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Alt 07.09.2021, 10:22   #1
badenonkel28
 
Beiträge: n/a
Berichte Roth 2021

Hallo zusammen,
da im anderen Roth Faden nur noch über die länge diskutiert wird stelle ich hier nochmals meinen Bericht rein.
Vielleicht fühlt sich noch jemand ermuntert es mir gleich zu tun.

Hier mein Bericht zu meiner ersten Langdistanz. Spoiler: Ich habe es geschafft.

Letzte Woche Freitag war ich morgens noch beim Physiotherapeuten der mich nochmal eingestellt hatte. Gegen 9 Uhr war ich damit fertig und habe mich mit meiner Freundin auf den Weg nach Roth gemacht. Schon die Fahrt nach Roth war spannend, da unser BMW i3 uns angezeigt hat, dass wir nicht ankommen. Laut meiner Berechnung müssten wir aber sehr gut in Roth ankommen. Wir haben die Meldung von BMW ignoriert und sind dann gegen 13:00 Uhr am Festplatz in Roth angekommen. Vorher hatten wir noch eine Ladesäule gesucht und hatten keine gefunden. Die einzigen beiden die wir gesehen haben waren die auf dem VIP Parkplatz direkt vor dem Festplatz. Eine davon haben wir dann auch genommen, der nette Security Mitarbeiter hat uns auf den Platz gelassen.
Wir mussten dann unseren Nachweis vorzeigen, dass wir Geimpft sind. Dies hat keine Minute gedauert, dann waren wir auch schon auf den Festplatz. Hier habe ich mir erstmal die Stände angeschaut und habe mir dann meine Startunterlagen abgeholt. Hier war alles gut organisiert. Es gab keine Schlange bzw. war eine Person vor mir dran. Dann habe ich mir noch das personalisierte Finishershirt angeschaut und beschloss, dass dieses Shirt mir keine 50€ Wert ist.
Da unsere Mägen schon ganz schön gegrummelt haben, sind wir ins Hotel gefahren um unser Zimmer zu beziehen und was zu Essen. Anschließend haben wir die restliche Zeit bis zum Abendessen nur gechillt und ich habe mich noch gedehnt. Nach dem Abendessen wollte ich mein Rad nochmals zusammen bauen und checken ob alles tut. Und was ist? Es war nicht alles in Ordnung. Das Hinterrad hat an der Bremse geschliffen und die Kette am Umwerfer.
Am Samstag wollte ich schnell zum Radsport Buchstaller damit er diese Probleme behebt. Also gab es ein gutes Frühstück bereits um 7 Uhr. Wir waren dann um 9 Uhr beim Buchstaller. Es hieß es dauert 30 Minuten, nach 90 Minuten kam der Anruf, es sei etwas mehr zum richten. Das Hinterrad hat einen Seitenschlag, der Akku war leer (am Abend vorher noch nicht), die Kette muss getauscht werden und dann könnte er das Rad auch einstellen. Also alles beauftragt und ich sollte circa 2 Stunden später wieder kommen. Wir sind dann wieder nach Roth gefahren wo wir erneut auf der Triathlonmesse geshopt haben. Es hielt sich aber in Grenzen. Eine Mütze, ein Visor, eine neue Badehose und eine dickere Badekappe und zwei gratis Kaffee bei Ryzon.
Wir konnten auch einen Blick in das Stadion wagen - pure Gänsehaut!
Nach einer Stunde kam bereits der Anruf vom Buchstaller. Also zurück nach Hilpoltstein. Mein Rad abgeholt und einen sehr fairen Preis dafür gezahlt (Ultegra Kette mit allen Servicedienstleistungen 68€). Mit dem Rad bin ich dann zur Wechselzone 1 geradelt. Dummerweise ist mir unterwegs meine FFP2 Maske aus der Tasche gefallen. Dies habe ich aber erst beim Einlass gemerkt. Aber auch hier wurde mir sofort mit einer neuen Maske geholfen.
Ich habe dann mein Rad abgestellt und meine Lauftasche abgegeben und bin einmal vom Wasserausstieg durch das Wechselzelt zu meinem Rad gelaufen.
Nachdem einchecken stand eine Laufeinheit von 30 Minuten an, damit ich nicht ganz eingerostet an den Start gehe. Dies habe ich am Kanal absolviert. Tolle Laufstrecke auch wenn kein Wettkampf ist.
