elke von gegenüber die Polizei ruft und die mir ner Hundertschaft die Party sprengen. Gefahr in Verzug und so.

Da fällt mir ein Witz ein: Wie bringt man die Polizei dazu im Görlitzer Park die ganzen Maroccaner (sind bestimmt auch ein paar % Deutsche und vielleicht ein paar % Nofri oder paar % Türken, ich möchte keinen Dealer diskriminieren) Dealer:innen die unbehelligt ihren Transaktionen nachgehen, zu kontrollieren? Man reißt ihnen die Maske vom Gesicht und schreit laut „Verbrecher!!!“ Zack, werden die einkassiert. Dann ist nix mehr Piste, all der gute Stoff, futsch! Oder wird ne Stunde von einem anderen Dealer:in wieder ausgebuddelt. Rechtsstaat und so
AndrejSchmitt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2021, 21:05   #23364
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 7.222
Zitat:
Zitat von RolandG Beitrag anzeigen
Insg. ca. 10 Millionen Personen (voll Geimpfte und Genesene) sind für Dich also nur "Auserwählte"? Worin soll die Solidarität bestehen, wenn die Voraussetzungen überhaupt nicht gegeben sind?

Solidarität kann man nicht staatlich erzwingen. Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand aufgerufen wird, aus Solidarität seine Rechte zeitweilig nicht wahrzunehmen, oder jemandem seine Rechte eingeschränkt werden, auch wenn die Voraussetzungen nicht vorliegen sollten.

Wer in der Wiederherstellung von Grundrechten nur eine "Verkürzung der Solidaritätszeit" sieht, hat mE im Politikunterricht nicht aufgepasst.
Es isst doch völlig unstrittig, dass es keinerlei Rechtfertigung gibt, dass Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte/Genesene wieder aufgehoben werden. Alles andere wäre völlig absurd. Das ist juristisch völlig klar.

Allerdings greift die juristische Betrachtungsweise - so richtig, wichtig und notwendig sie auch ist - alleinig zu kurz.

Die Frage ist, ob ein Staat, der aus sehr guten Gründen den Bürgern die Pflicht zur Solidarität abverlangt, selbst nicht auch verpflichtet ist, dafür zu sorgen, dass bei Möglichkeit den nicht Geimpften aber Solidarischen eine zumutbare Möglichkeit geboten wird, ebenso seine Grundrechte wahrnehmen zu können. Betrachtet man die Situation innerhalb Deutschlands, so macht der Staat das: Geimpfte werden negativ Getesteten gleichgestellt. Sich vor Besuch eines Geschäftes als Nichtgeimpfter einen Test zu besorgen, scheint zumutbar.

Diese Frage sollte man weiter aus einem ethischen Blickwinkel betrachten. Denn die Frage nach der Solidarität ist weder eine Juristische, noch eine Politische. Sie ist jedenfalls eine Soziale und insbesondere eben auch eine Ethische. Solidarität ist keine Einbahnstraße. Solidarität ist geliehenes Vertrauen wenn man so will. Letzteres will man wieder zurück. Jürgen Habermas hat sinngemäß mal gesagt, es ging um die Solidarität in Europa: Solidarität bedeutet zugunsten anderer auf seine Rechte zu verzichten, im Vertrauen darauf, dass sich der andere in ähnlicher Situation ebenso verhält. Die Solidarischen dürfen also darauf vertrauen, dass die Geimpften - freilich vertreten durch den Staat - dieses Vertrauen zurück geben. Die o.g. Möglichkeit ist so etwas, ist eine Rückzahlung. Das macht der Staat an dieser Stelle richtig und gut. Das eint die Gesellschaft und spaltet sie nicht (noch weiter).

Ethisch Problematisch ist, dass der Staat für die Geimpften die Einreisequarantäne wegfallen lässt, man sich aber nicht in zumutbarer Weise als nicht Geimpfter von der Einreisequarantäne befreien kann. Verschärft wird dieses Problem dadurch, dass Menschen, die aus beruflichen Gründen nicht länger als 48h in einem Risikogebiet waren, diese Möglichkeit allerdings schon haben.

An der Stelle klingt das willkürlich, denn die Ansteckungsgefahr ist nicht davon abhängig aus welchen Gründen sich jemand im Ausland aufhält oder ob er dort 48 oder 96 Stunden war. Die Ansteckungsgefahr hängt einzig von der Kontaktsituation ab. Aus diesem Grunde schränkt der Staat ja Kontakte auch ein. Diese Maßnahme ist geeignet. Es ist das Argument des Staates. Ein Triathlet, der 1 Woche im Radtrainingslager ist, hat nach allgemeiner Lebenserfahrung weniger problematische Kontakte, wenn er den ganzen Tag quer durch Lanza radelt, als ein Geschäftsmann der 48h in Paris in einem Konferenzraum ein Meeting nach dem anderen hat. Hier klingt das also auch nicht nur willkürlich, sondern es scheint, als würde hier Gleiches nicht gleich behandelt.

Eine weitere Schärfe bekommt dieses Problem dadurch, dass nicht mal in den Landkreisen, in denen bereits nahezu alle Prio 1 und 2 Personen mindestens Erstgeimpft sind (wir erinnern uns: sehr hoher Schutz vor Hospitalisierung und schwerem Verlauf), die Impfreihenfolge aufgehoben wird. Der Staat enthält auch hier den Personen der Gruppe 4 die Chance auf eine Impfung vor. Das Angebot sich mit AZ Impfen zu lassen ist wenigstens für die Menschen, bei denen dieser Impfstoff nach STIKO nicht angewandt werden soll, zynisch.

