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Sie scheint irgendwie so zu gehen: Wenn die Menge der Erwerbstätigen schrumpft, der wirtschaftliche Output (wie immer man das misst) aber nicht, ist alles in Ordnung.
Tja, also erstens wissen wir das mit dem Nichtschrumpfe nicht und zweitens geht es am Problem vorbei, denn im Rentensystem wächst die Menge der Nichterwerbstätigen wie ich gehört habe…
m.
Ich habe mal dazu (Verhältnis erwartete Arbeitsproduktivität - Erwerbstätige - Rentner ) chatgpt unterschiedliche Szenarien durchrechnen lassen:
Nimmt man noch mögliche Kompensationsfaktoren dazu (Einzahler, Vermögenssteuer) scheint mir eine Rentenabsicherung für die nächsten 30 Jahre gut möglich, ohne gravierende Einschränkungen der Lebensqualitäten.
Zitat:
Daraus folgt:
Szenarien mit kleinem Rückgang der Erwerbstätigen (z. B. −2…−5 %) und moderater Rentensteigerung (≈+10–20 %) können mit jährlichen Produktivitätszuwächsen um 0,5–0,9 % p.a. in Reichweite bleiben.
Szenarien mit starken Rückgängen bei Erwerbstätigen (−10…−15 %) und großen Rentensteigerungen (+20…+30 %) benötigen deutlich höhere Produktivitätszuwächse (≈1,0–1,4 % p.a.), die nicht sicher zu erwarten sind — dann wären zusätzliche Maßnahmen (höhere Beiträge, späteres Rentenalter, mehr Zuwanderung, staatliche Zuschüsse oder Leistungssenkungen) sehr wahrscheinlich nötig.
Kurz: „Weniger Erwerbstätige = möglich, aber nur bei ausreichend hohem Produktivitätswachstum und/oder flankierenden Maßnahmen.“
Das ist doch am Ende "nur" triviale Mathematik und Zinsenzinsrechnung.
0,9% Zuwachs sind über 30 Jahre dann halt 30%, bei 5% weniger Erwerbstätigen und angenommen dass die 0,9% sich auf dem Lohn der Angestellten niederschlagen könnte man die Rente in der Zeit um 24% erhöhen.
Am Ende muss der höhere wirtschaftliche Output indirekt in der Rentenkasse landen über die Löhne und Rentenbeiträge der Mitarbeiter. Passiert das nicht braucht man halt über kurz oder lang andere Steuern oder Abgaben auf das Wirtschaftswachstum um die Lücke zu decken wenn man das Rentenniveau halten will.
Neben der Zahl der Erwerbstätigen wird auch die sinkende Lebensarbeitszeit durch höhere Quote Studierender, Work-Life-Balance, sinkende Wochenarbeitszeiten in den Tarifverträgen etc.. langfristig zur Herausforderung. Das Verhältnis Lebensarbeitszeit zu Rentenbezugszeit wird nicht besser, am Ende muss aber (im Durchschnitt) jeder innerhalb seiner Lebensarbeitszeit das Geld für seinen Ruhestand erarbeiten, egal ob über die Beiträge zur Rente, private Vorsorge oder wie auch immer.
Aber dat mit die Zahlen, dat hat man in Schule schon gehasst.
Also in der Schweiz ist der Vorschlag einer Steuer auf Erbschaften über 50 Mio. Franken mit 80 Prozent Gegenstimmen krachend gescheitert. Mal schauen ob das Auswirkungen auf die Diskussionen um die Erbschaftssteuer in Deutschland hat.
Warum ist Rente jetzt gerade so ein politisches Thema? Die Zuschüsse im Bundeshaushalt zu den Rentenversicherungen sind jetzt schon mit Abstand der größte Einzelposten im Bundeshaushalt und das sind wohlgemerkt Zuschüsse aus dem allgemeinen Steueraufkommen on top zu dem, was Arbeitnehmer in die Rentenversicherung sowieso schon einzahlen.
und das soll jetzt noch weiter "gut"gehen, wenn die ganze "Boomer"-Generation in Rente geht und von der Einzahler-Seite auf die Empfängerseite wechselt?