Jetzt ging es wieder ins Hotel. Dort habe ich dann gegessen und einen Mittagsschlaf gemacht (einen Tag vor dem großen Rennen war ich so entspannt, dass ich Mittags schlafen konnte *kopfschüttel*). Danach sind wir zum Abendessen ins Hotel Restaurant und haben sehr gut gegessen. Gegen 20:30 Uhr waren wir wieder im Zimmer und haben die letzten Vorbereitungen getroffen. Ich bin dann um 21:20 Uhr ins Bett und war auch sofort weg. Und bin bis 3:45 Uhr nur einmal wach geworden. Ich habe gemütlich gefrühstückt und anschließend noch alles erledigt was ich geplant hatte.
Am Sonntag ging es dann zur Wechselzone 1, man war ich nervös.
Dort angekommen mussten alle Teilnehmer die letzten Meter Laufen. Es war hier sehr dunkel. In normalen Jahren wenn der Wettkampf im Juli stattfindet geht das vielleicht gut mit dem hingehen, aber jetzt war es zu dunkel. Ich bin dann mit jemanden gelaufen, der eine Stirnlampe dabei hatte. Damit ging es sehr gut. In der Wechselzone bin ich dann zu meinem Rad und es war komplett nass. Ist eigentlich auch egal gewesen, aber jetzt wusste ich, warum Anne hier Mülltüten drüber gezogen hat. In der Wechselzone hat man dann auch die Profis gesehen. Was ich richtig schön fand, war eine Situation, bei dem Patrick sein Reifen nicht alleine aufgepumpt bekommen hat und Sebi ihm geholfen hat. Sebi ist Sportsmann! Die Stimmung war auch schon richtig gut, der Moderator hat gute Musik gespielt, die Sonne ging langsam auf und es wurden ein paar Interviews gegeben.
Dann habe ich meinen Bike-Beutel abgelegt und bin zum Schwimmstart gegangen. Auf dem Weg dorthin noch schnell den After-Race Beutel abgegeben und schon stand ich in der 4. Startgruppe. Hier hat es mir nicht gefallen, dass wir unsere Schuhe ausziehen und so früh wegwerfen mussten. Die Masken durften später entsorgt werden. So mussten wir alle mit nackten Füssen 10 Minuten oder so in der Kälte stehen. Aber auch das ging vorbei und wir durften in das warme Wasser. Es war wirklich erstaunlich warm, lag vermutlich an den 10 Grad der Luft. Und schon ging es los.
Ich habe mich beim Schwimmen aus allem raushalten wollen, da ich ein schlechter Schwimmer bin. Das hat in meiner Startgruppe auch gut geklappt. Nur als mich dann die nächste Startgruppe eingeholt hatte, war es nicht mehr so lustig. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kurz vor der Wendeboje, hat meine Uhr vibriert. Ich dachte mir, dass kann nicht wahr sein. 500 Meter waren hier erst rum. Also durchbeißen. Ich wurde noch von weiteren Startgruppen überholt und habe mich innerlich schon auf das Radfahren gefreut. Nach 1:20h bin ich aus dem Wasser gekommen, habe mein Beutel genommen und bin ins Zelt gelaufen. Dort wollte ich schnell den Neoprenanzug ausziehen und da passierte es. Ein richtig heftiger Krampf in der rechten Wade. Die Helferin hat mir geholfen und so konnte ich dann zum Rad humpelt. Ich habe das Rad sehr langsam aus der Wechselzone geschoben. Ich bin auf mein Rad gestiegen und von hinten ist Torso an mir vorbei geschossen. Wahnsinn wie der loslegt, dachte ich mir. Ich habe gleich auf der Brücke meinen ersten Schluck von meiner Pampe genommen.
Das Radfahren war am Anfang echt kalt. Ich habe den Fehler gemacht, meinen Einteiler unter den Neo anzuziehen. Einige andere haben das besser gelöst und haben sich komplett abgetrocknet und sind dann in den trockenen Einteiler gestiegen. Was gelernt für das nächste Mal. Die ersten 20 Kilometer habe ich gefroren. Nur die leichten Hügel haben es etwas angenehmer gemacht. Dann stieg die Temperatur aber an und es wurde ein richtig schöner Radtag. Unterwegs habe ich Torso wieder eingeholt, auch Erik Meier (Der Fussballer) war immer wieder kurz vor oder hinter mir. Es hat viel Spaß gemacht. Die