Leider muss man zum Schluss auch die Medien in die Pflicht nehmen, die über Neid und Missgunst schreiben. Leider oft oder wenigstens manchmal ohne jegliche Sachkenntnis der Begriffe. Es ist ein gewaltiger Unterschied ob man über Neid spricht oder über Missgunst oder über Gerechtigkeit/Ungerechtigkeit. Dieses Verständnis scheint mir aber für die Debatte wichtig. Die Ethikratsvorsitzende Buyx hat Markus Lanz, der das auch nicht verstanden hat, zu recht darauf deutlich in seiner Sendung hingewiesen.

Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2021, 21:17   #23365
iaux
Szenekenner
 
Benutzerbild von iaux
 
Registriert seit: 18.08.2013
Beiträge: 621
Zitat:
Zitat von Helmut S Beitrag anzeigen

Die Frage ist, ob ein Staat, der aus sehr guten Gründen den Bürgern die Pflicht zur Solidarität abverlangt, selbst nicht auch verpflichtet ist, dafür zu sorgen, dass bei Möglichkeit den nicht Geimpften aber Solidarischen eine zumutbare Möglichkeit geboten wird, ebenso seine Grundrechte wahrnehmen zu können. Betrachtet man die Situation innerhalb Deutschlands, so macht der Staat das: Geimpfte werden negativ Getesteten gleichgestellt. Sich vor Besuch eines Geschäftes als Nichtgeimpfter einen Test zu besorgen, scheint zumutbar.

Mir gefällt dein Beitrag. Aber einen Punkt sehe ich nicht gegeben. Geimpfte haben deutlich mehr Rechte als Getestete. Siehe Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen.
__________________
Doper stinken. Alle. Immer!
iaux ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2021, 21:39   #23366
AndrejSchmitt
Szenekenner
 
Registriert seit: 21.08.2017
Beiträge: 337
Zitat:
Zitat von iaux Beitrag anzeigen
Mir gefällt dein Beitrag. Aber einen Punkt sehe ich nicht gegeben. Geimpfte haben deutlich mehr Rechte als Getestete. Siehe Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen.
+1 Same Same
AndrejSchmitt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2021, 06:41   #23367
Helmut S
Szenekenner
 
Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 7.222
Zitat:
Zitat von iaux Beitrag anzeigen
Mir gefällt dein Beitrag. Aber einen Punkt sehe ich nicht gegeben. Geimpfte haben deutlich mehr Rechte als Getestete. Siehe Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen.
Das stimmt. Das habe ich schlicht vergessen zu thematisieren. Danke für den Hinweis.

Ich wollte das noch schreiben an dem Punkt an dem ich sagte:

Zitat:
dass bei Möglichkeit den nicht Geimpften aber Solidarischen eine zumutbare Möglichkeit geboten wird
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum das wohl so ist wie du schreibst. Ich meine, es hat zwei Gründe. Zum einen ist das Vorhandensein von negativen Tests gerade im Privaten ja praktisch nicht zu kontrollieren. Dagegen ist beim Einkauf ja der Besitzer/Betreiber in der Pflicht. Hier ist eine Kontrolle operationell wie rechtlich leicht möglich.

Zum anderen ist die Kontaktbeschränkung ja die zentrale Maßnahme der Pandemiebekämpfung, auf die auch die Ausgangsbeschränkung zielt. Eine ethische (ggf. auch juristische) Abwägung könnte hier dazu geführt haben, dass der Ungeimpfte keine Möglichkeit bekommt sich quasi frei zu testen - die Pandemie ist noch nicht zu Ende.. Der Staat verlangt hier weiter Solidarität.

Was ich noch anmerken wollte. Ich halte es für unglücklich, über „Rechte für Geimpfte“ zu sprechen. Es geht bei der ganzen Sache doch viel mehr um Möglichkeiten für Ungeimpfte trotz anhaltender Pandemie. Und es geht auch darum, die Arbeit des Staates an der Stelle unter den Gesichtspunkten Gerechtigkeit und Gleichheit ethisch zu bewerten.

Helmut S ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2021, 07:00   #23368
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 16.022
Zitat:
Zitat von iaux Beitrag anzeigen
Mir gefällt dein Beitrag. Aber einen Punkt sehe ich nicht gegeben. Geimpfte haben deutlich mehr Rechte als Getestete. Siehe Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen.
Geimpfte haben auch mit wesentlich größerer Wahrscheinlichkeit als Negativ-Getestete kein Covid-19, sind also keine Überträger.

Mit Schnelltests kann man Covid-19 an fünf der durchschnittlich acht infektiösen Tagen eines typischen milden Covid-19-Krankheitsverlauf nachweisen, d.h. eigentlich infektiöse Menschen rutschen an drei ihrer 8 Tagen mit einem negativen Test durch eine AG-Kontrolle und erhalten zu Unrecht einen negativen Schnelltest.

Dieses Risiko (infektiös zu sein trotz doppelter Impfung) ist bei Geimpften gravierend geringer. Übrigens auch wesentlich geringer als bei "Genesenen".
__________________
balancing triathlon with life

www.funkfamily.de
Hafu ist offline   Mit Zitat antworten
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