Kann, soll oder darf die künstliche Intelligenz das menschliche Denken substituieren? - Seite 87 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Trotzdem sind in den anderen 80% eines SW Projektes noch da und entscheidend. Freilich, auch hier sehe ich Möglichkeiten des KI Einsatzes. Ich kann mir z.B. schon vorstellen, dass ein KI Agent die Infrastruktur eines Unternehmens analysiert und Architekturentscheidungen trifft. Ich hätte an der Stelle aber das Bedürfnis eine Security Debatte zu führen. Auch in der QS kann ich mir einiges vorstellen. Ggf. sogar auch in CD/CI bzw. DevOps Prozessen.
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Mit Claude Code kannst du im Handumdrehen mehrere Agenten losschicken. Der eine kümmert sich um die Architektur, der andere um das Frontend, einer um das Backend, einer um das Testing, der andere um CI. Wenn sie sich einig sind, bekommst du das Ergebnis und kannst es abnicken oder sie noch eine Runde drehen lassen. Ich habe das selbst ausprobiert. Hat ca. 30 min gedauert. Währenddessen habe ich einen alten James Bond angeschaut. Am Ende lief die App nicht. Ich musste 2 Zeilen codieren (Uff! Ist das nervig!) und dann lief die App wieder.
Ich bin nur ein einfacher Mathematiker und fand Codierung schon immer lästig. In letzter Zeit habe ich aber das Gefühl, dass sich da einige Informatiker-Kollegen auf den Schlips getreten fühlen, weil ihre Programmierkünste bei weitem übertroffen werden.
Nun ja, jetzt werden sie halt Architekten und Designer. Damit retten sich sie eine Weile, mehr aber nicht. Ich denke, sie ahnen das auch.
Der eine kümmert sich um die Architektur, der andere um das Frontend, einer um das Backend, einer um das Testing, der andere um CI.
Ich vermute, dass was du da machst ist nicht viel mehr als Spielerei. Was ist denn das für ein Softwaresystem, dass du da im im "handumdrehen" auf die Füße gestellt hast? Kannst du das bitte von der Architektur her und von der Integration in die Systemlandschaft beschreiben? Du kannst es gerne in Github einchecken und das Repo freigeben, so dass ich drauf schauen kann. Würde mich interessieren. Auch der/die Prompts wären interessant.
Zitat:
Zitat von keko#
Ich bin nur ein einfacher Mathematiker und fand Codierung schon immer lästig. In letzter Zeit habe ich aber das Gefühl, dass sich da einige Informatiker-Kollegen auf den Schlips getreten fühlen, weil ihre Programmierkünste bei weitem übertroffen werden.
Meine Wahrnehmung ist ebenfalls, das Coding lästig ist. Ich persönlich kenne auch keinen diplomierten Informatiker der das anders sieht. Alle die ich kenne, die noch coden müssen(!), freuen sich über den Fortschritt. Auch sind sie aus (meist schlechter) Erfahrung heraus aber vorsichtig mit Code, für den sie sich verantworten müssen. Ich fürchte du umgibst dich schlicht mit den falschen Leuten. Könnte das sein? Was haben die den für Qualifikationen, die sich auf den Schlips getreten fühlen?
Ich vermute, dass was du da machst ist nicht viel mehr als Spielerei. Was ist denn das für ein Softwaresystem, dass du da im im "handumdrehen" auf die Füße gestellt hast? Kannst du das bitte von der Architektur her und von der Integration in die Systemlandschaft beschreiben? Du kannst es gerne in Github einchecken und das Repo freigeben, so dass ich drauf schauen kann. Würde mich interessieren. Auch der/die Prompts wären interessant.....
Das führt jetzt zu weit. Es war ein mehrere Jahre alte Applikation in Form von "runterprogrammiert", die Claude Code auf das Controller-Service-Repository-Muster umgestellt hat und Test einbaute (gab es gar nicht). Claude hat vorab 4 Manntage geschätzt. So in etwa hätte ich das auch von einem Programmierer angenommen. Insgesamt habe ich dann die Länge von einem James Bond Film gebraucht.
In meinen Prompts steckt natürlich ein wenig Wissen drin. Aber der Zeitgewinn war einfach umwerfend. Man muss nichts mehr Codieren und kann sich um wirklich wichtige Dinge kümmern und ist völlig unsgestresst. Fantastisch!!
Ja, genau. Dafür ist das super! Der Produktivitäsgewinn ist gigantisch.
Ein anderes Beispiel: OpenClaw, den Peter Steinberger via VibeCoding mit Claude in ca. 82 Tagen entwickelt hat, hatte zu dem Zeitpunkt ungefähr 700.000 Zeilen Code. Knapp 600.000 sind von Peter Steinberger, der Rest von der Community. Ein absolutes Monster, ne Menge Sixherheitbedenken und kaum vernünftig wartbar.
Das Projekt nanoclaw des erfahrenen Entwicklers Gavriel Cohen, hat OpenClaw sicher gemacht und den Code stark „umgestellt“ und „entkernt“. nanoclaw hatte danach geschätzt irgendwas zwischen 500 und 1000 Zeilen Code.
Kritik, Kompetenz und mitdenken schadet also sicher nicht.
Der Treppenwitz ist, dass Peter Steinberger nun zu OpenAI gewechselt ist. Ganz sicher für ein recht karges Brot.
Klar, der wird die Aufgabe erfüllen, aber im Studium habe ich auch gelernt dass man beim programmieren auch Codes erstellen kann die die Aufgabe schneller und/oder mit weit weniger Speicherplatz erledigen als andere.
Sieht man ja auch wenn man sich mal App-Größen auf dem Handy anguckt. Da hab ich z.B. Numbers, Pages oder Keynote mit je ca. 600MB, schon recht umfangreiche Anwendungen. Knapp darunter steht eine App mit 550MB die nichts mehr kann als aus der Ferne meine Klimaanlage zu bedienen. Oder 408MB die App für meine Waschmaschine. Und dann gibt's ne Apple TV-App mit aberwitzigen 12,7MB.