Ernährung hat aber nicht so geklappt, wie erhofft. Wenn ich was von der Pampe gegessen habe, musste ich aufstoßen und der Magen hat ab Kilometer 110 oder so dicht gemacht. Ich habe dann deutlich rausgenommen und bin ruhiger gefahren. Allerdings hat dies nur teilweise was gebracht. Ich habe circa 100ml zu wenig zu mir genommen. Ich vermute, dass ich am Anfang zu viel gegessen habe und dadurch am Ende das Problem hatte. Die zwei Runden waren irgendwann geschafft und ich bin unter 5 Stunden vom Rad abgestiegen, besser gesagt runter geflogen. Ich war zu schnell zur Dismount Linie gefahren und habe zu stark gebremst, so dass ich fast hingeflogen wäre. Der Helfer hat mich aufgefangen. Ich bin sehr froh, dass es ein Mann wie ein Bär war und keine kleine Person.
Das Rad wurde weggebracht und ich habe meinen Beutel geholt und bin ins Wechselzelt. Hier hat mir eine nette Frau den Beutel ausgeschüttet und meine Radsachen eingepackt.
Dann ging es los. Der erste Kilometer ging eigentlich noch, aber schon der zweite hat sich angefühlt wie Kilometer 40 beim Solo Marathon. Die Laufstrecke am Kanal entlang ist super. Schattig, eben und dieses Jahr auch fast windstill. Die Versorgungsstationen waren auch gut organisiert und auch immer dann da, wenn man eine gebraucht hat. Mein Ernährungsplan sah vor, dass ich nach 30 Minuten, 90 Minuten und 150 Minuten jeweils 40ml meiner Pampe esse und danach mit Cola überlebe. Bereits nach der ersten Portion der Pampe musste ich mich übergeben und mein Ernährungsplan war dahin. Ab da war es nur noch ein Krampf. Ich habe nach 100 Minuten die zweite Pampe gegessen und musste kurz darauf aufs Dixi. Hat also auch nicht geklappt. Ich bin dann ziemlich leer gelaufen und ab Kilometer 25 bin ich auf ISO vom Veranstalter umgestiegen. Das hat dann auch gut klappt. Ich konnte ab Kilometer 30 gut laufen. Bei Kilometer 36 habe ich auf die Uhr geschaut und kurz hochgerechnet. Wenn ich jetzt einigermaßen gut über die Runden komme, dann schaffe ich es in unter 11 Stunden. Das Ziel war also gesetzt und ich bin die schnellsten 6 Kilometer des Tages für mich gelaufen. 5:20min/km war für den körperlichen Zustand super.
Dann ging es nur noch ins Ziel. Leider war das Gefühl nicht so wie erwartet. Die übermäßige Freude kam nicht auf. Ich war einfach zu kaputt.
Nachdem Zieleinlauf habe ich die Medaille bekommen und das Finishershirt. Das Glas habe ich aber vergessen und auch das Essen war im Ziel für Veganer nicht so toll. Ich hatte aber eh kein Hunger. Ein Becher Erdinger Lemon hat mir gereicht. Da es aus bekannten Gründen keine Duschen gab, bin ich schnell ins Hotel gefahren. Habe mich frisch gemacht und noch schnell ein Brötchen gegessen - mehr ging nicht.
Dann zur Wechselzone 2 und die Beutel und das Rad abgeholt. Ich weiß nicht wie es sonst organisiert ist, aber das war perfekt. Bis jetzt war ich nur einmal bei einem IM 70.3 und das war eine Katastrophe. Dort wurden die Räder nach der Ankunftszeit in die Wechselzone 2 abgestellt. Das weiß ich doch nicht mehr. Hier in Roth hat man seine Nummer gesagt und ist in Richtung Beutel gelaufen und die Beutel und das Rad wurden einem einfach gereicht. Besser geht es nicht - Steigerung wäre nur noch, wenn das Rad schon geputzt wäre *g*.
Als Abschluss des Tages wollte ich mir das Feuerwerk anschauen. Da aber die Innenstadt sehr weiträumig gesperrt war und meine Beine keinen Kilometer mehr laufen wollten. Sind wir ins Hotel und haben das Feuerwerk online angeschaut.
In Summe eine sehr schöne Veranstaltung.
Meine erste Langdistanz geschafft!
Ich freue mich auf die nächste.
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Alt 07.09.2021, 10:37   #2
badenonkel28
 
