Vielleicht polarisiert sich auch das Angebot: Sehr günstige Einsteiger-Räder und sehr teure Race-Maschinen.
Hmm, also wenn ich in meiner Ecke auf die Straße gucke ist das Einsteiger-Rad nicht mehr existent. Die Männer mit Geld und Bauch in der Midlife-Crisis fahren die teuren Rennräder, das Einstiegssegment hat sich fast völlig Richtung Gravel-Rad verschoben.
Manchmal ist aber auch die Frage ob man um jeden Preis wachsen muss oder ob man nicht von der finanzstarken Klientel die alle paar Jahre ein paar Scheine mehr für Carbon auf den Tisch legt auch sehr gut leben kann. Triathleten sind eher finanzstark und wenn man anguckt wie viele es alleine in D gibt keine so kleine Nische. Zumal die meisten auch noch mehr als ein Rad haben.
Also ich investiere definitiv lieber in Carbon als Gold
Vielleicht sollte die Menschheit einfach mal wieder den Kopp einschalten und überlegen, welchen Gegenwert für 10 Mille sie wo bekommen.
(Zumals ja mit dem nackerten Fahrrad dann auch noch lange nicht getan ist)
Ein Motorrad, und da kriegt man fürs gleiche Geld schon was recht schnittiges, macht schon auch Spass, n gebrauchter Camper bietet unheimlich viel Freizeitwert oder man kriegt schon ziiieemlich viele Skitage für die Kohle zusammen.
Was im Gegensatz dazu an einem Fahrrad für 10k€ dran sein soll, kapier ich seit Jahren schon nicht und auch nicht erst seit fünfstellige Preisschilder eher die Regel als ne Ausnahme sind.
Es sind ja auch nicht nur die Rennräder, die angezogen haben und wo man n bissl Exotik und technische Finessen in die Waagschale werfen könnte und über die allgemeine Preissteigerung geht diese preisliche Entgleisung auch deutlich hinaus.
Das ist halt ein generelles Problem, wenns nicht mehr um einen reellen Gegenwert für nen Preis X geht, sondern nur noch um nen monatlichen Abschlag mit nur nem indirekten Zusammenhang mit der Zahl aufm Preisschild.
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
Nen Porsche ist halt auch nur ein Auto das einen von A nach B bringt.
Im Hobbybereich wo man auch mehr Geld investiert ist das das eine. Wenn ich mein Canyon vom letzten Jahr mal vergleiche mit meinem Cannondale von 2008, beide so obere Mittelklasse, jeweils Ultregra, gute Aero-Laufräder ... dann ist der Preisanstieg irgendwo noch normal. 16 Jahre auf 3% Inflation sind 60% drauf, die Relation passt.
Prozentual viel krasser finde ich die unteren Preissegmente. So ein einfaches Endurance-Rennrad mit 105er (ggf. DI2) gegen ein Einsteigerrennrad vor 16 Jahren, da steht locker mehr als das Doppelte bei vielen Herstellern. Und das kann ich nicht mit einer Scheibenbremse oder elektronischer Schaltung begründen, das sind in der Klasse immer noch günstige massengefertigte Teile, keine vollintegrierten Cockpits oder supderuper Aerorahmen mit hunderten Stunden Entwicklung oder Windkanal.
Wenn ich gucke was ich vor Corona für mein Gravel bezahlt habe und was ich heute für ein gleichwertiges Rad bezahlen muss, Trainingsschlorre, Einstelgerklasse ... alter Falter, das hat nichts mehr mit Inflation oder Preissteigerung zu tun, das ist völlig abgedreht wenn man vergleicht dass in der gleichen Zeit sich die Preise im hochpreisigen Segment nur wenig erhöht haben.
Die einzigen Unterschiede beim TT zwischen Ultegra und Dura Ace sind:
Bremssattel
Das stimmt so nicht, denn die TT-Bremsschalthebel für die Di2 (diese ***9180) gibt es nur als Dura-Ace und nicht auch als Ultegra, als Set haben die dann auch Dura-Ace-Bremssättel. So stattet Canyon auch die Ultegra-Speedmäxe mit DA-Bremsen aus, siehe Ausstattungsdetailliste.
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Liebe pornöse TT-Bikes. Scheibe und Hochprofil, das macht Spaß und nicht debil
Das stimmt so nicht, denn die TT-Bremsschalthebel für die Di2 (diese ***9180) gibt es nur als Dura-Ace und nicht auch als Ultegra, als Set haben die dann auch Dura-Ace-Bremssättel. So stattet Canyon auch die Ultegra-Speedmäxe mit DA-Bremsen aus, siehe Ausstattungsdetailliste.