Warum ist Rente jetzt gerade so ein politisches Thema? Die Zuschüsse im Bundeshaushalt zu den Rentenversicherungen sind jetzt schon mit Abstand der größte Einzelposten im Bundeshaushalt und das sind wohlgemerkt Zuschüsse aus dem allgemeinen Steueraufkommen on top zu dem, was Arbeitnehmer in die Rentenversicherung sowieso schon einzahlen.
und das soll jetzt noch weiter "gut"gehen, wenn die ganze "Boomer"-Generation in Rente geht und von der Einzahler-Seite auf die Empfängerseite wechselt?
Habe ich das richtig verstanden?
m.
Aus meiner Sicht haben wir an manchen Stellen ein Ausgabeproblem.
Die Stadt Stuttgart streicht jetzt schon kleine Zuwendungen, z.b. für Ehrenämter. Sanierungen an Schulen werden aufgeschoben. Dabei sind in den meisten Haushalten, die ich keine, 2 Einkommen vorhanden. Wie lange und wie viel soll man also arbeiten, um das Problem aufzufangen? Bis 75 und 3 Einkommen? Das wird so nicht funktionieren und das ist alle seit langem bekannt.
Immer wenn ich durch Stuttgart fahre, komme ich an einem offensichtlichen Ausgabeproblem vorbei: S21.
Was wurden wir damals gejagt (wortwörtlich) und mal wieder für dumm und rückwärtsgewandt angesehen, als wir Demonstranten Dinge ansprachen, die jetzt exakt eintreffen.
Warum ist Rente jetzt gerade so ein politisches Thema? Die Zuschüsse im Bundeshaushalt zu den Rentenversicherungen sind jetzt schon mit Abstand der größte Einzelposten im Bundeshaushalt und das sind wohlgemerkt Zuschüsse aus dem allgemeinen Steueraufkommen on top zu dem, was Arbeitnehmer in die Rentenversicherung sowieso schon einzahlen.
und das soll jetzt noch weiter "gut"gehen, wenn die ganze "Boomer"-Generation in Rente geht und von der Einzahler-Seite auf die Empfängerseite wechselt?
Merz will doch als ehemalige Black-Rockianer unbedingt einen Aktienbasierten Rentenanteil gesetzlich verpflichtend festschreiben, etwas was Lindner mit Rot-Grün nicht geschafft hat, und die Finanzmärkte wollen neues Kapital (immer ;-) ).
Warum ist Rente jetzt gerade so ein politisches Thema? Die Zuschüsse im Bundeshaushalt zu den Rentenversicherungen sind jetzt schon mit Abstand der größte Einzelposten im Bundeshaushalt und das sind wohlgemerkt Zuschüsse aus dem allgemeinen Steueraufkommen on top zu dem, was Arbeitnehmer in die Rentenversicherung sowieso schon einzahlen.
und das soll jetzt noch weiter "gut"gehen, wenn die ganze "Boomer"-Generation in Rente geht und von der Einzahler-Seite auf die Empfängerseite wechselt?
Habe ich das richtig verstanden?
m.
als Gegenmaßnahmen bleiben nur noch Abschussquoten auf Rentner übrig
von den 21 Mio Rentnern werden um die 1.1k€ pro Rentner pro Monat an Zaster abgegriffen - macht 23,1 mrd€ pro Monat (das sind "alte" Zahlen, vermutlich liegen sie wegen der Anpassung um ca. 20% höher), das sind im Jahr 277mrd€
Aus dem Steuersäckel kommen ca. 123 mrd€ - irgentwie klemmen da die Größenordnungen, der Beitragszahler finanziert den Rentner bloß zur Hälfte, die andere Hälfte wird vom Steuerzahler gestemmt.
Das werden lusitge Diskussionen in der zu erwartenden Rentenkomission.