Beiträge: n/a
Habe den Bericht von osarias auch hier rein gepackt!
Zitat:
Zitat von osarias Beitrag anzeigen
Hallo,

ich möchte auch einen kurzen Bericht geben.

Eine super Veranstaltung bei der alles seitens Veranstalter Orga für mich gepasst hat!

Leider konnte ich meinen Zielen nicht treu bleiben, hier meine Erfahrungen von meinen allerersten Triathlon.

Zum Start:

Aufstehen 03:15Uhr um inklusive Autofahrt um ca 05:30Uhr am Start zu sein. Doch ein paar Meter zu laufen mit 2 Schweren Beuteln und sehr nassen und kalten Füßen bis zum Start (Hier würde ich einiges anders machen das nächste Mal). War wohl nicht nötig sogar noch einen Ersatzreifen und viele andere Sachen mitzuschleppen. Auch Wasser um den Neo zu fluten usw hatte ich dabei. Hab mich vermutlich zu sehr verrückt gemacht, hatte sogar Kleber mit falls am Neo beim anziehen was kaputt gehen würde.

Schwimmen:

Ich bin in einer sehr frühen Startgruppe gelandet und wusste so gar nichts darüber wie das werden wird. Hatte mich so in der Mitte positioniert was sich als Fehler heraus stellte.
Das Anfangstempo war zwar in Ordnung aber ich musste einiges an Wasser schlucken und folglich irgendwann aus Luftmangel den Swimmstil zeitweise ändern. Die ersten 400 Meter würde ich folglich als hart bezeichnen.
Bisschen verwirrt haben mich außerdem die Bojen, warum stellenweise 2 Bojen nebeneinander waren usw. Der Nebel hatte die Sicht durchaus etwas eingeschränkt.
Nachdem ich mich nach 400Meter wieder sortiert hatte konnte ich dann schön mein Tempo schwimmen.

Wechsel:

Der Wechsel war in Ordnung, sehr nett das einem geholfen wurde seine Sachen zu sortieren. Hatte aber wohl zuviel Zeuges im Beutel was ich dann gar nicht gebraucht hatte

Radfahren:

Absolut defensives Pulsgesteuertes Pacing von Beginn an, da mir bewusst war, dass andere Personen aus meiner Startgruppe sicherlich schneller sind und ich mich nicht ziehen lassen wollte. Meine Verpflegung war auf 15 minütlich ausgelegt und habe ich direkt begonnen. Hatte 500gr Malto aufgelöst in 1,5 Liter Wasser mit Iso und Salz Zugabe am Rad und dazu natürlich normales Wasser getrunken. Bei der ersten Verpflegungsstation habe ich das mal getestet wie es läuft was entgegen zu nehmen. Hat gut geklappt. Bei Kilometer 30-40 hab ich einen Höllen Krampf an einem Anstieg ins Bein bekommen und diesen fast nicht in den Griff bekommen. (Ich hatte bisher noch NIE Krämpfe, echt ärgerlich). Das Ganze wiederholte sich leider mehrfach und hat dazu geführt das ich etwas Oberlenker fahren musste. Der Verpflegung bin ich treu geblieben aber irgendwie hab ich das bisher häufig probierte an diesem Tag nicht so vertragen. Ständig saures aufstoßen und Unwohlsein.

Wechsel:

Auch der Wechsel war durch die Helfer super, allerdings hat hierbei mein Oberkörper sowie meine Beine heftig gekrampft das ich kaum mehr aufgekommen bin

Laufen:

Bis Kilometer 10 war das nach holprigen ersten Schritten dann doch in Ordnung bis sich mehr und mehr Übelkeit breit machte. Meine im Wechselbeutel platzierte Laufverpflegung konnte ich nicht mehr anrühren. Bei Kilometer 13 dann ging es los mit übergeben, was tatsächlich gut getan hatte, allerdings sind auch die Krämpfe wieder gekommen. Ab da musste ich Widerwillen Gehpausen einlegen da ich auch an den Verpflegungsstationen nichts mehr rein bekommen hatte. Hab dann mit mir selbst ausgehandelt das ich immer mindestens 500meter laufe bevor wieder gegangen wird. Nach und nach konnte ich mich wieder dezent verpflegen bin aber nicht mehr richtig ins laufen rein gekommen und hab meine gewünschte Zielzeit leider so richtig verfehlt. Nicht ins Ziel zu kommen war aber keine Option und es hat schlussendlich geklappt. 😊

Fazit: Ich würde es wieder machen - aber mir ist immer noch nicht klar was schiefgelaufen ist, dass gleich in der Anfangsphase ohne druck zu machen, Krämpfe und Magenprobleme auftreten. Mal sehen ob ich das noch verstehen werde. Geiles Gefühl im Stadion ins Ziel getragen zu werden. Danke an alle Helfer und auch an jeden einzelnen der angefeuert hat!!!
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Alt 07.09.2021, 12:23   #3
badenonkel28
 
Beiträge: n/a
Und noch ein Bericht.
Zitat:
Zitat von spirnix Beitrag anzeigen
Dann schreib ich doch auch mal ein paar Sätze.

Für mich nämlich eine neue Erfahrung: hatte das erste Mal Probleme mit der Ernährung. Hab eigentlich nichts anders gemacht als sonst bei langen Ausdauerwettkämpfen (schließe da mal Ultratrail Läufe mit ein). Aber irgendwann ging oben nichts mehr rein, bzw. netto oben mehr raus als rein. Hatte ich noch nie.

Vielleicht war es die Umstellung auf die Power Bar Ernährung (habe jahrelang Squeezy genommen), bzw. einfach nicht ausreichend daran gewöhnt. Eigentlich ist das ja alles das gleiche. Aber egal - es war halt so.

Die große Erfahrung: ich hab's trotzdem überlebt (fühlte sich zeitweise nicht so an) und nach 2h mit abwechselndem Laufen/Joggen und Gehen ging es die letzten 10km trotz der kleinen Hügelchen dann wieder gut. Ich hab mich mit kleinen Cola Portionen und Wassermelone wieder erholt und bin aufrecht mit einer Stunde "Verspätung" ins Ziel gekommen (10:30 bzw. 10:15 wegen der Verkürzung waren mal grobes Ziel).

Ich hab früher nie verstanden, was andere Athleten meinen, wenn sie von Problemen mit der Ernährung/Magen sprechen. Dachte mir insgeheim immer: die sind halt alle vom Nervengerüst her vielleicht bisschen weniger stabil bzw. sollten dann halt mal lieber auf die kürzeren Distanzen gehen. Zumindest wenn sie die langen Sachen nicht vertragen:-)

Jetzt weiß ich es. Ich war echt am Ende.

Meine Frau habe ich schon auf der Strecke angefleht, dass sie in Zukunft alles tun wird, um mich von solchen Wettkämpfen abzuhalten.

Und ich hab mich final nur dadurch ins Ziel gerettet, weil ich mir eingeredet habe, so etwas dann NIEEEEEE wieder im Leben machen zu müssen. Und mir selbst versprochen habe, dass das nun wirklich die allerletzte Langdistanz war.

Naja, mit dem Abstand von 2 Tagen sehe ich das schon wieder deutlich anders.
Und ich hoffe, dass meine Frau sich nicht mehr daran erinnert, worum ich sie auf der Laufstrecke angefleht habe.

Danke Roth, ich komme wieder !!!
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